Freitag 31. Juli 2026

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The Slow Club Epilog, Theater Rabenhof, Wien 2019
Manfred Werner CC by-sa 4.0 / The Slow Club Epilog, Theater Rabenhof, Wien 2019
31.07.2026

Trauer um Johannes Krisch, ein Kind unserer Pfarre

Mit Johannes Krisch hat Österreich einen der eindrucksvollsten Charakterdarsteller seiner Generation verloren – und unsere Pfarre Unterheiligenstadt einen großen Sohn, der hier ministrierte und schon früh sein Talent als „Entertainer“ entdeckte.

Der Tod des Schauspielers Johannes Krisch erfüllt zahlreiche Menschen in unserer Pfarre mit großer Trauer. Denn bevor er auf den großen Theaterbühnen und in Filmen ein Millionenpublikum begeisterte, wuchs Johannes Krisch in unserer Pfarre auf und hatte hier seine erste Heimat.

 

Ein Bub aus unserer Pfarre

In Unterheiligenstadt verbrachte der Sohn des Ehepaars Hedwig und Gerhard Krisch seine Kindheit und Jugend – und die Pfarre war von Anfang an ein Fixpunkt in seinem Leben: Gemeinsam mit anderen Kindern und Jugendlichen ministrierte er, engagierte sich in der Jungschar und war bei zahlreichen Lagern, Ausflügen und Pfarrfesten mit großer Begeisterung dabei.

 

Johannes Krisch (links) als MinistrantBegeisterter Unterheiligenstädter Ministrant: Kaplan Brinkschulte bedankt sich bei Johannes Krisch für seinen Dienst am Altar. © Familie Krisch

 

Viele, die ihn damals erlebt haben, erinnern sich noch heute an seine Fantasie, seinen Humor und seine Fähigkeit, andere mitzureißen. Schon damals blitzte sein außergewöhnliches Talent als „Entertainer“ auf, das ihn später zu einem der bedeutendsten Schauspieler Österreichs machen sollte. Er selbst sagte einmal in einem Interview: „Der Wunsch zu spielen hat sehr früh in mir zu brennen begonnen und nie wieder aufgehört. Ich brauche diesen Adrenalinschub auf der Bühne. Er hat mich richtig süchtig gemacht.“

 

Johannes Krisch bei einem Jungscharfest

Musiker mit Entertainerqualitäten: Johannes Krisch wusste die Menschen schon früh zu begeistern – hier bei einem Jungscharfest. © Familie Krisch

 

Vom Tischler zuM Schauspieler

Doch zunächst erlernte Johannes – wie sein vor einigen Jahren verstorbener Vater Gerhard Krisch – das Tischlerhandwerk. Erst später folgte er seiner Leidenschaft für die Schauspielkunst. Sein weiterer Weg führte ihn an die bedeutendsten Theater des Landes. Über drei Jahrzehnte gehörte er dem Ensemble des Burgtheaters an, später dem Theater in der Josefstadt. Darüber hinaus wirkte er in zahlreichen Filmen mit.

Wir sind dankbar, dass wir Johannes Krisch ein Stück seines Lebensweges begleiten durften und wünschen ihm, dass Gott ihm nun jene Bühne schenkt, auf der die Freude kein Ende hat und der Vorhang niemals fällt.

 


Aufmacherfoto: Manfred Werner (Tsui), CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons