* um 1106 in Chignin in Frankreich
† 26. Juni 1178 in der Grande Chartreuse bei Grenoble in Frankreich
Anthelm, aus adliger Familie, wurde Weltpriester und um 1136 Mönch im Kartäuserorden. 1139 erhielt er das Amt des Priors der Kartause bei Grenoble übertragen, 1142 wurde er der erste Generalobere des Ordens. 1162 wurde er Bischof von Belley, 1176 gab er sein Amt auf und zog sich in die Kartause zurück.
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† 4. Jahrhundert (?) in Rom
Johannes und Paulus waren möglicherweise Brüder. Sie starben als frühchristliche Märtyrer, deren Reliquien im 3. Jahrhundert in einem Palast auf dem Coelius in Rom beigesetzt wurden.
Die Legende berichtet, dass Johannes und Paulus Palastbeamte bei Konstantia, der Tochter von Konstanin dem Großen, waren. Nach dem Tod ihrer Herrin ließ Julian Apostata sie im Palast enthaupten und dann heimlich begraben, weil sie ihm, dem Verächter des Christentums, den Dienst verweigerten.
Zu Johannes' und Paulus' Ehren errichtete Pammachius um 400 in Rom die Kirche SS. Giovanni e Paolo. Ihr Gedenktag zur Zeit der Sommersonnwende machte die beiden zu Wetterpatronen, schon 1150 wurden sie in der Chronik der deutschen Kaiser als solche erwähnt. Bauern erbitten von ihnen das gewünschte Wetter, in ihrem Namen werden "Wetterkerzen" geweiht, sie sind Patrone von Bittprozessionen für gutes Wetter.
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Hl. Josemaría Escrivá
Priester, Gründer des Opus Dei
* 9. Januar 1902 in Barbastro in Spanien
† 26. Juni 1975 in Rom
Josefmaria Escrivá de Balaguer kommt am 9. Januar 1902 im nordspanischen Barbastro zur Welt. Er ist das zweite von sechs Kindern der Eheleute José Escrivá und María Dolores Albás. Seine Eltern sind darauf bedacht, ihn durch ihr eigenes Beispiel in ein Leben als Christ einzuführen: in die Wertschätzung der Beichte und der häufigen heiligen Kommunion, ein vertrauensvolles Beten, eine herzliche Verehrung zur Gottesmutter und den Geist tätiger Nächstenliebe gegenüber bedürftigen und notleidenden Menschen.
1917/18, erschüttert durch das Beispiel eines Karmelitermönchs, der barfuß durch den Schnee geht, entschließt er sich, Priester zu werden, um sich ganz Gott zur Verfügung zu stellen. Parallel zu seiner Priesterausbildung beginnt er ein Jurastudium. Wegen seiner vorbildlichen Haltung und seiner Beliebtheit bei den Seminaristen wird er mit erst 20 Jahren Präfekt des Priesterseminars. In dieser Zeit betet er unablässig um Klarheit über das, was Gott von ihm will.
Am 28. März 1925 wird Josefmaria in Saragossa zum Priester geweiht; wenig später begibt er sich als Pfarrvikar nach Perdiguera, einer kleinen Landgemeinde. Im April 1927 geht er nach Madrid, um in Jura zu promovieren, was ihn mit vielen unterschiedlichen Menschen zusammenbringt. Aber seine besondere Sorge gilt den Kindern und Bedürftigen in den Madrider Slums, denen er täglich viele Stunden widmet.
Am 2. Oktober 1928 sieht er, so seine eigene Worte, seine besondere Sendung: das Bemühen um Heiligkeit und die apostolische Sorge um andere verbreiten durch die Heiligung der gewöhnlichen Arbeit inmitten der Welt, ohne den angestammten Platz zu verlassen. Das Opus Dei wird zunächst für Männer gegründet, 1930 auch für Frauen. Die apostolischen Initiativen der Mitglieder des Opus Dei sollen kraft göttlicher Gnade alles Geschaffene auf Gott ausrichten, so daß Christus alles in allem ist.
1933 folgt die Gründung einer Akdemie für Universitätsstudenten, 1934 erscheint sein erstes Buch Geistliche Betrachtungen (heute Der Weg). Der Bürgerkrieg in Spanien unterbricht die Ausbreitung des Opus Dei, aber nach dessen Ende werden Josefmaria und sein Werk in ganz Spanien bekannt und geschätzt. Allerdings bleiben auch Unverständnis und Widestand nicht aus. 1943 gründet Josefmaria die Priestergesellschaft vom Heiligen Kreuz innerhalb des Opus Dei, um diejenigen als Priester inkardinieren zu können, die aus den Reihen der Laien-Mitglieder die Weihe empfangen.
1946 verlegt Escrivá seinen Wohnsitz nach Rom, um die päpstliche Anerkennung des Werkes vorzubereiten, die 1950 endgültig gewährt wird. Rom wird Zentralsitz des Opus Dei. In der Folge entstehen die unterschiedlichsten Initiativen wie berufsbildende Schulen, Landwirtschaftsschulen, Universitäten, Studentenheime, Krankenhäuser, medizinische Versorgungsstationen usw.
Während seiner letzten Lebensjahre unternimmt der Gründer des Opus Dei wiederholt katechetische Reisen durch Europa und nach Südamerika. Er spricht über Gott, die Sakramente, christliche Frömmigkeit, Heiligung der Arbeit, die Liebe zur Kirche und zum Papst. Am 28. März 1975 feiert er sein goldenes Priesterjubiläum. »Nach 50 Jahren bin ich immer noch wie ein stammelndes Kind: ich beginne und beginne immer wieder aufs neue in meinem täglichen inneren Kampf. Und so bis ans Ende meiner Tage: stets aufs neue beginnend.« Am 26. Juni 1975 um die Mittagszeit stirbt der Gründer in seinem Arbeitszimmer an Herzversagen.
1992 wird er seliggesprochen, 2002 erfolgt die Heiligsprechung.
Aus dem Apostolischen Schreiben zur Seligsprechung von Josemaría Escrivá de Balaguer:
»Der Gründer des Opus Dei erinnerte daran, daß die universale Berufung zur Fülle der Gemeinschaft mit Christus zugleich dazu führt, in allem menschlichen Tun Gott begegnen zu können. (…) Als Meister des inneren Lebens erreichte er den Gipfel der Kontemplation durch beständiges Gebet und kontinuierliche Abtötung, durch beharrliche Arbeit und einzigartige Fügsamkeit gegenüber den Eingebungen des Heiligen Geistes und vermochte so der Kirche ›zu dienen, wie sie selbst möchte, daß man ihr dient‹.«
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* um 360 in Rom
† 405 im Rendenatal nördlich von Tione di Trento (?) im Trentino in Italien
Viglius wurde in Rom und Athen ausgebildet; um 380 kam er nach Trient, um 385 wurde er zum Bischof gewählt. 385 erhielt er für seine Gemeinde von Ambrosius von Mailand ein Statut mit sozialethischen Regeln. 397 sandte er Sisinnius, Martyrius und Alexander als Missionare zum Nonsberg bei San Zeno; nachdem sie dort emordet wurden, sandte er Reliquien der drei zu Simplicianus nach Mailand und sogar zu Johannes Chrysostomus; am Ort des Martyriums ließ er eine Basilika erbauen. Beim Kaiser wandte er sich gegen das Todesurteil der für das Martyrium Verantwortlichen, wie Augustinus berichtet.
Um 500 entstand die legendäre Lebensgeschichte über Vigilius, wonach er selbst als Glaubensbote das Etschtal um Trient durchzog, die ganze Gegend missioniere und zahlreiche Kirchen erbaute. Als er im wilden Rendenatal nördlich von Tione di Trento eine Saturn-Statue zerstörte, wurde er demnach von den empörten Einwohnern mit Knütteln und Holzschuhen erschlagen.
In der von ihm erbauten Basilika in Trient wurde Vigilius beigesetzt und schon im 5. Jahrhundert als Patron des Bistums verehrt. Sein Kult verbreitet sich über Oberitalien, nach Österreich und Bayern.
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* um 1032 in Umbrien in Italien
† 26. Juni 1064 (?) in Gubbio in Italien
Rudolf stiftete zusammen mit seiner Mutter und zwei seiner Brüder die Burg Camporeggiano zur Gründung des Klosters San Bartolomeo und trat selbst ins Kloster Fonte Avellana ein. Aufgrund seiner Gebetsübungen und seines Bußeifers wurde er schon mit 30 Jahren zum Bischof von Gubbio ernannt. Enge Beziehungen hatte er zu Petrus Damiani, der auch seine Lebensgeschichte verfasste.
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Die Stadtpfarrkirche, in ihrem Grundbestand noch älter als die Pfarre, ist geprägt durch Elemente aus allen Stilepochen von der Romanik des 12. Jahrhunderts bis zum 20. Jahrhundert.
Die Baugeschichte unserer Pfarrkirche vor dem Neubau am Ende des 15. Jahrhunderts lässt sich nur anhand der noch vorhandenen Bauteile vermuten. Urkundlich erwähnt ist lediglich die Existenz eines Karners (Beinhaus) im Jahre 1258. Da aber schon vor dieser Zeit Priester in Baden gewirkt haben und die Burg Baden sicherlich über eine Kirche oder Kapelle verfügte, kann man annehmen, dass sich bereits gegen Ende des 12. Jahrhunderts auf dem heutigen Platz ein Kirchenbau befand.
Einrichtungsgegenstände aus der Zeit der Romanik und der Gotik sind kaum vorhanden. Aus der Romanik finden sich noch Tierköpfe, die unter den Gewölben des Mittelschiffes eingemauert sind. An die Gotik erinnern vor allem der Taufbrunnen und mehrere Engelsfiguren an den Kirchenmauern und am Südtor. Die Zeit nach 1480 bis 1683 steht im Zeichen der Türkenkriege und der Gegenreformation, an der sich die Badener Pfarrer eifrig beteiligten. Daher sind aus der Renaissancezeit nur Grabdenkmähler erhalten, von denen einige an den Säulen der Kirche befestigt sind. Bemerkenswert ist eine Grabplatte in der Josefskapelle für den Badener Pfarrer Vinzenz Bauernfeind (†1517).
Die Türkenkriege von 1529 und 1683 brachten schwere Zerstörungen mit sich. So musste neben dem Aufsetzten der Turmzwiebel vor allem das Innere der Kirche im barocken Stil erneuert werden. Im Laufe des 18. Jahrhunderts erfolgt die Aufstellung mehrerer Seitenaltäre im Langhaus der Kirche: am Beginn jedes Seitenschiffes, der Marienaltar mit der Kanzel, der Sebastianaltar und der Antoniusaltar. Auch die Josefskapelle wird barockisiert. Dort wo heute der Volksaltar steht, errichtet man einen Altar zu Ehren des Hl. Kreuzes, der aber im Jahre 1758 in den ehemaligen Sakristeiraum unter dem Nordturm (Kreuzkapelle) versetzt wird. Zur selben Zeit beendet man den Bau der heutigen Sakristei. Erwähnenswert ist auch, dass der Sebastianaltar von der Badener Bürgerschaft zur Erinnerung an das Pestjahr 1713 gestiftet wurde. Dies wird durch eine Votivtafel bezeugt, die heute über dem Ausgang bei der Sakristei hängt. Im Presbyterium werden die Fenster fast bis zur Gänze zugemauert und ein barocker Hochaltar aufgestellt.
Das Altarbild mit der Darstellung der Steinigung des Hl. Stephanus malt der berühmte Barockkünstler Paul Troger. Auch in der Sakristei hat das Barock seine Spuren hinterlassen: den Altar zu Ehren des Hl. Franz Xaver und der wertvolle barocke Sakristeischrank aus dem Jahr 1743.
Im Jahr 1880 beginnen umfangreiche Regotisierungsarbeiten. 1893 wird der barocke Hochaltar durch den bestehenden ersetzt. Lediglich das Hochaltarbild verbleibt in unserer Kirche und bekommt seinen heutigen Platz über dem Ausgang bei der Sakristei. Die zugemauerten Fenster im Presbyterium werden wieder geöffnet. Ebenso werden die neugotische Vertäfelung und das Chorgestühl errichtet. Auch die Altäre in den Seitenschiffe, sowie die Josefskapelle und die Kreuzkapelle werden regotisiert. Schmerzlich ist, dass man in diesem Zuge die original gotischen Statuenkonsolen an den Wänden durch neugotische ersetzt hat. Lediglich eine ist erhalten geblieben und im Schiestl-Hof (Ecke Antonsgasse-Annagasse) zu bewundern. Mit der Umgestaltung der Seiteneingänge endet 1913 die Regotisierung der Pfarrkirche.
In den 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts findet eine große Innen- und Außenrenovierung der Kirche statt. Es werden am Nordtor im Zuge der Installierung einer Fernheizung mehrere Räume angebaut. Bei der Innenrenovierung werden – entsprechend den Richtlinien der Liturgiereform des II. Vatikanischen Konzils – der Volksaltar und die heutige Session errichtet. Die neugotischen Altäre in den Seitenschiffen werden entfernt, lediglich die Altarstatuen verbleiben. Auch die schadhaften barocken Kirchenbänke werden durch neue ersetzt. Im Jahr 1989 wird der Altar der Kreuzkapelle schließlich in den Pfarrhof übertragen und dort eine Kapelle eingerichtet. Die alte Kreuzkapelle dient nun als Depot für oft benötigte Sachen, der Raum darüber als Gebets- und Meditationsraum.
Die Orgel der Pfarrkirche geht auf ein 1744 von Johann Hencke für die Kirche des Augustiner-Chorherrenstifts in der Wiener Dorotheergasse gebautes Instrument zurück, das 1787 nach Baden übertragen wurde. Trotz aller überlieferten Mängel und notwendigen Reparaturen war das spätbarocke Werk über 120 Jahre in Gebrauch.
Das obere Manual der Orgel mit den wieder aufgefundenen und wiederverwendeten historischen Tastenauflagen. Darauf spielte höchstwahrscheinlich Wolfgang Amadeus Mozart, der hier mit dem befreundeten Badener Schulmeister und Regenschori Anton Stoll musizierte.
