Donnerstag 14. Dezember 2017
Evangelium von heute Mt 11,7b.11-15 Als sie gegangen waren, begann Jesus zu der Menge über...
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Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe
Joh. 10, 11
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Heilige Lucia I 13. Dezember

Die Heilige Lucia war im frühen 4. Jahrhundert, konkret im Jahre 304, eines der ersten Opfer der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian. Ihr Gedenktag ist der 13. Dezember, wobei er in Österreich nicht so gebräuchlich ist wie beispielsweise in Italien oder in den skandinavischen Ländern.


Der Legende nach wurde Lucia 286 in Syrakus auf Sizilien geboren. Da sie sich gegen eine Vermählung strikt sträubte und Jungfrau bleiben wollte, war der betroffene Bräutigam dermaßen verärgert, dass es zu einer Anzeige kam. Lucia musste zahllose Folterungen ertragen, bevor ihr mit einem Schwert der Hals durchbohrt wurde. Sie wurde in Syrakus begraben und bald verehrt.
Lucia ist die Patronin von Syrakus und Venedig sowie der Armen, Blinden, kranken Kinder, Bauern, Elektriker und Anwälte. In der Kunst wird Lucia im langen Jungfrauengewand mit Brot, Kerze, Lampe, Schwert, einer Fackel oder einem Dolch dargestellt. In Italien ist Lucia eine Volksheilige, in Skandinavien wird sie als Lichtgestalt (ihr Name bedeutet übersetzt «die Lichtvolle») verehrt, sodass es viele Lichtbräuche an ihrem Gedenktag gibt. Bis 1582 – dem Jahr der Gregorianischen Kalenderreform – wurde Lucia am Mittwintertag, dem dunkelsten Tag des Jahres, gefeiert. Im Mittelalter war Lucia die Gabenbringerin, denn erst seit dem 16. Jahrhundert fand der 24. Dezember als Bescherungstag größere Verbreitung. Als Lichtgestalt verweist Lucia «auf den Sieg des Lichtes über die Dunkelheit».

 

Hl. Nikolaus I 6. Dezember

Nikolaus von Myra ist vermutlich in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts Bischof von Myra (heute auf Türkisch: Demre – westlich von Antalya) gewesen. Sein Kult ist seit dem 6. Jh. in Myra und Byzanz nachweisbar. Im 10. Jh. gelangte seine Verehrung gefördert durch die Kaiserin Theophanu auch nach Deutschland, Frankreich und England und verbreitete sich schließlich in ganz Europa.

 

Da die Legende ihn als Retter in Schwierigkeiten vieler Art schilderte, wird er als Helfer in allen Nöten gerufen. Nikolaus von Myra ist u. a. der Schutzpatron der Reisenden und Seeleuten. Vor allem ist er der Patron der Kinder und Schüler, der Mädchen und Frauen. Zudem ist er Landespatron von Lothringen. Man kann besonders für glückliche Heirat, die Befreiung von Gefangenen und die Wiedererlangung gestohlener Dinge sowie gegen fehlerhafte Urteile, Wassersgefahren, Seenot und Diebe zu ihm beten.

 

Ganz besonders gilt Nikolaus als Freudenbringer für die Kinder – vor allem natürlich an seinem Gedenktag: dem 6. Dezember! Häufig wird er als Bischof mit Anker oder Schiff, mit drei Broten, Goldmünzen oder Äpfeln dargestellt.

Heilige Barbara I 4. Dezember

 

Die Hl. Barbara gehört zu den 14 Nothelfern und ist Patronin der Bergleute, Gefangenen, Architekten, Glöckner und Artillerie. Zu ihr wird besonders bei Gewittern, Feuergefahren, Fieber, Pest und jähen Tod gebetet. Bedeutet das Wort «barbarus» eigentlich «fremd», «wild» und «ungebildet» (vgl. mit den «Barbaren»), so verkehrt die Hl. Barbara diese Eigenschaften genau ins Gegenteil: sie wird für ihre Schönheit, Klugheit und ihren standhaften Glauben verehrt. An ihrem Namenstag, dem 4. Dezember, werden von Kirsch- oder Apfelbäumen traditionell Zweige abgeschnitten und ins Wasser gestellt. Blühen sie zu Weihnachten, wird der betreffenden Person respektive der ganzen Familie im nächsten Jahr etwas Gutes und Schönes widerfahren (z. B. eine Hochzeit oder die Geburt eines Kindes).

 

 

Die bekannteste Legende um die Hl. Barbara ist die folgende:

Barbaras Vater, der reichen, heidnische Dioskuros von Nikomedia soll seine bildschöne, junge Tochter aus Eifersucht in einen Turm eingeschlossen haben, um sie am Heiraten zu hindern. Barbara ließ sich heimlich taufen. woraufhin sie ihr Vater dem römischen Statthalter Marcianus ausliefert, der sie geißeln ließ. Dennoch war sie nicht zur Entsagung ihres Glaubens zu bewegen. Ihr Ende war ein tragisches: Sie wurde enthauptet; ihr Vater soll das Urteil selbst vollstreckt haben. Gleich darauf traf ihn ein Blitzschlag und zwar am 4. Dezember 306.

 

Die vorher erwähnten Barbara-Zweige sollen an die Gefangenschaft der Heiligen erinnern. So soll die Verurteilte einen verdorrten Kirschbaumzweig mit Wassertropfen benetzt haben, woraufhin der Zweig zu blühen begann und ihr Trost spendete.

Der Advent

Freut euch im Herrn zu jeder Zeit!
Noch einmal sage ich: Freut euch! Denn der Herr ist nahe. (Vgl. Phil 4,4-5)

 

 


Begriffsklärung

Advent (lat. adventus) bedeutet «Ankunft», gemeint ist die Ankunft von Jesus Christus unter den Menschen, also seine Geburt in Bethlehem. Außerdem meint Advent die Ankunft Christi in den Herzen der Menschen. Der Advent ist also die Vorbereitungszeit auf Weihnachten. Diese Zeit vor dem Weihnachtsfest ist von freudiger Erwartung bestimmt. In einem bekannten Adventlied heißt es daher: «Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, es kommt der Herr der Herrlichkeit.»

 


Der 1. Advent: Startpunkt eines neuen Kirchenjahres

Der 1. Adventsonntag, heuer der 3. Dezember 2017, ist nicht nur der Beginn der Vorweihnachtszeit, der Adventzeit, sondern auch der eines neuen Kirchenjahres. Die kommenden Wochen gelten als Zeit der Besinnung, Stille und des Innehaltens und ganz besonders auch der Adventkranz lädt zur Betrachtung und zum Zur-Ruhe-kommen ein, um einige ruhige Minuten abseits des hektischen Treibens zu verbringen allein oder im Kreise seiner Lieben wie Freunde und Familie. Christen verbinden den Advent (die Zeit der Ankunft) mit der Erinnerung an die Geburt Jesus Christus in Bethlehem.

 


Violett als Farbe der Erwartungshaltung und der Bußbereitschaft

 

Die liturgische Farbe des Advents ist violett, z. B. die violetten Messgewänder und die violetten Bänder und Kerzen des Adventkranzes. Auch die Lesungen bereiten auf Weihnachten vor: In den Lesungen erfährt man oft von Prophezeiungen der «Ankunft des Erlösers». Die vier Adventsonntage haben jeweils unterschiedliche Schwerpunkte und Bedeutungen:

  • 1. Advent = Rückkehr von Jesus Christus am Ende der Zeit
  • 2. Advent = Vorbereitung auf den kommenden Erlöser
  • 3. Advent (= Freudensonntag) = im Zeichen von Johannes des Täufers
  • 4. Advent = im Zeichen Marias

An Werktagen werden in vielen Pfarren sogenannte Rorate-Messen gefeiert. Der Name leitet sich vom Lateinischen «Rorate caeli» ab. Die Rorate-Messen finden am frühen Morgen statt und die Kirchen sind häufig nur durch Kerzen erhellt. Nach den Messen findet häufig auch ein gemeinsames Frühstück statt.

 

Ein Hinweis in eigener Sache: Auch in den Teilgemeinden der Pfarre Maria-Drei-Kirchen finden Rorate-Messen statt. Bitte beachten Sie hierfür die Ankündigungen auf den Wochenblättern bzw. in den Schaukästen!

 


Adventkranz Symbol des Lichts in dunklen Zeiten

Auch der Adventkranz ist häufig in der liturgischen Farbe violett gestaltet: So haben drei der vier Kerzen traditionell die Farbe Violett (die 1., 2. und 4. Kerze); die dritte Kerze symbolisiert den Freudensonntag und ist deshalb nicht violett, sondern z. B. rosa. Man sieht aber auch häufig Adventkränze mit anders farbigen Kerzen. Der Adventkranz ist ein vergleichbar junger Brauch des Christentums; er ist noch keine 200 Jahre alt. Der früheste Adventkranz stammt aus dem 19. Jh. und geht auf Pfarrer Heinrich Wichern zurück: Jener Kranz war ursprünglich ein Kranz aus Tannenzweigen für Adventandachten, hatte aber 24 Kerzen. Später wurden die 24 Kerzen auf 4 reduziert, also auf eine für jeden Sonntag der Adventzeit.

 

Die grünen Zweige des Kranzes symbolisieren das Leben, das Licht der Kerzen steht symbolisch für das Licht des Glaubens, das Licht in der Dunkelheit und die Kraft, die von Gott ausgeht.

 


Advent mit Kindern: der Adventkalender

Der Adventkalender soll Klein (aber natürlich auch Groß!) die Zeit bis Weihnachten verkürzen. Kurz nach 1900 war von der sogenannten Weihnachtsuhr für Kinder die Rede. Der erste gedruckte Adventkalender wurde 1903 von einem evangelischen Verleger in München veröffentlicht und gewann schnell an Popularität. Heute gibt es den Adventkalender in den unterschiedlichsten Ausführungen, wobei die mit Schokolade gefüllte Variante sich bei den Kindern wohl der größten Beliebtheit erfreut.

 

Alternativ gibt es auch welche mit kleinen Bildern oder kurzen Sprüchen. Tipp: Autoren wie der bekannte norwegische Schriftsteller Jostein Gaarder hat beispielsweise ein ganzes Buch als Adventkalender gestaltet: «Das Weihnachtsgeheimnis» erzählt vom kleinen Joachim, der in einer Buchhandlung einen handgefertigten Adventkalender – ein Unikat! – entdeckt, hinter dessen Türchen sich täglich ein Teil einer Geschichte – und zwar über ein Mädchen namens Elisabeth – verbirgt. Elisabeth reist vom 20. Jahrhundert aus Norwegen zurück ins Jahr 0 nach Bethlehem zur Geburt des Jesuskindes. Sie begibt sich gemeinsam mit Engeln, Hirten und Schafen auf eine Art Pilgerreise durch Raum und Zeit. Das Buch ist in 24 kurze Kapitel, die entzückend illustriert sind, gegliedert, sodass es sich perfekt als Adventkalender für Klein und Groß geeignet!

Kalender
Do., 14. Dezember 2017 10:00
Krabbelgruppe
Do., 14. Dezember 2017 15:00
Club -50+ (Seniorenrunde)
Do., 14. Dezember 2017 15:45
Erstkommunion-Vorbereitung (Donnerstag-Gruppe)
Pfarre Maria-Drei-Kirchen
Rennweg 91
1030 Wien

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