Thursday 20. February 2020
Thu., 20. February 2020 15:00
Club -50+ (Seniorenrunde)
Thu., 20. February 2020 19:45
PGR-Sitzung
Fri., 21. February 2020 15:15
Erstkommunion-Vorbereitung VS Eslarngasse
Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden.
Mk. 1,11

Mit Freude in ein neues Gnadenjahr

Und schon befinden wir uns mitten im ersten Monat des neuen Jahres. 2020 – eine besondere Zahl und auch ein besonderes Jahr. Im kommenden September werde ich auf das 15jährige Jubiläum meiner Pfarrleitung hier im dritten Bezirk am Rennweg zurückblicken können. Zeit, um Gott zu danken für das, was er uns in der Vergangenheit geschenkt hat und um seinen Segen für die Zukunft zu bitten.

Das neue Jahr hat dort begonnen, wo das vergangene mit Zufriedenheit beendet werden konnte. Kinder, Jugend und Junggebliebene haben – in den ersten Tagen des Jahres als erfolgreiche und engagierte Sternsinger – den Ton angegeben, und ich hoffe, dass dieser Geist uns durch das ganze Jahr hindurch viel Freude bescheren wird.

Wieder einmal steht unsere ganz besondere Maria-Lichtmess-Feier, mit der wir die Weihnachtszeit beenden, vor der Tür, gleich darauf folgt die Pilgerreise ins Heilige Land, dann dürfen wir gegen Ende des Faschings bei Churchy Dancing noch einmal ausgelassen das Tanzbein schwingen, um in der Fastenzeit beim 14. Landstraßer Strassenkreuzweg mitzugehen und damit ein schönes öffentliches Bekenntnis für unseren Glauben abzulegen – um nur ein paar wichtige Vorhaben der kommenden Wochen zu erwähnen.

Ein wichtiger Punkt in diesem Jahr ist auch die Sanierung unseres Kirchendaches, die wir abschließen wollen, bevor das neue Schuljahr beginnt.

Ich habe im vergangenen Jahr überall eure Zuneigung und Unterstützung, aber auch Aufmunterung und Bestätigung erfahren und hoffe, dass ich auch 2020 damit rechnen darf. Wir haben nicht vor, heuer irgendein Experiment einzugehen, sondern das am Leben zu halten, womit wir ohnehin gut unterwegs sind. Aber ich habe auch eine Bitte an euch: Wenn ihr Sonntag für Sonntag in einer unserer Kirchen seid, so ist das das schönste Erlebnis – für mich, für euch selbst und letztendlich für uns alle!

Ich wünsche euch ein segensreiches Jahr und danke für die Zusammenarbeit mit euch und ich habe mir erlaubt, unserem Kardinal Christoph Schönborn auch in eurem Namen in Dankbarkeit zu seinem 75. Geburtstag zu gratulieren,

Euer Pfarrer Cliff Pinto

Rückblick auf ein Jahr

Herr,

Allmächtiger, Unendlicher, Schöpfer, Vollender, ein Jahr ist für dich nur ein Augenblick.
Doch für uns ist es 365 Tage lang, breit und tief, unübersehbar.

Herr,

jedes Jahr ist vollgepackt für uns, im Voraus, mit Gutem und Bösem.
Du bist der Herr des Jahres. Wir sind bangende Knechte und Mägde der Zeit.

Herr,

doch eins ist wahr, jedes Jahr bringt und näher zu dir.
Menschen werden älter mit jedem Jahr, doch Christen werden jünger.
Ein Jahr liegt hinter uns, abgefahren.
Straße, schnurgerade durch Savannen, Kurven über steile Hügel,
Schlaglöcher, Pannen, verpasste Anschlüsse und Gelegenheiten.

Herr,

wegen dieser verpassten Gelegenheiten könnte ich verzweifeln,
wenn du nicht vergeben würdest.

Herr,

jeden Tag ist deine Gnade neu, seit dem Regenbogen, und deine Güte seit Jesus Christus.
Der Teufel und seine Gefährten schleppen sich durch die Jahre, werden elender mit jedem Tag;
doch wir wachsen mit deiner Sonne, mit deinem Geist.

Herr,

wie du die Haare auf meinem Kopf gezählt hast,
so hast du auch meine Tage gezählt, die Minuten und Sekunden.

Herr, 

um Gesundheit bitte ich dich, um etwas mehr Geld,
um Hunger auf dein Wort, um dein Wort bitte ich dich. Amen.

(Gebet aus Ghana)

Euer Pfarrer Cliff Pinto

24 Türchen im Advent

 

Heuer gibt es für mich einen ganz persönlichen Adventkalender. Ich werde jeden Tag ein „Fenster“ öffnen, hinter dem mich eine Aufgabe für den Tag erwartet.

 

 

  1. Gleich beim ersten Blick in den Spiegel werde ich lächeln.
  2. Heute werde ich geben – „Darf’s ein bisserl mehr sein?“
  3. Heute werde ich bewusst auf etwas verzichten.
  4. Heute begleiten mich Gedanken an meine Eltern durch den Tag und ich bete für sie.
  5. Heute begleitet mich meine Taufpatin in meinen Gebeten und Gedanken. 
  6. Heute denke ich an meine Geschwister und schließe sie in meine Gebete ein.
  7. Heute begleiten mich die Großeltern durch den Tag.
  8. Heute will ich Verwandte, die jünger als ich sind, in Gedanken und Gebete einschließen.
  9. Heute zähle ich Verwandte, die älter als ich sind, in meinen Gedanken auf und bete für sie. 
  10. Heute beziehe ich die, die ich verletzt habe, in mein Gebet ein und bitte sie um Vergebung. 
  11. Heute schließe ich Menschen, die mich verletzt haben, in mein Gebet ein und bitte den Herrn, ihnen zu verzeihen, und auch ich verzeihe ihnen. 
  12. Heute besinne ich mich auf meine Wohltäter und Freunde und bete für sie. Ohne sie wäre ich bedürftig.
  13. Heute denke ich an weise Menschen, die mein Leben begleitet haben.
  14. Heute besinne ich mich auf wichtige Stationen, Orte und Begegnungen in meinem Leben.
  15. Heute bete ich für die Christen in Indien.
  16. Heute bete ich für Österreich.
  17. Heute bete ich für den Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn.
  18. Heute bete ich für die Pfarre Maria-Drei-Kirchen.
  19. Heute bete ich für die Kranken, die ich kenne und für alle jene, die mit ihrer Lebenssituation schwer zu kämpfen haben. 
  20. Heute will ich jene Situationen in meinem Leben nachempfinden, in denen Gottes helfende Hand deutlich zu spüren war.
  21. Heute will ich innehalten, um zu ergründen, was mich glücklich macht. 
  22. Heute will ich innehalten, um zu fragen, was mich betrübt.
  23. Heute will ich das Leben von Jesus, Maria und Josef betrachten.
  24. Heute muss ich arbeiten, arbeiten, arbeiten – und mache das mit Vorfreude auf den Christtag, den Tag der Geburt des Herrn!. 

Frohes Fest und eine friedliche Jahreswende

sowie ein glückliches neues Jahr wünscht euch

Euer Pfarrer Cliff Pinto

Dein Wille geschehe …

…ist die zweite Bitte von Jesus im „Vater unser“-Gebet. Ich habe nicht die Absicht, das gesamte Gebet des Herrn detailliert in meinen Botschaften an euch zu erläutern, aber die beiden Bitten am Anfang des Gebetes möchte ich hervorheben. „Dein Reich komme …“, die erste Bitte, hat sich – wie zuletzt erwähnt – schon erfüllt. Das Reich Gottes ist auf die Erde gekommen durch Jesus und hat sich durch seine Apostel und danach durch die Heilige Kirche fortgesetzt. Wenn wir ihm nachfolgen und Gutes tun, so wie er es uns in seinem Leben vorgelebt hat, werden wir durch ihn zum Vater gelangen.

Jesus ist gekommen, um das ewige Leben zu verkünden. Das war die Kernbotschaft seines Daseins unter uns. „Denn es ist der Wille des Vaters, dass alle, die den Sohn sehen und an ihn glauben, das ewige Leben haben.“ (Joh 6, 39)

Wenn wir unser eigenes Leben betrachten – und das der Menschen um uns herum – so sehen wir uns in vorgegebenen Abläufen festgefahren. Familie, Partner, Kinder, Schule, Beruf, Freizeit, Haus, Besitz – jeder Lebensabschnitt ist von einer vorgegebenen Betriebsamkeit geprägt. Von der Wiege bis zur Bahre laufen wir sozusagen in unserem Hamsterrad. Die Sakramente der Kirche sind selbst für viele Katholiken eher ein gesellschaftliches Ereignis als eine Wegbegleitung für das ewige Leben. Der Begriff von der Ewigkeit ist für uns fremd und macht uns ratlos.

Doch ist die Ewigkeit unsere Bestimmung und nicht die Vergänglichkeit. Wenn wir das ewige Leben haben wollen, dann sollten wir uns Zeit nehmen für Jesus, an ihn glauben und bei seiner Mission für das Reich Gottes mitwirken. Von Gott sind wir für die Unsterblichkeit bestimmt. Es muss daher einen Platz in unserem Leben haben, Gott kennen zu lernen, „seinen Willen“ zuzulassen. Das geschieht im Glauben und in der Gemeinschaft der Glaubenden. Es mag herausfordernd sein, die Unbegreiflichkeit Gottes ein Leben lang auszuhalten – der Schweizer Reformator Ulrich Zwingli hat dazu einen treffenden Vergleich gefunden: „Was Gott an und für sich ist, wissen wir so wenig, als ein Käfer weiß, was ein Mensch ist.“ Doch wer Gott sucht, wird am Ende mit dem ewigen Leben bei ihm belohnt. 

Lasst uns der Einladung folgen, Gott näher kennen zu lernen.

Euer Pfarrer Cliff Pinto

Dein Reich komme …

…so lautet gleich die erste Bitte im „Vater unser“, dem Gebet, das Jesus die Apostel zu beten gelehrt hat, als sie ihn baten, „lehre uns zu beten“. Das Reich Gottes ist schon zu uns gekommen – durch Jesus Christus. Es ist bereits seit über 2000 Jahren da. Zuerst durch Jesus, dann durch seine Apostel und wurde schließlich durch die Heilige Kirche fortgesetzt.

Was heißt „das Reich“? Das heißt, so zu sein wie Jesus es war und Gutes zu tun, wie er selbst es getan hat. Das alles steht in der Bibel und ist bei den vier Evangelisten und in der Apostelgeschichte nachzulesen. Jesus hat uns kein Bild vom Vater im Himmel gemacht, und auch nicht vom Himmel selbst. Seine Worte lauteten: „Ich bin der Weg, das Leben und die Wahrheit“. Anders gesagt, ihm nachfolgen und durch ihn zum Vater zu gelangen, gelingt durch „selbst ein Christus“ zu sein. Der Weg ist, Gutes zu tun; das Leben ist, nach seiner Weisung zu leben (z.B. so, wie er es uns in der Bergpredigt gelehrt hat); die Wahrheit ist, er selbst und seine Worte.

Unsere Vorstellung vom Himmel auf Erden ist materieller Wohlstand, ist REICH zu sein. Doch ganz das Gegenteil sagt Jesus in seiner Bergpredigt (Mt 5,3): „… Selig, die ARM sind, denn ihnen gehört das Himmelreich.“ Nun müssen wir unterscheiden zwischen ARM und ELEND. Arm ist etwas Schönes, ist schlicht, einfach, klar – vergleichbar mit der Unschuld und Freude eines kleinen Kindes. Elend finden wir dort, wo es Zwietracht, Streit und Krieg gibt, Ausbeutung und Ungerechtigkeit. Das dürfen wir nicht vermischen. Der hl. Franziskus, zum Beispiel, hat sich arm gemacht, auch Jesus hat sich arm gemacht – sie waren in ihrer Armut ein Abbild Gottes. Wer arm ist, ist Gott nahe, das Elend ist es nicht. 

Ich habe ein Bild vor Augen, einen Bericht, den ich im Fernsehen gesehen habe und der mich nachdenklich gemacht hat: Wir suchen auf dem Mars nach Wasser, obwohl auf unserer Erde genug Wasser für alle da wäre. Und dennoch müssen viele verdursten, weil Elend herrscht und nicht Armut. Achten wir darauf, diese beiden Begriffe nicht zu vermischen und nicht zu verwechseln.

Gottes Reich komme auf uns alle …

Euer Pfarrer Cliff Pinto

KOMM ZU UNS …

… steht auf dem Transparent über dem Eingang zur Kirche Maria Geburt am Rennweg. Es wäre schön, wenn wir in der Lage wären, wie Jesus diese Einladung auszusprechen. Leider können wir vieles nicht – z.B. die Kirchentür immer offenhalten (6 Tage in der Woche – außer am Samstag – ist ein Teil unserer Kirche tagsüber für die Menschen geöffnet, die beten möchten). Auch können wir nicht allen helfen, die schwer die Last des Lebens zu tragen haben und auf eine materielle Unterstützung hoffen. Diese müssen meist mit leeren Händen wieder gehen. Warum dann das Transparent mit der Einladung „Komm zu uns“?

Seit dem Jahr 2006 hängt dieses Transparent über dem Tor unserer Pfarrkirche. Ursprünglich war dies nicht ein Zitat von Jesus, sondern ein vorweihnachtlicher Aufruf der Urchristen: „Maranatha“ – ein aramäisches Wort das so viel heißt wie „Komm, Herr!“ Das hat gut gepasst – auch für unser damaliges Pfarrmotto. Damit war natürlich gemeint, am Sonntag in die Kirche zu kommen: Kinder, Jugendliche, Menschen jeden Lebensalters und aller Belange. Erfreulicherweise sind viele der Einladung gefolgt und auch geblieben – hatten Freude daran und neue Freunde und Gemeinschaft gefunden.

Allerdings, dieses Transparent bedarf einer dringenden Erneuerung. Denn, was ich seit ein paar Jahren bemerke, die Zukunft ist nicht besonders vielversprechend. Früher sind viele unserer Täuflinge, Erstkommunionkinder und Firmlinge nach der Feier der Sakramente bei uns geblieben. Doch der jetzige Trend sieht leider anders aus. Von unserem Pastoralteam werden die Kinder und Jugendlichen wunderbar auf die Sakramente vorbereitet, aber nach der schönen Feier ist nicht mehr viel von ihnen und ihren Eltern zu sehen. Ich habe zwar das Glück, ihnen auf der Straße, beim Einkaufen oder in der Schule zu begegnen, aber meine Sonntagseinladung wird – meistens mit einer freundlichen Begründung, wie z.B. wir feiern Geburtstag, haben das Wochenende schon verplant, fahren aufs Land, etc. – dankend abgelehnt oder einfach nicht wahrgenommen. Ein Umstand, der mich schon zum Nachdenken bringt. Deshalb kann ich nur wiederholen „KOMM ZU UNS“ – so haben wir miteinander Freunde, Freude und Segen. Die Zukunft der Kirche liegt bei jedem einzelnen von uns. Ob das nicht ein Vorsatz sein kann am Beginn des Schul- und Arbeitsjahres …

Euer Pfarrer Cliff Pinto

Habe die Ehre ...

Christus steht nicht hinter uns

als unsere Vergangenheit,

sondern vor uns

als unsere Hoffnung

(Friedrich von Bodelschwingh)

 

Wieder geht ein Schul- und Arbeitsjahr zu Ende. Wie bereits in der Vergangenheit stellte es uns auch heuer vor einige Herausforderungen, die wir aber – glaube ich – gut gemeistert haben, und ich kann abschließend sagen, dass wir das Jahr erfolgreich über die Bühne gebracht haben. Erstens, weil bei uns eine gute Gesprächskultur entstanden ist und zweitens, weil sich jeder bemüht, sein Bestes zu geben. Damit kann zum Schluss auch das Beste herauskommen, bei allem, was wir uns vorgenommen haben.

Es ist ein Segen, dass es so viele kompetente, aber auch arbeitsfrohe Menschen für unsere Pfarre Maria-Drei-Kirchen gibt, die unermüdlich dazu beitragen, dass so vieles gelingen kann. Stolz ist kein christliches Wort, aber wir dürfen uns wirklich glücklich schätzen über die Lage, in der wir uns befinden.

Dafür bedanke ich mich bei meinen Mitbrüdern und Schwestern, meinen Mitarbeitern, dem Pfarrgemeinderat, Vermögensverwaltungsrat und allen Mitarbeitern in den diversen Ausschüssen und Gruppen. Danke auch den vielen sichtbaren und unsichtbaren Helfern in den unterschiedlichsten Bereichen, wie z.B. beim Pfarrcafé, für das sich viele als einzelne oder als Team regelmäßig Sonntag für Sonntag engagieren. Das ist nicht selbstverständlich. Last but not least möchte ich auch unsere Jugend hervorheben, die irgendwie das ganze Jahr hindurch als Brückenbauer fungiert hat und diese Rolle bewusst und sicher und äußerst friedlich erfüllte.

Ich sage zu jedem einzelnen von euch Danke und Vergelt’s Gott und ich habe die Ehre, euch als Pfarrer dienen zu dürfen.

Euer Pfarrer Cliff Pinto

  •  
  • vorherige
  • 1
  • 2
  • 3
Evangelium von heute Mk 8,27-33 In jener Zeit ging Jesus mit seinen Jüngern in die Dörfer...
Pfarre Maria-Drei-Kirchen
Rennweg 91
1030 Wien

E-Mail schreiben
Datenschutzerklärung
Darstellung: Standard - Mobil