Dienstag 20. Februar 2018
Di., 20. Februar 2018 15:00
Kulturausflug ins Schneekugelmuseum
Di., 20. Februar 2018 18:00
MusiKids
Di., 20. Februar 2018 19:30
Erstkommunion-Elternabend (Freitag-Gruppe)
Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden.
Mk. 1,11

… dem verwandelt sich der Weg …

Laut dem bedeutenden Theologen Karl Rahner ist die Fastenzeit die religiöse Ausdrücklichkeit derjenigen „Fasten-“ und „Passionszeit“, die in unserem ganzen Leben geschieht. Die heutige Wohlfahrts- und Konsumgesellschaft hat sich an das Lügen gewöhnt: überall wird der Eindruck erweckt, es herrsche überall und bei allen heiteres Glück, oder, wo dies noch nicht ganz der Fall sei, wäre es bei einigem guten Willen und dem unaufhaltsamen Fortschritt der Menschheit bald so weit. Aber es bleiben: Schmerz, Alter, Krankheit, Enttäuschung und schließlich der Tod, dem keiner entgeht und der schon das Leben durchherrscht.

Die Frage kann somit nur sein, wie man mit dieser Wirklichkeit des Leides und des Todes fertig wird. Der Christ begreift in Glaube, Hoffnung und Liebe diesen Aspekt seines Lebens als die Teilnahme an der Passion des Herrn.

„Wohl den Menschen, die Kraft finden in dir,

wenn sie sich zur Wallfahrt rüsten.

Ziehen sie durch das trostlose Tal,

wird es für sie zum Quellgrund,

und Frühregen hüllt es in Segen.“

Diese Verse aus einem Pilgerlied des Alten Bundes – es ist der 84. Psalm – kommen einem in den Sinn, wenn man an den Weg denkt, der mit dem Aschermittwoch beginnt und der sechs Wochen durch die Fastenzeit führt, bis er den Höhepunkt in der österlichen Auferstehungsfeier erreicht.

Es mag uns zunächst als ein mühevoller Weg erscheinen, den wir da Jahr für Jahr gehen sollen. Schon unser tägliches Tun fällt uns schwer, und nun sollen wir uns noch zusätzlich anstrengen, Vorsätze fassen, in irgendeiner Weise „fasten“. Wir möchten vielleicht schon etwas tun, aber wir wissen nicht recht, wie wir es anstellen sollen. Und dann scheint uns die Fastenzeit manchmal nur wie ein „trostloses Tal“, so wie es im Psalm heißt.

Aber wir brauchen den Weg nicht allein, und nicht bloß auf uns selbst gestützt zu gehen. –
„Wohl denen, die Kraft finden in dir“, nämlich dem „lebendigen Gott“, zu dem die Pilgernden aufbrechen. Wer diese Kraft erbittet und sie annimmt, dem, so verheißt der Psalm, verwandelt sich der Weg.

Apropos Weg, ich lade Euch ganz herzlich ein, ein Stück des Weges gemeinsam mit mir zu gehen: am Landstraßer Straßenkreuzweg, der am Samstag, 10. März 2018 – Beginn um 15:00 Uhr in der Pfarrkirche Maria Geburt – zum 12. Mal stattfindet. Ich rechne fest mit Eurem zahlreichen Erscheinen und freue mich auf Euch!

Euer Pfarrer Cliff Pinto

Sternstunden

Tatsächlich konnte man vor zwölf Jahren noch nicht vorhersehen, welche Dimension das Sternsingen bei uns erreichen und welche wichtige Rolle die Kinder und Jugendlichen dabei spielen würden.

Wir befinden uns knapp nach der offiziellen Weihnachtszeit (die übrigens bei uns traditionellerweise bis Maria Lichtmess dauert und dann in Maria Geburt mit der schönsten Messe des Jahres feierlich beendet wird), aber der weihnachtliche Gedanke klingt noch ganz stark nach in unserem Pfarrleben. Denn in den Tagen rund um Dreikönig kommen unzählige Kinder und Heranwachsende zum Vorschein, um beim Sternsingen mitzumachen, mittlerweile einem Höhepunkt in unserer Pfarre.

Auch heuer übertraf das Sammelergebnis wieder jenes des Vorjahres und ein neuer Rekord konnte aufgestellt werden – aber darüber will ich jetzt gar nicht sprechen; auch wenn wir uns aufrichtig freuen können, auf diese Weise zahlreiche Projekte in den Ländern des Südens zu unterstützen. Das machen andere Pfarren auch und je nach Größe und unterschiedlichen Voraussetzungen und Möglichkeiten ist das Ergebnis eben höher oder niedriger.

Was mich beeindruckt, ist, wie dieses großartige Ergebnis Jahr für Jahr zustande kommt. Es ist in erster Linie unserer Jugend zu verdanken – die auch sonst das liturgische Jahr verantwortungsvoll mitgestaltet –, die sich als Verantwortlicher für die Sternsingeraktion in unserer Pfarre behauptet. Diese Aufgabe meistern die jungen Menschen bravourös und auf ganz hohem Niveau. Unser Dank, Lob und unsere Anerkennung – wohl auch im Namen der Dreikönigsaktion – gilt ihnen uneingeschränkt.

Aber ich sehe sie auch als Vorbild für unsere Pfarre Maria-Drei-Kirchen. Sie haben längst damit begonnen, sich untereinander zu befreunden und zu vernetzen. Sie bitten und motivieren einander und sind auch dankbar für erwiesene Zusammenarbeit. Ein Konstantin und seine Freunde in Maria Geburt, eine Manuela in der Jacquingasse, die schon seit langem mit den Jugendlichen im ganzen Bezirk vernetzt ist, oder eine Katharina, die selbst gar nicht mehr im Arsenal wohnt, sich aber für die Sache Kirche liebevoll einsetzt, – ihnen allen gelingt es, Begeisterung zu wecken, und Nah- und auch Fernstehende in eine fest verschweißte Gemeinschaft zu holen, die in diesen paar Tagen entsteht. Ich zähle eine Menge an Jugend- und Kinderköpfen, die mitmachen, ich glaube, es sind ca. 150, und jeder, der dabei ist, ist stolz darauf und glücklich, ein Teil des großen Ganzen zu sein!

Die Sternsinger haben am Anfang des neuen Jahres den Ton angegeben für das Pfarrleben in Maria-Drei-Kirchen. Ich wünsche mir, dass es so weitergeht und der Zusammenhalt, die Freude und die Zufriedenheit in unserer Pfarre in allen Belangen und quer durch alle Altersgruppen weiterhin anhält und sich vertieft.

Wer hätte das vor 12 Jahren gedacht, dass wir heute so stehen wie wir jetzt stehen.
Danke lieber Gott, dass wir diese segensreiche Zeit erleben dürfen.

Euer Pfarrer Cliff Pinto

Evangelium von heute Mt 6,7-15 In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn ihr...
Pfarre Maria-Drei-Kirchen
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1030 Wien

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