Donnerstag 13. Dezember 2018
Do., 13. Dezember 2018 14:00
Adventfeier des Club -50+
Do., 13. Dezember 2018 15:45
Erstkommunion-Vorbereitung (VS Petrusg./GTVS)
Do., 13. Dezember 2018 17:00
Mini-MusiKids
Vielmehr habe ich euch Freunde genannt!
Joh. 15, 15

Das andere Fenster

Essen – trinken – Geschenke kaufen – dafür hin- und herlaufen. Das ist für viele Menschen Advent. Jeder Adventkalender hat bekanntlich 24 Fenster, die heute weitgehend vom Konsum bestimmt sind. Ein Fenster für jeden Geschmack: Schokolade, Parfum, Spielzeug und vieles mehr. Längst haben modische Trends religiösem Brauchtum den Rang abgelaufen. Manche nehmen sich vor, am Heiligen Abend wenigstens zur Christmette in die Kirche zu gehen, haben dann aber doch keine Energie mehr, es wirklich zu tun. Nur der Vorsatz ist noch stark, „nächstes Jahr werde ich es anders machen“. Alle Jahre wieder.

 

Darf ich heute mit einem Gedanken zu dir kommen, mit einem Vorschlag? Öffne ein 25. Fenster in deinem Adventkalender, noch bevor du alle anderen aufmachst. Dieses Fenster heißt Glaube und wird dir Gott und seinen Sohn Jesus näherbringen. Denn es gibt ihn, den liebenden Gott für alle. Aus Liebe sandte Gott seinen Sohn Jesus für alle auf diese Welt. Dieser Jesus war und ist Mensch wie du und ich, aber er ist groß und mächtig wie es keiner vor ihm war und keiner es in Zukunft sein wird. Nütze die Adventzeit, um deinen Glauben an Jesus zu erneuern oder ihn neu kennen zu lernen! Versuche, ihm in dieser vorweihnachtlichen Zeit näher zu kommen oder ihn besser kennen zu lernen. Mach dein Herz und deinen Geist für ihn auf, damit er zu dir kommen kann und damit er auch nach Weihnachten bei dir bleiben kann.

 

Wie komme ich ihm näher? Durch meine Gedanken. Ich nütze die Adventzeit, an ihn zu denken und nachzudenken, was er für mich war, was er für mich ist und was er für mich sein wird – Freund und Begleiter, Zuhörer, Ratgeber und vieles mehr. Das ist wichtig, denn ohne diese Gedanken komme ich nicht voran. Und ohne die Verbundenheit mit Jesus verliert Weihnachten auch seinen Sinn, dann bleibt es nur ein beliebiges Fest, ein Fest des Konsums.

 

Also mach dieses Fenster des Glaubens auf! Du brauchst Jesus nicht zu suchen, aber lass ihn dich finden..

 

Dein Pfarrer Cliff Pinto

Credo - ich glaube

Ich beneide den Redakteur der Kirchenzeitung "Der Sonntag", Herrn Stefan Kronthaler, für seine Aufgabe, ständig neue Bücher lesen und seine Meinung dazu äußern zu dürfen. Denn was er Woche für Woche über die gelesenen Bücher schreibt, trifft meist auch meinen Nerv und darum beeile ich mich immer wieder in die Dombuchhandlung, um das eine oder andere empfohlene Buch zu ergattern.

 

So füllt sich mein Bücherregal. Allerdings auch mit ungelesenen Büchern. Aus Zeitmangel stapelt sich die Lektüre und ich muss auf die passende Gelegenheit warten, sie zu lesen. Wie zuletzt im eben verbrachten erholsamen Urlaub.

 

Unter den vielen Büchern, die ich dort lesen durfte, war eines, das ich sehr gerne weiterempfehlen möchte. Es heißt "Credo - das Glaubensbekenntnis verstehen" von Hubert Philipp Weber (Matthias Grünewald Verlag). Ich habe schon mehrere Bücher zum Thema Credo gelesen, aber dieses ist ein außergewöhnliches Werk, gerade in einer Zeit, wo es wichtig ist, unsere katholische Identität wieder zu entdecken. Dafür ist dieses Buch sicher gut geeignet.

 

Nach einem überzeugenden Glaubensvortrag von Dr. Matthias Beck (ich bedanke mich im Namen des St. Michaelsbundes und der St. Klara-Frauengruppe für ein volles Haus an interessierten Besuchern!), fühlt sich so mancher jetzt sicherlich inspiriert, mehr über unseren Glauben wissen zu wollen. Es ist das Gebot der Stunde, das Christsein wieder neu zu entdecken, damit wir in den Stürmen der Zeit gut gerüstet sind und im Gespräch mit Nicht- oder Andersglaubenden wissen, worum es beim Christentum überhaupt geht. Uns wurde Glaube oft nebenbei vermittelt, ohne dass wir danach gefragt hätten. Wir wurden getauft, gingen zu Erstbeichte und Erstkommunion und bei der Firmung, wo wir eigentlich bewusst von der Gnade Gottes erfahren sollten, stellte sich dann oft heraus, dass das Fundament des Glaubens wahrscheinlich zu schwach angelegt war, dass die Basis fehlte, und wir uns die Mühe einer intensiven Glaubensvertiefung wohl nicht mehr machen würden. Doch vielleicht kann dieses Buch dazu beitragen, die Freude am Wissen über den Glauben wieder zu wecken.

 

In diesem Sinne wünsche ich heute vor allem den Eltern unserer neuen Firmkandidaten, aber auch allen anderen eine gute Vorbereitung auf den Advent.

 

Euer Pfarrer Cliff Pinto

Alles Leben ist Wandel

Fast schlagartig, von einem Tag auf den anderen, hat heuer der Sommer begonnen und einen langen kalten Winter abgelöst. Die heißen Tage und Nächte brachten für mindestens drei Monate kaum Kühlung in unserem Teil der Erde. Klimawandel heißt das Thema, das in aller Munde ist und es scheint, als hätten wir etwas davon zu spüren bekommen.


Wandel kann man nicht nur im Klimabereich erfahren, sondern auch in der Natur, die uns umgibt. Ich hatte das Vergnügen, an diesen heißen Tagen in der Früh und am Abend unsere Pflanzen im Pfarrgarten zu gießen. Weil es regelmäßig geschah, waren sie auch immer grün und fruchtbar. Allerdings musste ich einen gewissen Rhythmus einhalten. Habe ich es einmal verabsäumt, die Pflanzen rechtzeitig zu gießen, haben sie traurig ihre Blätter hängen gelassen, doch wenn sie dann wieder reichlich Wasser bekommen haben, haben sie ihre dankbare Freude mit Blüten und Früchten gezeigt. Auch die Wespen, die mich beim Gießen umschwirrt haben, und die mich immer sehr nervös machen, stellten keine Gefahr für mich dar, sie waren nur an den Wassertropfen interessiert, an der Flüssigkeit, die sie zum Überleben brauchen. Diesen Wandel - von der Dürre zur Fülle - zu beobachten, war für mich herrlich.


In der Schule war ich ein frecher Bursche und wahrscheinlich war ich der Schreck der Lehrerinnen. Sie haben eher versucht, mich zu ignorieren, als sich mit mir zu unterhalten. Doch eines Tages bekam ich unerwartet ein Bravo von einer Lehrerin, und plötzlich habe ich gespürt, wie schön es ist, ein Kompliment zu erhalten und gelobt zu werden. Es war ein Wendepunkt für mich, und von da an habe ich mich bemüht, einen persönlichen Wandel zu vollziehen.
Halten wir am Anfang des neuen Schuljahres kurz inne und denken wir an den Tropfen Wasser, der Leben schenkt oder an ein lobendes Wort, das einen anderen aufzubauen vermag. Und denken wir vor allem an das verzeihende versöhnende Wort, das für jeden Menschen, egal welchen Alters, einen inneren Wandel bewirken kann - für den, der es ausspricht und für den, an den es gerichtet ist. Dann können wir jeden Klimawandel ertragen. .

 

Euer Pfarrer Cliff Pinto

Ein Blick zurück!

 

 

Im Vorübergehen der Zeit innehalten.
Zurückschauen und sehen,
was das Leben gegeben hat.
Sich wundern,
wie viel sich ereignete
in den erlebten Jahrzehnten.

 

Dankbar sein
für das Gute, das Schöne
auf unserem Lebensweg.
Wahrnehmen
und wahr sein lassen,
wie schnell alles ging.

 

Wieder und wieder staunen,
durchgekommen zu sein
durch Gefahren, Ängste, Krankheit,
manch harte Enttäuschung.
Abermals Schmerz empfinden
über Abschiede, Trennungen, Sterben.
Vielleicht das Trauern nachholen.

 

Nochmals erschrecken
über Krieg, Unrecht, Verbrechen,
die Abwesenheit von Menschlichkeit
in unserem Jahrhundert.
Sich erinnern und nicht vergessen.


Aber auch Freude zulassen
über Mauern, die stürzten.

Im Vorüber der Zeit
der erlebten Behütung
betend gedenken.


Im Blick zurück entdecken:
Wir wurden geführt.
Aus alle den Erfahrungen
die Zuversicht schöpfen:
In jeder Zukunft bist du unser Leben.

 

Theresia Hauser (aus: Gute Wünsche sind wie Sonnenstrahlen – Für besondere Tage des Lebens, Verlag Grünewald)

 

In diesem Sinne wünsche ich Euch ein wenig Zeit zum Zurückblicken auf das vergangene Schul-  und Arbeitsjahr und wünsche Euch vor allem erholsame Sommerferien!.

Dein Pfarrer Cliff Pinto

Danke

Einerseits ist unser Arbeitsjahr sehr schnell verflogen, andererseits ist viel geschehen, so dass es durchaus auch ein langes Jahr war. Es gibt für unsere Arbeit zwar keine Schulnoten und auch keine Vergleichstabellen mit anderen Pfarren, aber eines können wir mit Gewissheit sagen: dass wir nicht stehen geblieben sind. Da war gar keine Zeit, etwas groß Revue passieren zu lassen oder sich in aller Gemütlichkeit auf ein Achterl zurückzulehnen. Nein, gleich gab es Pläne für Neues, manches sogar schon für das kommende Arbeitsjahr. Mitunter macht mir das sogar ein bisschen Angst, weil ich befürchte, dass wir zu wenig Zeit für eine gute Vorbereitung haben. Doch es beruhigt mich dann, dass die Organisation all unserer Vorhaben in vielen verschiedenen – kompetenten und engagierten – Händen liegen.

Wir befinden uns mit der Pfarre Maria-Drei-Kirchen in einer ziemlich glücklichen Lage. Alle unsere Teilgemeinden sind mit Leben erfüllt und unsere gemeinsamen sakramentalen Vorbereitungen waren in diesem Jahr wirklich außerordentlich. Wir hatten ja eine Rekordzahl an Kindern und Jugendlichen, die heuer zur Erstkommunion und zur Firmung gingen. Auch die Sternsinger legten die Latte heuer so hoch, die es jedem fast unmöglich macht, sie zu überschreiten. Ebenso konnte der Straßenkreuzweg diesmal mit einer Rekordbeteiligung aufwarten. Ich wähle diese Beispiele, weil sie gewissermaßen ein Merkmal unserer Pfarre geworden sind. Aber auch alle anderen Ereignisse waren wohlbedacht, gut organisiert und mit viel Engagement und Liebe durchgeführt.

Wofür ich heute meinen besonderen Dank aussprechen möchte, ist das Pfarrcafé. Es finden in unseren Teilgemeinden Arsenal und an der Muttergotteskirche ebenfalls – zum Teil anlassbezogene – Agapen statt, aber in Maria Geburt ist die Bewirtung und das Zusammensitzen nach der 10 Uhr-Messe sozusagen ein Dauerprogramm und Herzstück des Pfarrlebens. Es ist nicht selbstverständlich, dass sich jede Woche wieder jemand findet, der das vorbereitet, organisiert, finanziert und durchführt. Es ist pure Liebe und Hingabe und eine unbezahlbare Bereicherung für die Pfarre. Meine Hochachtung! Für all das danken wir dem lieben Gott, der immer gnädig auf uns schaut und mit uns unterwegs ist. 

Ich möchte meinen Dank nicht beenden, ohne eine Neuigkeit zu sagen: Nämlich, dass unsere Jugend, die gestern klein war, mittlerweile groß geworden ist und Verantwortung in unterschiedlichen Bereichen unseres Pfarrlebens übernommen hat. Da bin ich demütig und stolz zugleich, und vor allem glücklich, denn die Kirche liegt ja in ihren Händen. Und deshalb freue ich mich jetzt auch ganz besonders auf die erste Jugendmesse, die wir am 10. Juni miterleben und mitfeiern dürfen, denn damit haben wir einen neuen Meilenstein erreicht.

Dein Pfarrer Cliff Pinto

Die letzten 10 Prozent

Es ist leicht, die Weihnachtszeit abzuschließen. Bereits am 26. Dezember sieht man den einen oder anderen Christbaum, der gleich nach dem Fest auf einer Sammelstelle entsorgt wurde. Damit man in der Wohnung Platz hat, um mit Familie und Freunden Silvester feiern zu können. Im Supermarkt wird übriggebliebener Lebkuchen und Weihnachtsschmuck billig abverkauft. Weihnachten ist vorbei, erst im nächsten Jahr beginnt der Rummel von neuem.

Äußerlich ist Ostern schlichter, auch wenn der Handel bereits viele Ideen hat, wie das Fest „richtig“ zu konsumieren sei. Die Ostereier sind für viele Menschen leider das einzige Symbol für das Fest der Auferstehung Christi geblieben, aber auch die sind bald aufgegessen oder werden schon am Ostermontag wieder verpackt und weggeräumt.

Im Grunde sind alle Menschen gleich auf dieser Erde. Sie orientieren sich an der Sonne – von ihrem Aufgang jeden Morgen, bis sie am Abend wieder untergeht. In der ganzen Welt gestaltet man das Leben entsprechend diesem Rhythmus. Manche glauben, das Leben dauert nur so lange, so lange man eben lebt. Es gibt Agnostiker, Atheisten, Religionen, die unterschiedliche Deutungen für das Leben interpretieren.

Wir Christen sind auch nicht anders in der Gestaltung unseres Lebens. Zu 90 Prozent sind wir von denselben Sorgen betroffen, von derselben Freude, vom selben Leid, von derselben Hoffnung und auch derselben Liebe. Was uns aber ausmacht, sind die letzten 10 Prozent, nämlich der Glaube an das ewige Leben. Das kann man nicht beweisen oder wissenschaftlich definieren, mit schöner Sprache formulieren oder in der Bibliothek nachschlagen. Unsere Sonne heißt Jesus Christus, welche für alle gleich scheint und immer da ist. Auch wenn sie vermeintlich untergeht, woanders geht sie gerade auf. Unser Leben scheint schön, wenn wir beim Gießen einer Pflanze sehen, dass die Blätter nun sauber sind und die Erde nass ist. Aber das richtige Leben für die Pflanze beginnt, wenn das Wasser die Wurzeln erreicht.

Darum möge Ostern nicht ein Wirtschaftsfaktor werden wie Weihnachten, sondern Glaube an das ewige Leben, das wir alle brauchen. Ostern ist ein Programm für jeden Tag, für das ganze Jahr, für das ganze Leben. Vielen fällt der Glaube an die Auferstehung schwer, darum ist es auch so schwer, an das ewige Leben zu glauben. Jesus, der von diesem ewigen Leben deutlich gesprochen hat, seine Worte und seine Handlungen sind der einzige Beweis, den wir haben.

Ich glaube daran und wünsche mir, dass auch du glaubst. Auf diesem Glaubensweg will ich nicht allein sein, sondern mit dir gemeinsam!

Dein Pfarrer Cliff Pinto

Evangelium von heute Mt 11,7b.11-15 Als sie gegangen waren, begann Jesus zu der Menge über...
Pfarre Maria-Drei-Kirchen
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