Saturday 13. August 2022

Neue Ziele – neue Aufgaben

Den Monat Juli habe ich der Gesundheit gewidmet. Nachdem bei einer Gesundenuntersuchung ein paar Mängel an meinem Körper entdeckt worden sind, musste ich mich dringend darum kümmern, dass kein weiterer Schaden entsteht. Und so war ich beinahe den ganzen Juli Gast bei den Barmherzigen Brüdern im 2. Bezirk und bedanke mich ganz recht herzlich für die Fürsorge, die ich dort erleben durfte … bedanken möchte ich mich bei Hochwürden Oberarzt Dr. Ignaz Hochholzer, der sich stets bemüht hat, mir den Spitalsaufenthalt so angenehm wie möglich zu machen, bei Dr. Wilfried Lang, dem Vorstand der Neurologischen Abteilung und seinem Ärzteteam sowie bei Dr. Christoph Neumayer, der mein äußerst gefährdetes Carotis-Problem meisterhaft behandelt hat. Ebenso danke ich allen Krankenschwestern, ÄrztInnen und dem gesamten Personal für ihre aufopfernden Dienste, die sie mir während meiner Aufenthalte in den verschiedenen Stationen angedeihen ließen.


Nun bin ich wieder daheim und muss noch in einigen Punkten auf meine Gesundheit aufpassen. Noch ein paar Wochen Ferien und Urlaub liegen vor uns – danach geht das Arbeitsleben wieder weiter – auch für mich. Meine größte Sorge ist die Spannung, die ich in mir spüre und die Frage: Wie wird es weitergehen? Nichts ist so, wie es einmal war und kann auch nicht so sein, wenn man sich weiterentwickeln und Aufgaben beizeiten anpassen möchte. Auf alle Fälle sehe ich der Pfarrgemeinderatsklausur, die wir am ersten Oktober abhalten möchten, mit großer Freude und Erwartung entgegen. Wir werden neue Ziele definieren und sie auch tatkräftig verfolgen müssen, aber ich bin mir ganz sicher, dass uns das mit der Hilfe des Heiligen Geistes gut gelingen wird. 


Ich wünsche euch ruhige und angenehme Resturlaubstage – bleibt vorsichtig und bleibt gesund! Möge euch der Aaron-Segen weiterhin begleiten:


„Der Herr segne und behüte uns.
Er lasse sein Angesicht über uns leuchten und sei uns gnädig.
Er schaue auf uns und schenke uns seinen Frieden.
Das gewähre uns der dreifaltige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Singet Lob und Preis, dankt Gott dem Herrn.“
 

Euer Pfarrer Cliff Pinto

Motorschaden

Etwas verspätet kommt der Urlaubssegen für euch – der Grund ist ein „Motorschaden“ meinerseits. Wir befinden uns im Christophorus-Monat, wo traditionell auch Fahrzeuge gesegnet und Spenden für die MIVA-Aktion gesammelt werden. Denn wo für uns ein Auto – besonders in Zeiten des Klimawandels und Energiemangels – einigermaßen einen Luxus darstellt, so ist es an vielen Orten der Welt ein Muss und überlebensnotwendig, jedoch Mangelware. Davon weiß ich aus eigener Erfahrung während meiner Missionstätigkeiten.

 

Apropos „Motorschaden“: Manchmal lernt man mit schmerzlicher Erfahrung, dass unser Körper auch wie ein Auto sein kann. Wenn ich meinen eigenen Körper wie ein Auto betrachte, so habe ich den einen oder anderen Schaden zwar bemerkt, bin aber – um am Ende des Schuljahres das Ziel zu erreichen – trotzdem weitergefahren. Es war zwar emotional schwer, aber ich musste ins Ziel kommen. Erst danach habe ich mich pflichtbewusst in die „Kfz-Werkstätte“ – sprich, ins Krankenhaus – begeben und man hat einige schwerwiegende Mängel entdeckt, die dringend einer Reparatur bedürfen. So wird mein Sommer zwischen Krankenhausbesuchen und einigen nötigen Aufgaben pendeln. Gewünscht hätte ich mir eine etwas ruhigere Zeit. Da ich merke, dass Ruhe ein relativer Begriff ist, werde ich trotzdem versuchen, diese zu gewinnen – auch wenn es nur für ein paar Augenblicke ist.

 

Euch aber wünsche ich einen Urlaub der Erholung und Ruhe! Dazu begleite euch der Aaron-Segen:

Der Herr segne und behüte uns.

Er lasse sein Angesicht über uns leuchten und sei uns gnädig.

Er schaue auf uns und schenke uns seinen Frieden.

Das gewähre uns der dreifaltige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

Singet Lob und Preis, dankt Gott dem Herrn.

 

Habt einen schönen Sommer!

 

Euer Pfarrer Cliff Pinto

Ich mache mir Sorgen

Das Schul- und Arbeitsjahr geht seinem Ende zu. Was für ein Jahr war das! Wie schon zuvor hat uns Corona beschäftigt. Mit Angst und Vorsicht waren wir bemüht, möglichst glimpflich davonzukommen. Der Stand, auf dem wir uns momentan befinden, ist jedoch weiterhin schwierig. Vorsicht ist zwar nach wie vor das Gebot der Stunde, aber haben wir die Angst überwunden? Ich habe den Eindruck, man bemüht sich, sich irgendwie zu arrangieren.

 

In der Pfarre ist es nach den Lockerungen der Maßnahmen gelungen, einige Termine endlich wie geplant zu gestalten – besonders jene unserer Sakramentenspendung. Das waren zwei wunderschöne Erstkommunionen und eine sehr bewegende Firmung mit beinahe 50 Kandidaten, denen unser Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn persönlich das Sakrament der Firmung spendete. Ich mache mir jedoch Sorgen um den Besuch der sonntäglichen Messen. Die Besucher, die wir in den Zeiten vor Corona hatten, scheinen in dieser „Diaspora“ verloren gegangen zu sein. Nicht einmal das altbewährte wöchentliche Pfarrcafé in Maria Geburt findet mehr regelmäßig statt. Ich mache mir Sorgen.

 

Eine Wiederentdeckung der Freude an Gemeinschaft und Glaubensleben ist dringend notwendig! Ist es doch ein Zeichen für Leben, Nächstenliebe und Hoffnung für alle. Ich meine, Kirche darf das einfordern. Eine kleine Gemeinde nur zu verwalten ist zu wenig und viel Energie dafür aufzuwenden –  gerade in Zeiten wie diesen, wo die Kosten in alle Richtungen explodieren – geradezu verschwenderisch. Für das Wohl der Gemeinde kann jede und jeder einen Beitrag leisten, indem sie und er die wahre Freude an der Begegnung wiederentdeckt. Für sich selbst und für Gott in seiner Kirche. Darum wünsche ich mir ab sofort, dass wir in unserer Pfarre wieder einen neuen Lebensrhythmus finden – darum bitte ich euch alle, die Großen und die Kleinen.

 

Aufrichtig bedanken möchte ich mich bei all jenen, die uns in jeglicher Weise in den schwierigen Zeiten von Corona unterstützt haben. Eurem unerschrockenen Glauben und der tapferen Unterstützung mit Liebe und Aufopferung gilt mein Dank und ein herzliches Vergelt’s Gott. Ihr seid die wahren Helden!

 

Bis wir uns bald wiedersehen,

 

Euer Pfarrer Cliff Pinto

Nebeneinander gehen

„Gehe ich vor dir, dann weiß ich nicht, ob ich dich auf den richtigen Weg bringe.
Gehst du vor mir, dann weiß ich nicht, ob du mich auf den richtigen Weg bringst.
Gehe ich neben dir, werden wir gemeinsam den richtigen Weg finden.“

 

Dieses Sprichwort aus Südafrika passt, finde ich, gut zur österlichen Zeit – ganz besonders im Zusammenhang mit dem Emmaus-Gang, über den das Lukas-Evangelium im Kapitel 24, Vers 1-36 so eindringlich und einfühlsam berichtet.

 

Wir befinden uns im Marienmonat Mai und haben die konstituierende Sitzung des neuen Pfarrgemeinderates gerade hinter uns. Die letzte Periode war zugleich die erste für unsere zusammengelegte Pfarre Maria-Drei-Kirchen – und sie hat von uns allen einiges gefordert. Die neue Periode für die nächsten fünf Jahre wird auch nicht leichter sein und kann nur gelingen, wenn wir es im Sinne des oben erwähnten Zitates angehen.

 

In unseren Gemeinden finden alle Katholiken der unterschiedlichen Generationen eine wohlbehütete Glaubensheimat. Doch damit wir auch wieder ein Leben in Fülle genießen können, wünsche ich mir, was uns vor Corona-Zeiten Freude gemacht hat: nämlich die uneingeschränkte Teilnahme an den Heiligen Messen, musikalische Unterstützung auch wieder einmal durch unsere bunt gemischte Musikgruppe All-Together oder die rege Beteiligung und Mithilfe bei unseren Pfarrcafés – um den einen oder anderen Impuls zu geben.  

 

Bei all unseren Sorgen und Wünschen hilft nur, wenn der Herr neben uns mitgeht. Wir bitten um die Fürsprache seiner Mutter, dass er uns auf ihr Wort hin begleitet in den kommenden herausfordernden Zeiten.

 

Euer Pfarrer Cliff Pinto

Alles im Griff?

… so lautet der Titel eines Vortrags- und Gesprächsabends im Rahmen der Theologischen Kurse der Akademie am Dom im Mai, der mir ins Auge gesprungen ist. Dieses Thema beschäftigt mich gedanklich bereits länger und ich habe dazu ein Zitat gefunden, das ich im Schaukasten angebracht habe. Es lautet: „Wir haben vieles in der Hand, aber nicht alles im Griff“. Wie wahr!

 

Die NATO, Russland, die Ukraine – alle dachten, dass sie es in der Hand hätten; Entscheidungen, Erfolg, das Recht auf ihrer Seite, die Situation im Griff. 
Mittlerweile wissen wir, dass ihnen alles entglitten ist. Ähnlich konnten wir es bei der Corona-Pandemie beobachten. Politiker, Virologen und Experten versicherten den besorgten und erkrankten Menschen, sie befänden sich in guten Händen, heute fällt es uns schwer zu glauben, sie hätten noch alles im Griff.

 

Ist das in unserem eigenen Leben nicht auch so? Wie oft denken wir, alles in der Hand zu haben, aber dann rutschten die Dinge weg, weil wir sie nicht im Griff haben. 

 

Wir treten ein in die Karwoche und feiern danach Ostern. Es geht um die Person Jesus. Dieser Jesus von Nazaret schien alles in der Hand zu haben, beeindruckte durch seine Güte, seine Worte, seine Taten – und auf einmal, am Karfreitag, verliert er den Zugriff auf das, was in seiner Hand gewesen ist. Ein Mensch, der alles im Leben hätte haben können, erleidet am Ende einen erbärmlichen Tod am Kreuz. Eine Schande ist das und eine Tatsache zum Verzweifeln.

 

So dachten die Menschen zumindest damals. Aber sie vergaßen, dass Gott stärker ist als all diese Verzweiflung, stärker als Folter und Tod. Denn Jesus besiegt den Tod und steigt aus dem Grab. Er hat uns den Glauben gegeben, er hat uns den Glauben gelehrt und er hat uns gesagt, dass wir im Glauben beharren sollen. 

 

Ein Glaube, der geübt gehört. Dann ist die Auferstehung für alle gegeben, die in diesem Glauben sterben. Also: Wir können alles in der Hand haben, aber Gott schaut, dass wir es im Griff behalten.

 

Halleluja. Frohe Ostern!
 

 

Euer Pfarrer Cliff Pinto

Der März 2022

Der Monat März beginnt schmerzhaft, so wie vor zwei Jahren, als Corona bei uns spürbar wurde und wir in den ersten Lockdown gingen. Langsam verabschieden wir uns von den strengen Corona-Regeln, aber nun haben wir eine andere große Sorge: Der Krieg in der Ukraine und seine Auswirkungen. Beten wir, dass er bald glimpflich zu Ende geht und keine endlose oder aussichtslose Geschichte daraus wird.

 

Der März 2022 ist ein wichtiger Monat auch für die Kirche in Österreich und für unsere Pfarre. Der Aschermittwoch fällt heuer in den März, damit auch der Beginn der Fastenzeit. Am 20. März werden alle Kinder, die sich heuer auf das Sakrament der Erstkommunion vorbereiten, in Maria Geburt der Pfarrgemeinde vorgestellt – ein Ereignis, das uns die letzten zwei Jahre abgegangen ist. Dasselbe gilt auch für unseren bewährten Straßenkreuzweg am 26. März, den wir heuer im dritten Anlauf tatsächlich durchführen möchten – zum bereits 14. Mal!

 

Was aber diesen Monat wirklich besonders macht, ist die kommende Pfarrgemeinderatswahl am 20. März. Durch diese Wahl wird eine neue Zeit und vielleicht eine neue Richtung eingeschlagen. Ich hoffe, möglichst viele Wähler und Wählerinnen und auch die Kinder, die über ihre Eltern ebenfalls ein Stimmrecht haben, machen das möglich. Wir dürfen uns glücklich schätzen, dass wir dank der Arbeit unserer Pfarrgemeinderäte und Pfarrgemeinderätinnen der vergangenen 5 Jahre gut dastehen in Punkto Pfarrleben. Aber die kommende Periode wird eine Herausforderung sein. Und somit erbitte ich Gottes Segen für alle Kandidaten und Kandidatinnen, die sich bereit erklärt haben, diese Herausforderung anzunehmen.

 

Ebenfalls im März sollen Abstandsregeln, Masken und einiges mehr fallen und uns das Leben nach der harten Corona-Zeit wieder einigermaßen erleichtert werden. Möge diese Fastenzeit uns helfen, das Geschenk und die Freude des Lebens neu zu entdecken.

 

Euer Pfarrer Cliff Pinto

Fröhlich sein, Gutes tun

„Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen“, so lautete das Motto vom Hl. Johannes Bosco, dem Gründer der Salesianer. Noch ist die Faschingszeit in vollem Gange – auch wenn es wegen Corona nicht viele Möglichkeiten gibt, die Fröhlichkeit äußerlich auszudrücken. Aber unsere innere Fröhlichkeit, die dürfen wir behalten, denn Gott behütet und begleitet uns –  auch in stürmischen Zeiten. Ich denke an unsere überaus erfolgreichen Sternsinger oder die gelungene Maria Lichtmess-Feier, um nur ein paar Ereignisse der jüngeren Vergangenheit zu nennen.

 

In Dankbarkeit erwähnen möchte ich die gesamten letzten fünf Jahre, in denen unsere tapferen Pfarrgemeinderäte die Kirche und ganz konkret unsere Pfarre Maria-Drei-Kirchen begleitet haben. Hinter jedem einzelnen Namen stand ein Programm, das mit viel Fleiß und Verantwortung in Liebe und Aufopferung geleistet wurde. Die vergangenen fünf Jahre waren in unterschiedlicher Weise herausfordernd, und trotzdem: wir stehen heute voll Hoffnung für die Zukunft da. Dafür möchte ich mich bei denen bedanken, die mittels ihrer individuellen Fähigkeiten das Ruder zu ruhigem Ufer gelenkt haben, auch wenn es da und dort stürmisch war. Euer Gebet hat sie getragen und sie haben es mit Liebe zum Wohl der Gemeinde umgestaltet. Dafür sage ich im Namen aller ein herzliches Vergelt’s Gott!

 

Die Wahl für die nächste Periode 2022-2027 steht vor der Tür und viele unserer bewährten Pfarrgemeinderätinnen und -räte haben sich freudig bereit erklärt, wieder dabei zu sein. Zu meiner großen Freude befinden sich auch einige neue Gesichter auf der langen Liste derer, die wir am 20. März zu wählen haben. Es erfüllt mich mit Dankbarkeit, dass es nicht die Krisen der Kirche, sondern die Sendung Jesu ist, die letztlich zählt und Menschen leitet und überzeugt. So bin ich froh und erleichtert, keine Mühe dabei gehabt zu haben, Kandidaten zu suchen und zu finden.  Ich bedanke mich jetzt schon bei allen für ihre Bereitschaft, weiter- bzw. mitzumachen. Die Aufgaben, die wir vor uns haben, sind gewissermaßen eine Fortsetzung des Begonnenen. Dafür sind weiterhin guter Wille, Eintracht und Fingerspitzengefühl notwendig und ich wünsche dem neuen Pfarrgemeinderat schon jetzt alles Gute, Gottes Kraft, Ausdauer und Weisheit für ihre Arbeit. Die aus persönlichen oder familiären Gründen ausscheidenden Pfarrgemeinderäte werden uns weiterhin begleiten und unterstützen, wo immer es ihnen möglich ist. Dafür ein Herzliches Vergelt’s Gott!

 

Wir sind trotz allem fröhlich geblieben, haben miteinander viel Gutes getan und auch viele Spatzen pfeifen lassen. So möge die kommende Zeit kommen – wir sind bereit!

 

Euer Pfarrer Cliff Pinto

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Pfarre Maria-Drei-Kirchen
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