Freitag 17. April 2026

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Pfarre Wolkersdorf
Kirchliche Orte der Begegnung

Unsere Kirche und Kapellen

Fotostudio Semrad
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Pfarrkirche in Wolkersdorf

Die Stadtpfarrkirche hl. Margaretha in Wolkersdorf hat ihren Ursprung im Mittelalter und ist eng mit der Entwicklung des Ortes verbunden, der bereits 1187 urkundlich erwähnt wurde. Der älteste erhaltene Bauteil der Kirche ist der gotische Chor, der vor 1350 errichtet wurde und bis heute mit seinem Kreuzrippengewölbe ein bedeutendes Zeugnis dieser Epoche darstellt.

Das heutige Kirchenschiff entstand vermutlich erst in der Barockzeit und wurde 1727 neu erbaut bzw. erweitert, wodurch die Kirche ihr heutiges Erscheinungsbild erhielt. In dieser Zeit wurden auch wesentliche Ausstattungen geschaffen, die den barocken Charakter prägen.

Die Geschichte der Pfarre ist von den religiösen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Region geprägt. Besonders die Pestjahre des 17. und frühen 18. Jahrhunderts hinterließen ihre Spuren im religiösen Leben und fanden Ausdruck in kirchlichen Denkmälern und Stiftungen.

Bis heute bildet die Pfarrkirche das geistliche Zentrum von Wolkersdorf und steht als sichtbares Zeichen für die lange geschichtliche und kulturelle Tradition der Stadt.

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Kapelle (Lourdes-Kloster)

Die Maria-Lourdes-Kapelle steht an der Ecke Johannesgasse/Alleegasse und wurde 1890 zu Ehren der lieben Frau von Lourdes gebaut.

 
Die benachbarte Wohnanlage war früher ein Kloster (Kongregation der Töchter der Göttlichen Liebe). Die Schwestern betreuten neben der Kapelle auch den Kindergarten.

 
Im Altarraum steht die Weinland-Madonna, eine aus Lindenholz geschnitzte Marienstatue. Sie trägt im rechten Arm das Jesuskind und hält in der linken Hand eine Weintraube.

 
Zur Zeit ist die Kapelle wegen Baumängel geschlossen. Die Gottesdienste finden bis zur Fertigstellung der Reparatur in der Pfarrkirche statt.

(Die Kapelle ist jeden Tag geöffnet und ladet ein zum Beten und Verweilen. Heilige Messen werden jeden Sonntag (Früh- und Abendmesse) und jeden Mittwoch (Abendmesse) gefeiert.)

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Filialkirche Riedenthal

Die Filialkirche Riedenthal, dem heiligen Franz Xaver geweiht, wurde im Jahr 1773 errichtet und gehört zur Pfarre Wolkersdorf. Das schlicht gehaltene Gotteshaus ist ein spätbarocker Bau mit Rundapsis und Dachreiter und prägt das Ortsbild am südlichen Ortsrand von Riedenthal.

Im Inneren zeigt sich die Kirche in einfacher Gestaltung mit Flachdecke und einem leicht eingezogenen Altarraum. Das Altarbild aus dem Jahr 1822 stellt den Kirchenpatron dar. Die Ausstattung wurde im Laufe der Zeit ergänzt, darunter die Orgel von 1932 sowie historische Glocken, von denen eine bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht.

Bis heute ist die Filialkirche ein wichtiger Ort des religiösen Lebens in der Ortschaft.

Kapelle in Riedenthal

Die Renaissance-Glocke

Im Rahmen einer wissenschaftlichen Untersuchung wurde 2009 in der Kapelle von Riedenthal eine lange Zeit in Vergessenheit geratene Glocke aus dem 16. Jahrhundert wiedergefunden. Diese Glocke aus dem Jahr 1541 ist älter als die Kapelle selbst.


Wolfgang Galler hat im Heimatkundlichen Beiblatt zum Amtsblatt der Bezirkshauptmannschaft Mistelbach einen ausführlichen Artikel zur Renaissance-Glocke von Riedenthal verfasst.