Monday 26. February 2024
Evangelium von heute Lk 6, 36-38 + Aus dem heiligen Evangelium nach...
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Joh. 10, 11
Namenstage Hl. Adalbert, Hl. Dionysius, Hl. Mechthild, Hl. Ottokar (Odoakar) von...
„Wenn wir Gott unsern Vater nennen, müssen wir uns auch als Söhne Gottes verhalten.“
hl. Cyprian
MOLDAU: Rohringer Irene

„Wir beten, dass dieser Konflikt bald endet und alle Flüchtlinge zurückkehren können“

"Als der Ukraine-Krieg begann, konnte unsere kleine NGO „Optima Fide“ nicht passiv bleiben - die Zahl der Flüchtlinge ist nicht zurückgegangen. Tag für Tag erhalten sie spirituelle, moralische, psychologische und materielle Unterstützung." Ein Bericht aus Moldau.

In den ersten Monaten war unser Team sieben Tage die Woche rund um die Uhr im Einsatz und beantwortete Anrufe auch nachts. Wir gingen zur Grenze, um Flüchtlinge mit kleinen Kindern abzuholen. Es waren sehr schwierige Zeiten, sowohl körperlich als auch emotional. Während wir den Ukrainern halfen, machten wir uns Sorgen um unsere Familien und wussten nicht, wohin wir fliehen sollten, sollte dieser Konflikt auch uns berühren. Wir lebten fast mit gepackten Koffern und Dokumenten. Aber mit der Zeit haben wir uns an die Situation angepasst und sie akzeptiert.


Die Zahl der Flüchtlinge in unserem Zentrum ist nicht zurückgegangen; Tag für Tag erhalten sie spirituelle, moralische, psychologische und materielle Unterstützung. Außerdem bieten wir sechs Familien Wohnraum in Chisinau, was aber nur mit finanzieller Unterstützung ausländischer Sponsoren möglich ist.
Im Laufe der Arbeit haben wir festgestellt, dass es einen Prozentsatz von Flüchtlingen gibt, die nicht nach der Zerstörung ihres Hauses in die Republik Moldau kamen, sondern um hier humanitäre Hilfe zu erhalten, die sie im Prinzip nicht brauchten. Mit der Zeit begannen wir zu unterscheiden und weigerten uns, diesen Ukrainern zu helfen – damit mehr für diejenigen bleibt, die tatsächlich arm dran sind.
Beispielsweise helfen wir täglich mit der Essensversorgung. Es gab Familien, die in sehr teuren Autos für 2-3 Portionen Essen bei uns vorfuhren, wohlwissend, dass sie von uns zusätzlich Haushaltsmaterialien und Kleidung bekommen könnten. Wir haben Prioritäten gesetzt und unterstützen nur noch Familien mit Kindern und ältere Menschen.
In diesem Jahr erkannten viele Flüchtlinge, dass dieser Konflikt andauern würde, und begannen, nach Beschäftigung zu suchen. Manche finden Arbeit in ihrem Beruf, manche absolvieren zusätzliche Umschulungen.
Wir haben zum Beispiel eine Frau mit großer Erfahrung im Bereich Medizinischer Massage. Wir haben eine Massageliege gekauft und jetzt bietet sie in unserem Zentrum fast täglich Massagen für Flüchtlinge aus der Ukraine an. Eine weitere unserer Begünstigten hat einen Friseurkurs in Chisinau abgeschlossen und bietet einmal pro Woche allen Menschen aus der Ukraine Friseurdienste in unserem Tageszentrum an. Irina, früher Cellistin an der Oper Odessa, ist als Ehrenamtliche die Stütze der Flüchtlingsarbeit im Tageszentrum. Ohne sie könnte vieles nicht bewältigt werden ohne zusätzliche Angestellte.
Bisher haben 23.777 Flüchtlinge Hilfe in unterschiedlicher Form erhalten, 14.216 warme Mahlzeiten wurden verteilt.
Wir alle hoffen wirklich und beten, dass dieser Konflikt bald endet und alle Flüchtlinge in ihre Häuser, zu ihren Familien zurückkehren können.

Olga, Mitarbeiterin von Optima Fide

 

Spenden für die Ukraine-Flüchtlingsarbeit von Optima Fide:

Begünstigter: Fundatia "Optima Fide", CHISINAU, Str. Mitropolit Dosoftei 100 ap. 75

Bank: BC "Victoriabank" SA

IBAN: MD83 VI 0225 1030 0000 027EUR

SWIFT: VICBMD2X

 

 

Pastoralamt der ED. Wien Weltkirche und Entwicklungszusammenarbeit
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1010 Wien

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