Sonntag 1. März 2026

Bibelstunde mach mit!

 

Wir sind eine Gruppe von Christen, mal größer, mal kleiner, die gerne in der Hl. Schrift lesen. 

 

Wir lesen immer das Evangelium des nächsten Sonntags und die dazu gehörenden Lesungen.

Es sind keinerlei Bibelkenntnisse notwendig, wir plaudern miteinander und versuchen auf Gott zu hören.

 

Wir freuen uns wenn Du vorbei kommst.

Unsere Bibelstunde findet jeden Mittwoch zwischen 20:00 und 21:00 statt und wir treffen uns via Zoom.

Und das ist der link zu unserer Zoom Bibelstunde:

Verantwortlicher Umgang mit Künstlicher Intelligenz

Walter Rella schreibt über das Vatikanschreiben "Antiqua et Nova"

 

Der Vatikan hat vor 1 Jahr, noch unter Papst Franziskus, eine Instruktion für den Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) herausgegeben, die mögliche Gefährdungen herausstreicht. Umgekehrt bricht der Chef von K-TV, Patrick Gruhn, eine Lanze für ihren Einsatz in der Glaubensverkündigung. Beide Ansätze möchten wir gegenüberstellen und würdigen.

KI ist eine sog. Basistechnologie, so wie Radio, Fernsehen und soziale Netzwerke. Als solche ist sie ein Angebot, das wir in Freiheit und Verantwortung nutzen können und sollen.

Was unterscheidet KI von anderen Konsumgütern?

  1. Der wichtigste Unterschied beruht auf der Lernfähigkeit von KI. Bisherige Maschinen (Automaten) konnten nur Programme ausführen und ein vorgegebenes Ziel selbsttätig ansteuern. Wer KI nutzt, muss damit rechnen, dass diese neuartige Maschine, indem sie von uns lernt, uns zusätzlich auch ausspionieren und manipulieren kann. Das ist das Geschäftsmodell von KI-Unternehmen. Sie verkaufen diese Spionage an interessierte Firmen (u.a. auch an Politik und Geheimdienste), die sie ihrerseits für ihre Zwecke nutzen. Die Rückmeldungen aus dem Lernprozess werden auf Kosten der Selbstbestimmung von Kunden zu einer Quelle der Wertschöpfung und des Gewinns. Der Konsument wird in diesem Prozess in jeder Hinsicht, ohne dass er es merkt, ausgebeutet. Dafür sorgen die im Hintergrund hinterlassenen Sensoren (z.B. die sog. Cookies“ oder unsere gegebenen „Likes“).

Hinsichtlich ihrer Lernfähigkeit ist KI dem Menschen ähnlich.

 

  1. KI kann überdies eine nahezu unbegrenzte Menge an Daten über Personen und Sachverhalte speichern und innerhalb dieser Daten Muster entdecken, die menschlichem Erkenntnisvermögen verborgen bleiben. In dieser Hinsicht ist KI dem Menschen überlegen. Je mehr Personen und Sachverhalte vernetzt werden, desto effizienter arbeitet KI und desto größer ist der Gewinn der Tech-Giganten (Google, Facebook usw.). KI wird nicht nur für Marketingzwecke eingesetzt, sondern ebenso zur Generierung von Texten und Übersetzungen (unter Verwendung sog. Large-Language Models), zur Generierung von Dialogen (z.B. Chat-GPT) und ebenso für ausschließlich naturwissenschaftliche Fragestellungen, wie z.B. die Modellierung der Proteinfaltung (z.B. AlphaFold). Es scheint, dass viele Menschen von den wundersamen und vielfältigen Fähigkeiten von KI regelrecht geblendet sind. Dabei wird leicht vergessen, dass menschliche Intelligenz weit über KI hinausgeht. Obwohl die generative KI in der Lage ist, Texte, Sprache, Bilder und andere fortschrittliche Ergebnisse zu produzieren, die bisher nur vom Menschen stammten, muss sie, trotz ihrer Lernfähigkeit als das betrachtet werden, was sie ist: ein Werkzeug, keine Person. Die Tatsache, dass KI menschenähnliche Rückmeldungen liefert (z.B. „gute Frage!“ oder „du hast recht“) ist in oberflächlicher Weise geeignet, die Grenze zwischen dem was menschlich und was künstlich ist zu verdunkeln.

Was unterscheidet KI von einem echten Gesprächspartner?   

  1.  Es fehlt ihr an Mitgefühl und Humor. Ein Pflegeroboter kann bestimmte Leistungen, auf die er trainiert wurde, vollbringen und hört auf Rückmeldungen. Er kann aber weder Trost noch Aufmunterung spenden. Er kennt keine Liebe und kein Erbarmen.

 

  1. KI kann eine Kommunikation nur nachahmen, gegebenenfalls auch Empathie. Sie kann aber das Gute und den Sinn nicht erkennen. Es fehlt die ethische Dimension (das Gewissen).
  2. KI kann optimieren und selbständig Entscheidungen treffen. Seine Urteile sind lediglich analytischer Natur. Sie kann nicht wirklich Neues hervor-, nur Verborgenes ans Licht bringen. Wer den Anderen als Gesprächspartner ernst nimmt, kann sich nicht darauf beschränken ihn zu analysieren.
  3. KI kann von sich aus keine Bedeutung erteilen oder existentielle Fragen beantworten. Daher geht menschliche Intelligenz weit über KI hinaus. Wird sie auf KI reduziert, dann nimmt sie uns gefangen.

Welche Gefahren lauern im unkritischen Umgang mit KI?

  1. KI kann zu Vereinsamung führen. „Statt uns in künstliche Welten zurückzuziehen, sind wir aufgerufen, uns für die Welt zu engagieren, uns mit den Armen und Leidenden zu identifizieren, sie zu trösten und so eine Bande der Gemeinschaft mit allen zu schaffen.“
  2. KI kann zum Götzen werden, wenn authentische Beziehungen durch ein lebloses Trugbild ersetzt werden und die Beziehung zu technischen Mitteln an die Stelle einer Gottesbeziehung treten. Vgl. dazu Röm 1,22-23: „Sie (die Heiden) behaupten weise zu sein und wurden zu Toren. Sie vertauschten die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes mit den leblosen Werken ihrer Hände.“
  3. Wenn Kinder nicht mehr von Menschen, sondern von Maschinen lernen, kommen menschliche Beziehungen und Mitgefühl zu kurz. Sie verwechseln Maschinen mit Menschen und behandeln sie so.
  4. Eine zu starke Gleichsetzung von menschlicher Intelligenz und KI birgt die Gefahr einer funktionalistischen Sichtweise zu erliegen, nach der Menschen nach den Aufgaben bewertet werden, die sie erledigen können.
  5. Ob ihrer Effizienz besteht die Gefahr, dass wir KI blind Vertrauen und die Verantwortung an sie angeben.

Wie können wir uns aus der Umklammerung von KI befreien?

  1. Wer bloß auf Effizienz und Gewinnmaximierung aus ist, wird in KI eine wertvolle Hilfe finden. Wer nach Sinn und Bedeutung fragt, wird in KI keine Antwort finden. Deshalb stellt uns KI vor die Aufgabe letzte Fragen zu stellen und zu beantworten. Das ist die Domäne des Glaubens, die dadurch noch schärfer hervortritt.
  2. Im digitalen Raum sind vermehrt ethische Achtsamkeit und Selbstkontrolle verlangt. Wir müssen uns verstärkt um unsere geistige Autonomie kümmern, um nicht den Täuschungen fiktiver Inhalte und der Gefahr von „Deepfakes“ zu erliegen.
  3. Umgekehrt kann KI die Würde der menschlichen Person unterstützen, wenn sie als Hilfsmittel zum Verständnis komplexer Sachverhalte oder als Wegweiser zu gültigen Quellen bei der Wahrheitssuche eingesetzt wird. Wenn wir auf das setzen, was KI nicht kann, dann kann unsere Lebenswelt mitmenschlicher werden.

Euer Walter Rella

Hochfest der Kirchweihe Pauli Bekehrung von Prein an der Rax

Predigt von Pfarrer Heimo Sitter

„Wer die Hl. Schrift nicht kennt, der kennt Christus nicht“, das ist ein Zitat, das dem hl. Kirchenvater Hieronymus zugeschrieben wird. Er war ja ein berühmter Bibelwissenschaftler (so würde man heute sagen) berühmt durch seine Bibelübersetzung (Vulgata, Übersetzung in die lateinische Sprache). Nun, der Hl. Paulus hat viel zur Hl. Schrift beigetragen, die ältesten Schriften des Neuen Testamentes stammen sozusagen aus seiner Feder. Das sind die Briefe des Apostels Paulus die er an die von ihm gegründeten Gemeinde geschrieben hat, um ihren Glauben zu festigen u zu stärken. 13 Briefe des Neuen Testamentes nennen ihn als Verfasser und auch wenn nicht alle von ihm persönlich geschrieben worden sein dürften, so hat er doch durch seine Schüler bzw. Menschen gesprochen, die sich auf ihn berufen haben. Der 1 Korintherbrief z.B., geschrieben um das Jahr 55 n. Chr., ist somit älter als die Evangelien und gibt das Urgestein unseres christlichen Glaubens wieder.

Aber bis es soweit kommen konnte, musste etwas Entscheidendes geschehen und von dem berichtete uns vorhin die Lesung aus der Apostelgeschichte (=Apg). Aus dem Saulus, dem gesetztestreuen Juden und Christenverfolger, musste erst ein Paulus werden und dieses Ereignis war so wichtig, dass es gleich mehrmals in der Apg. erzählt wird.  Saulus verabscheute die Christen und konnte sich keinen gekreuzigten Messias vorstellen und so bedeutete für ihn der Erlebnis vor den Toren von Damaskus eine fundamentale  Wende des Lebens.

Interessant finde ich, dass die Stimme vom Himmel, die zu Saulus spricht, sagt: “Saulus, Saulus, warum verfolgst du MICH?“ Saulus antwortete: „Wer bist du Herr?“ und die Stimme antwortete: „Ich bin Jesus, der Nazoräer, den du verfolgst“. Nun war ja offensichtlich, dass Saulus die Christen verfolgte und nicht Jesus selber, der ja schon gestorben und - wie wir glauben - auferstanden war. Christus, der auferstandene Herr, solidarisiert sich also mit den verfolgten Christen – damals wie heute – so sehr, dass er sagen kann: „Warum verfolgst du mich?“ und damit die Verfolgung auf sich selber bezieht. Später wird in einem Paulusbrief  davon gesprochen, dass die Kirche ein Leib ist und wenn ein Glied leidet, dann leiden alle anderen mit ihm. Christus aber ist das Haupt dieses Leibes, gehört also dazu und hält den Leib zusammen. Deshalb ist es auch in unserer Zeit wichtig, die verfolgten Christen, die bedrängte Kirche nicht zu vergessen, sondern an sie zu denken, für sie zu beten und so die Einheit und Zusammengehörigkeit im gemeinsamen Leib zum Ausdruck zu bringen. 

Saulus wird schließlich in Damaskus von Hananias geheilt, der ein Jünger Jesu war und von ihm dazu beauftragt, den Willen Gottes zu erkennen und vor allen Menschen ein Zeuge des Herrn zu werden. Ein Zeuge dafür, was er gesehen und gehört hat. „Steh auf, lass dich taufen und deine Sünden abwaschen und rufe seinen Namen an“. So endet die Lesung aus der Apostelgeschichte, die wir vorhin gehört haben.  Ein Zeuge des Herrn zu sein oder immer mehr zu werden, dazu sind auch wir mit unserer Taufe und Firmung berufen. „Ein Christenleben besteht nicht in Worten, sondern in Erfahrung. Nicht von der Lebenserfahrung ist hier die Rede, sondern von der Erfahrung Gottes“, diese Worte, die vom evangelischen Theologen und Widerstandskämpfer Dittrich Bonhoeffer stammen, sind mir in diesem Zusammenhang in den Sinn gekommen. Oder mit dem katholischen Theologen Karl Rahner gesprochen: „Der Christ der Zukunft wird ein Mystiker sein oder er wird nicht mehr sein“. Habe ich etwas mit Gott erfahren? Und wenn ja: wie kann ich davon Zeugnis geben? Das müssen keine Worte sein, ich kann auch durch mein Leben Zeugnis von Gott ablegen, durch die Art und Weise wie ich es lebe und meinen Alltag gestalte. Aber irgendetwas soll durch mich, durch uns, wenn wir Christen sind, schon für andere transparent werden. 

Zum Schluss der Lesung aus der Apostelgeschichte hat es -an Saulus gerichtet - geheißen: “Lass deine Sünden abwaschen und rufe seinen Namen an“. Für das Abwaschen der Sünden gibt es heute in der katholischen Kirche das Bußsakrament, die hl. Beichte. „Und wer den Namen des Herrn anruft, der betet. Dazu hat uns Papst Franziskus jüngst aufgerufen, nämlich zu einem Jahr des Gebetes, das der Vorbereitung zum Hl. Jahr 2025 dienen soll. Das ist ein großes Jubiläumsjahr für unsere Kirche weltweit und dafür sollen die Gläubigen, so der Papst ihr Herz bereit machen. Damit das, was durch den Apostel Paulus begonnen hat, auch heute in unserer Zeit weiter wirken und seine reiche Frucht bringen kann.

Lesung:  Apg. 22, 1a.3-16

Die samaritische Frau am Brunnen

Predigt Pfarrer Heimo Sitter zum 3. Fastensonntag


Ein römischer Brunnen mit seinen vielen Schalen, das ist ein Bild, das viele vor Augen haben, wenn sie das Wort Brunnen hören. Dazu passen die bekannten Verse des Dichters Conrad Ferdinand Meyer:

 

„Auf steigt der Strahl,

und fallend gießt er voll der Marmorschale Rund,

die, sich verschleiernd,

überfließt in einer zweiten Schale Grund.

Die zweite gibt,

sie wird zu reich,

der dritten wallend ihre Flut,

und jede nimmt und gibt zugleich

und strömt und ruht“.

 

(„Der römische Brunnen“, 1882)

Geliebte Erde

Predigt von Pfarrer Heimo Sitter zum Erntedankfest 2022

Geliebte Erde

 

Ich liebe dich, Erde,

mit allem, was auf ihr lebt.

Gott hat dich geschaffen.

Ich liebe dich, Erde,

denn Gott hat dich sehr schön gemacht

mit deinen Bäumen, Blumen und Tieren,

mit deinen Menschen.

Auferstanden!

Predigt Pfarrer Heimo Sitter in der Osternacht

 

„Deinen Tod, o Herr verkünden wir und deine Auferstehung preisen wir, bist du kommst in Herrlichkeit“, so lautet die Akklamation der Gemeinde, die den Gottesdienst mitfeiert auf die Worte des Priesters nach der Wandlung: „Geheimnis des Glaubens“. Auch in der Feier der Osternacht hat sich das wiederholt. Die Eucharistie ist ein Geheimnis des Glaubens und sie kommt aus dem Tod und der Auferstehung des Herrn. Und auch die Auferstehung selber ist ein Geheimnis unseres Glaubens. Alle Symbole der heutigen Osternachtfeier – und diese Feier ist sehr reich an Symbolik – alle Symbole verweisen auf dieses zentrale Geheimnis unseres Glaubens, dass Jesus, der Gekreuzigte, nicht im Tod geblieben ist, sondern dass er auferstanden ist und lebt. Die Botschaft von der Auferstehung ist die Mitte des christlichen Glaubens, ohne sie ist unsere Verkündigung leer und sinnlos, wie der Apostel Paulus im 1. Kor.-Brief schreibt, ohne sie wäre unsere Erlösung nicht geschehen und ohne sie sind auch unsere Verstorbenen verloren. Mit dem Glauben an die Auferstehung steht und fällt unser Glaube und das ganze Christentum.   

Das Pascha Lamm

Predigt Pfarrer Heimo Sitter zum Gründonnerstag

Die 1. Lesung vom Gründonnerstag erzählte uns von der Einsetzung des größten Festes des Alten Testamentes, des Pascha-Festes.

Das 12. Kapitel des Buches Exodus beschrieb den Ritus des Pascha, wie er beim Auszug aus Ägypten vollzogen wurde. Hintergrund der Begebenheit ist die Erfahrung von Bedrängnis, Unterdrückung und Gewalt, die das Volk Israel in Ägypten erfahren hat - Erfahrungen, die die Menschen auch heute noch machen - aus der die Menschen jetzt durch Gott befreit werden.

Der blaue Himmel trügt

Eine packende Karfreitagsgeschichte des verstorbenen Bischofs Reinhold Stecher - ein Beitrag von Hermann Scherzer

Bischof Reinhold Stecher, geboren am 22. Dezember 1921 – verstorben am 29. Jänner 2013, hat mich schon immer fasziniert und ermutigt. Es gelang ihm in vielfältigster Weise die frohe Botschaft von der Liebe Jesu und dem Evangelium zu verkünden: nicht nur als begeisternder Seelsorger, auch durch seine wunderbaren Aquarelle und seine zahlreichen ausgezeichneten Bücher.

Kürzlich las ich sein Buch „Der blaue Himmel trügt“ wo mich jeder seiner persönlichen Erlebnisberichte aus der Zeit von 1938 bis 1945 und auch seine Bilder sehr berührten.

1942, also vor 80 Jahren, geschahen die Begebenheiten, die Reinhold Stecher in der Erzählung „Die Turmuhr, die am Karfreitag sieben mal schlug“ eindrucksvoll schildert:

 

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