Saturday 4. April 2020

GEBETSANLIEGEN

 

Schreib uns, wofür wir mit Dir und für Dich beten sollen!

(unter "Unsere Vielfalt" - "Gebetsdienst füreinander")

 

PFARRBLATT

 

Das Wunder vom Jakobskogel

Die Geschichte des Freiheitskreuzes auf der Rax

Blickt man von Reichenau zum Massiv der Rax mit seiner markanten Silhouette, fällt nahe beim Otto-Haus die Erhebung des Jakobskogels auf, wo das Gipfelkreuz steht. Dort liest man auf der Gedenktafel im Natursteinsockel den Spruch: „Unser großes stummes Händefalten ist nur gerichtet auf Gerechtigkeit.“ Anton Wildgans

Unsere Pfarren

Pfarre Edlach
 
Pfarre Payerbach

Geschichte der Pfarre Payerbach

Auf einem kleinen Hügel erhebt sich die alte Wehrkirche, deren Gründung wahrscheinlich auf Graf Ekbert II. von Formbach-Neuburg-Pitten († 1144) zurückgeht; dessen Vater hatte um 1094 verschiedene Schenkungen im Schwarzatal an das Kloster Formbach am Inn getätigt, darunter auch ½ Hube im Dorf „Beierbach“ (1. ur­kund­liche Nennung des Ortes).

 

Die Payer­bacher Klosterpfarre wurde bis 1803 von Formbacher Benedik­tinern betreut. Der erst Kirchenbau war eine romanische, einschiffige, ver­mutlich flach gedeckte Kirche mit Ostapsis, wovon Teile im heutigen Mauerwerk noch erhalten sind. 1270 erscheint der Mönch Bertholdus als erster urkundlich überlieferter Pfarrer von Payerbach. Um 1330 erhielt die viel zu klein gewordene Kir­che – das Pfarrgebiet umfasste damals auch Reichenau – einen hochgotischen Chor und gegen Osten starke Stützmauern. Der spätgotische Neubau Ende des 15. / Anfang des 16. Jahrhun­derts erfolgte nach einem Plan des Wiener Neustädter Baumeisters Jörg Goldperger. Der 29 m hohe spätgotische Turm entstand um 1510; um 1525 war der spätgotische Umbau mit der Ein­wölbung des Langhauses abgeschlossen. Wegen der Türkenein­fälle baute man die Kirche im 16. Jh. zur Wehrkirche aus.

 

1880–1884 erfolgte die Regotisierung der Kirche. Für die Be­dürfnisse der modernen Liturgie nahm man 1970 eine umfang­reiche Innenrestaurierung vor, 1973 wurde die Außenrestaurierung durchgeführt. An der Ostseite der Wehrmauer entstand 1922 nach Pläne des Architekten Leopold Simony und des Professors Othmar Schimkowitz das Kriegerdenkmal, gewidmet dem Andenken der Gefallenen und Vermissten des 1. Weltkriegs. 1947 erweiterte man das Kriegerdenkmal um zwei Marmortafeln mit den Namen der Gefallenen und Vermissten des 2. Weltkriegs.

 

2004 erfolgte die Sanierung des Kriegerdenkmals, das zu einem Mahnmal für den Frieden umgestaltet wurde. Auf der Wiese vor der Kirche stehen die Schubert-Linde und der Schubert-Gedenkstein, im Jahr 1928 anlässlich des 100. Todesjahres des großen Liederfürsten vom Payerbacher Männergesangverein gesetzt. In unmittelbarer Nähe befindet sich der 1821 nach Auflösung des alten Friedhofs erbaute Pfarrhof. Davor steht ein mächtiger Mammutbaum (lat. Sequoia gigantea), 1873 im Jahr des Sommer­aufenthalts von Kaiserin Elisabeth („Sisi“) in Payerbach durch den damaligen Pfarrer gepflanzt.

Pfarre Prein

Geschichte der Pfarre Prein

 

Bereits im 15. Jahrhundert wird von einem kleinen gotischen Kirchlein in der Prein an der Rax berichtet, das bis 1856 als Pfarrkirche diente. Diese Kirche musste aus Sicherheitsgründen gesperrt werden und es wurde eine Notkirche errichtet.

 

1861 wurde mit dem Bau der heutigen Pfarrkirche begonnen. Bereits im Jahr 1866 wurde diese fertiggestellt und die feierliche Einweihung vorgenommen.

Die Kirche ist ein einschiffiger, neugotischer Bau mit angedeutetem Querschiff. An der Ostseite erhebt sich der 40 m hohe Turm mit vier großen Fenstern und spitzen Giebeln.

 

Im Jahre 1964 begann eine umfangreiche Innenrenovierung. 1996 folgte die unter Mithilfe der gesamten Preiner Bevölkerung gelungene Aussenrenovierung des Bauwerkes, die 1997 erfolgreich abgeschlossen wurde.

 

Das Patrozinium der Pfarrkirche in Prein an der Rax ist Pauli Bekehrung.

 

In Prein an der Rax leben rund 260 Gläubige (Stand 2016).

Pfarre Reichenau

Geschichte der Pfarre Reichenau/Rax

Graf Eckbert I. und seine Gemahlin Mathilde von Formbach-Neuburg, (heute Vornbach am Inn, südlich von Passau in Bayern),  besaßen ab 1050  die Ländereien nördlich des Semmerings.
Die Formbacher gründeten zur besseren Verwaltung und Urbarmachung ihrer Besitzungen eine Klosterzelle in Gloggnitz, aus der später das Benediktinerkloster Gloggnitz entstand.

Den Mönchen oblag die Seelsorge der Bevölkerung dieses großen Gebietes. Dies gestaltete sich von Gloggnitz aus besonders in der Winterzeit sehr schwierig.

Ein wichtiges Ereignis für die Seelsorge in Payerbach und Reichenau war 1741 die Errichtung  eines eigenen Pfarrhofes in Payerbach.

Bis 1803, der Aufhebung des Stiftes Formbach durch die Bayern, gehörte das Pfarrgebiet zu Glognitz .

1256 wurde Reichenau erstmals urkundlich erwähnt.

Der Habsburger Herzog Otto der Fröhliche mit seiner Gemahlin Elisabeth von Bayern erwarb 1333 Schloss und Herrschaft Reichenau und schenkte diesen Besitz dem Zisterzienserkloster Neuberg an der Mürz, Steiermark.

Von da an war ein Neuberger Mönch Administrator und hatte seinen Verwaltungssitz im Schloss Reichenau.

Das Wartholz-Kreuz erinnert an die alljährlichen Visitationen durch den Abt von Neuberg.

Im Schloss befand sich eine mit Heiligenfiguren schön gestaltete und ausgeschmückte Kapelle. Durch ihre Orgel war sie als Hochzeitskirche sehr beliebt. Ihr mächtiger Glockenturm mit Turmuhr überragte die Schlossgebäude. An Sonn- und Feiertagen wurde durch den Pfarrer von Payerbach für die Bevölkerung die hl. Messe gelesen.

 

Im Jahr 1784 verkaufte das Kloster Neuberg die Herrschaft Reichenau an die „Innerberger Hauptgewerkschaft - Eisenerz“.

1786 hob Kaiser Josef II viele Klöster auf, davon war auch das Stift Neuberg an der Mürz betroffen.

Das nach Erdbeben baufällige und einsturzgefährdete alte Schloss wurde 1829 abgetragen und an seiner Stelle das neue Schloss Reichenau erbaut. An der Thalhofstraße wurde eine Notkirche aus Holz errichtet.

Auf Initiative durch die k.k. Innerberger Hauptgewerkschaft Eisenerz wurde in den Jahren 1842 bis 1845 die neue Kirche erbaut.

Das Hochaltarbild der heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute, wurde von Friedrich Schilcher gemalt. Stifter des Bildes ist der "große Heldendarsteller des Hof-Burgtheaters" Hofschauspieler Ludwig Löwe. Er, selbst Protestant, veranstaltete  in Wien eine Benefiz-Aufführung von Ferdinand Raimunds „Verschwender“ zugunsten des neuen Altares.  Ludwig Löwe ist im Kostüm eines Bergknappen, der mit seiner Familie der hl. Barbara für die glückliche Heimkehr aus dem Schacht dankt, dargestellt.

Am 9. August 1846 nahm Fürsterzbischof Vinzenz Eduard Milde die feierliche Weihe der Reichenauer Kirche zur Heiligen Barbara vor.

Sie war damals kirchenrechtlich Filialkirche von Payerbach, und der Payerbacher Seelsorger war verpflichtet, an jedem Sonn- und Feiertag und an zwei Wochentagen eine hl. Messe zu feiern.

 

Kirche Sankt Barbara mit Notkirche

Die Kirche Sankt Barbara, davor der Glockenturm der ehemaligen Notkirche, um 1900

 

Durch den Sommeraufenthalt des Kaiserhauses und des Hochadels hat Reichenau im 19. Jhdt bedeutenden Auf-schwung genommen. Die damit verbundene Zunahme der Bevölkerung bewogen die Gemeindeführung Verhandlungen über die Gründung einer eigenen Pfarre Reichenau zu führen und beschloss unter Zustimmung der Pfarre Payerbach und mit eifriger Befürwortung des Wiener Weihbischofs Dr. Godefried Marschall, die Errichtung einer selbständigen Pfarre. Dies wurde vom fürsterzbischöflichen Ordinariat Wien am 12. Februar 1908 bestätigt.

Erzherzog Karl Franz Josef, der spätere Kaiser Karl I., und dessen Gemahlin Erzherzogin Zita weilten ab 1912 gerne in Reichenau, das sie zum ihrem Lieblings-aufenthalt erklärten. Sie wohnten in der Villa Wartholz und besuchten wie einfache Bürger regelmäßig die heilige Messe.

Gegen Ende des 2. Weltkrieges im April 1945 war die Kirche mitten im Kampfgebiet. Granaten schlugen ganz in ihrer Nähe ein. Der Luftdruck zerstörte viele Fensterscheiben. Ein großer Bombentrichter befand sich nur 30 Meter neben der Kirche auf der Hammerwiese.

1946 feierte die Pfarre trotz der Bedrängnisse der Nachkriegszeit das 100-jährige  Kirchweihfest. Durch christliche Opferliebe und unbeugsamen Aufbauwillen ist es gelungen, der Kirche wieder ein „neues Kleid" zu geben.

1961 wurde durch ein Personenkomitee ein elektrisches Läutwerk finanziert und Pfarrer Rudolf Pietrek zum 25. Priesterjubiläum geschenkt. Er verstarb jedoch plötzlich am 3. Mai.1961.

Nach Neuausschreibung der Pfarre wurde aus mehreren Bewerbern Friedrich Zeinar zum neuen Pfarrer gewählt und mit 1. August 1961 Pfarrer von Reichenau.

Kardinal König und Friedrich Zeinar

Kardinal Dr .Franz König mit Pfarrer Friedrich Zeinar Visitation 18.05.1973

 

In der segensreichen Zeit seines 50-jährigen seelsorgerlichen Wirkens und Begleitens einiger Generationen von Reichenauern konnten viele Vorhaben, wie  z.B. Innen- und Außenrenovierungen der Pfarrkirche  sowie die Platzgestaltung um die Kirche verwirklicht werden.

Seit 1. Juli 2016 gehört die Pfarre Reichenau an der Rax zum Seelsorgeraum Raxgebiet.

                                                   

Hermann Scherzer

 

Quellen: Kirchenführer von Norbert Toplitsch 2008

                   und Pfarrchronik Reichenau

 

 
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