Pilgerfahrt ins Heilige Land mit Pfarrer Leopold Mathias - 5. Tag
Der heutige Tag ist zum geistlichen Höhepunkt unserer Pilgerreise geworden.
Bei Morgenlicht hat uns Chauffeur Riad mit dem Bus zum Ölberg hochgefahren. Wir kamen auf den Straßen vorbei an einer arabischen Schule unter jordanischer Patronanz. Wegen der Tötung des Jordanischen Piloten durch IS herrschten enorme Sicherheitsvorkehrungen und unter Militärschutz konnten wir weiterfahren. In der Gruppe war jedoch Gelassenheit vorhanden.
Als erstes besuchten wir die Vater Unser Kirche.
Die vielen Gräber am Ölberg: Unsere Führerin Marion erklärte uns die jüdische Bestattungsform.
Dominus Flevit, die originelle Kirche am Ölberg. In Form einer Träne ist die Kirchenarchitektur geschaffen, von innen blickt man durch ein hübsches Fenster auf Jerusalem, über das Jesus geweint hat, wie es bei Lk 19,37-44 heißt.
Wir stiegen den Ölberg hinab zum Garten Getsemani mit den uralten Ölbäumen und zur Kirche der Nationen.
In einer Kapelle neben der Annakirche feierten wir den Gottesdienst zu Ehren Mariens: rhythmische Lieder und Kommunion in beiden Gestalten. Danach ging es zum Mittagessen ins Österreichische Hospiz an der Via Dolorosa. Schnitzel oder Jerusalempizza standen auf der Speisekarte, Sr. Bernadette und ihr Volontärsteam sorgte auch für Sachertorte oder Apfelstrudel. Jetzt waren plötzlich alle, auch so manche mit grippalen Viren, wieder gesund!
Danach beteten wir in zwei Abschnitten einige Kreuzwegstationen auf der Via Dolorosa bis wir zur Grabeskirche kamen: Marion hat uns auf die Besonderheit der verschiedenen Konfessionen und ihre diversen Abteilungen in der Grabeskirche vorbereitet. Sehr diszipliniert warteten und beteten wir bei zwei heiligen Plätzen in der Kirche: dem Golgotha-Felsen und dem Hl. Grab. Wir hatten Glück, denn der Besucherstrom hält sich in Israel zur Zeit in Grenzen - wegen latenter Konflikte in der Region. Ein rasches, privates Gruppenfoto gelang Pia vor der Grabeskirche.
Eine kleine Stärkung oder ein Bummeln im Bazar der Altstadtwar angesagt. Da trafen wir auch zwei Wiener Bekannte: die beiden em. Universitätsprofessoren Paul Zulehner und Georg Braulik.
Den Abschluss des Tagesprogramms bildete der Besuch des Abendmahlssaals, genau über dem Davidgrab. Dort erlebten wir zum Abschluss des Tages noch ein Gebet mit.