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Samstag, 31. Jänner bis Samstag, 7. Februar 2015

Pilgerfahrt ins Heilige Land mit Pfarrer Leopold Mathias - 7. Tag

Über frühlingsgrüne Hügel führen wir am Morgen von Jerusalem Weg. Unser Ziel war Masada am Toten Meer. Von 800m (Ölberg) über dem Meeresspiegel ging es bis auf 400m unter dem Meeresspiegel.

Immer mehr kam der steinige Boden zum Vorschein, bis schließlich die Pflänzchen nur mehr kleine Farbflecken bildeten, je weiter wir zum Toten Meer kamen. Trotzdem gelingt es den jüdischen Siedlern Dattelkulturen, Mangoplantagen, Paradeiser, Paprika und Melonen zu bewirtschaften. Tröpfchenbewässerung ermöglicht dieses. Da es am Toten Meer nur 6 Tage im Jahr regnet, wird das Flutwasser, das als Folge von Regenfällen in der Gegend von Jerusalem zum Toten Meer fließt, gesammelt und für die Bewässerung verwendet.

Masada - unglaublich wie Herodes dieses mächtige Bauwerk auf ein Felsplateau bauen ließ. Riesige Vorratshallen, Badeanlagen inklusive Sauna und Fußbodenheizung ermöglichten den Wohnungsbedarf und sollten dem König Luxus und Komfort bescheren. Zisternen mit einem Fassungsvermögen von 40 Mio. Litern ermöglichten eine längerfristige Versorgung.

Als die Römer Israel endgültig eroberten und den Tempel in Jerusalem zerstörten, gelang es einer Gruppe von Juden in dieser Festung Schutz zu finden. Eineinhalb Jahren Belagerung hielten die Menschen stand und lebten von den Vorräten, die Herodes vor mehr als 70 Jahren anlegen ließ. Da die Römer die Festung jedoch nicht aushungern konnten, errichteten sie eine Rampe und durchbrachen mit einem Rammbock die Festungsmauer. Die Juden hatten nun keine Hoffnung auf Freiheit mehr und beschlossen lieber zu sterben, als Sklaven der Römer zu werden.

Weiterfahrt nach Qumran - Besichtigung der Gemeinschaftssiedlung und des Fundortes alter Schriftrollen (Anm. einige haben wir gestern im Israelmuseum gesehen).

Ein besonderes Highlight für mich war der Badeaufenthalt im Toten Meer. Sehr lustig anzusehen, wie vorsichtig die Badenden sich ins salzige und schlammige Wasser wagten.

Wieder ging ein interessanter, ereignisreicher Tag zu Ende.

Steffi und Hans Gindl