Freitag 16. November 2018
Aussendungen

MECHAYE HAMETIM

MECHAYE HAMETIM - Der die Toten auferweckt

Bedenktage zum Gedenken der Novemberpogrome 1938

 

Zum 80. Mal jähren sich heuer die Gräuel der Novemberpogrome. Die diesjährigen Bedenktage scheinen auch ob der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklung brisant. Am 9. November, dem Jahrestag, nehmen die Spitzen der Kirchen Österreichs am Gedenkgottesdienst in der Ruprechtskirche teil, auch in der Nacht der Erinnerung auf den 10. November, steht das Gedenken an die in der Schoa umgekommenen Juden im Mittelpunkt.

Otto Friedrich

Das Programm als PDF-Datei

 


Dienstag, 23., 30. Oktober, 6., 13. November, jeweils 18.30 Uhr

Die Geburt und Jugend des Mose nach Ex 1-2

in frühjüdischen und frühchristlichen Interpretationen

Workshop-Reihe

Die einzelnen Episoden, die im Buch Exodus von den Ereignissen um die Geburt des Mose und seine Zeit als junger Mann in Ägypten sowie seine Flucht nach Midian erzählen, werden in antiken jüdischen und christlichen Texten unterschiedlich ausgelegt. Ausgewählte Interpretationen sollen vorgestellt und ihre Besonderheiten, Gemeinsamkeiten und Unterschiede erarbeitet werden.

Referentin: Agnethe Siquans

Ort: Jüdisches Institut für Erwachsenenbildung, 1020 Wien, Praterstern 1

Infos & Anmeldung: Tel.: 01/89174153 - 000, www.vhs.at/de/e/jife

Kursbeitrag: € 6,- (pro Abend)

 


Freitag, 26. Oktober, 7.45 bis 19.30 Uhr

Stationen des Erinnerns und Gedenkens

in Frauenkirchen/A, Mosonmagyaróvár und Komárom/H

Exkursion

Besuch von jüdischen (Gedenk-)Orten in Frauenkirchen (Garten der Erinnerung), dann Fahrt nach Mosonmagyaróvár, wo die Holocaust-Gedenkstätte und die Zeremonienhalle des jüdischen Friedhofs besucht werden. Schließlich Rundgang durch die Grenzstadt Komárom zu den drei Synagogen und zum Denkmal für alle Opfer der Gewalt.

Reiseleitung: Mag Annemarie Weinzettl

Treffpunkt: Rathausplatz (zwischen Rathauspark & Universität), um 7.45 Uhr

Infos & Anmeldung (bis 24. Oktober): Tel.: 01/51552 - 5100, www.kav-wien.at

Kursbeitrag: € 45,- für Fahrtkosten, Eintritt, Führungen

 


Samstag, 3. November, 17.00 Uhr

"Vertraut nicht auf die trügerischen Worte" (Jer 7,4)

Gottesdienst der Gemeinde St.Ruprecht

Ort: Ruprechtskirche, 1010 Wien

Infos: Tel.: 01/5356003, www.ruprechtskirche.at

 


Sonntag, 4. November, 11.00 Uhr

Jüdische Josefstadt ab 1848

Ausstellungseröffnung

Eröffnung der Ergänzung der Dauerausstellung des Bezirksmuseums mit der Jüdischen Josefstadt ab 1848 und Präsentation eines Begleitbuches zur Ausstellung "Sakralbauten".

Ort: Bezirksmuseum Josefstadt, 1080 Wien, Schmidgasse 18

Infos: Tel.: 01/4000 - 08114, www.mickel.at

 


Dienstag, 6. November, 19.00 Uhr

"Von Gottesmördern und Brunnenvergiftern"

Christlicher Antijudaismus zwischen Theologie und Mythologie

Podiumsdiskussion

Der im Christlichen Antijudaismus wurzelnde Antisemitismus gehört zu den ältesten Vorverurteilungskomplexen. Wie wurden antijudaistische Einstellungen theologisch argumentiert? Finden sich Unterschiede in der evangelischen und katholischen Tradition oder fand ein "Ideentransfer" über die konfessionellen Grenzen hinweg statt? Menschen jüdischen Glaubens erleiden gegenwärtig wieder eine Zunahme antisemitischer Erfahrungen. Wo liegen die Ursachen?

Es diskutieren: Julia Spichal, Religionspädagogin an der Evang. -Theol. Fakultät der Univ. Wien; Gerhard Langer, Institut für Judaistik der Univ. Wien; P. Nikolaus Rappert, Pfarrer der Orthodoxen deutschsprachigen Gemeinde in Wien

Moderation: Univ.Prof. ret. Dr. Martin Jäggle, Christl.-jüdischer Koordinierungsausschuss

Ort: Albert Schweitzer Haus, 1090 Wien, Schwarzspanierstraße 13

Infos & Anmeldung: Tel.: 01/4080695-0, www.evang-akademie.at

Kooperation von Evangelischer Akademie Wien und Katholischer Akademiker/innerverband Wien

 


Mittwoch, 7. November, 19.00 Uhr

"Wege der Erinnerung"

Buchpräsentation

Buchpräsentation "Wege der Erinnerung" - Verein Steine der Erinnerung

Ort: Bezirksmuseum Josefstadt, 1080 Wien, Schmidgasse 18

Infos: Tel.: 01/4000-08114, www.mickel.at

 


Donnerstag, 8. November, 14.45 - 17.45 Uhr

"Beyond Hava Nagila"

Einfache jüdische Lieder und Nigunim zum Mitsingen

Workshop

Im Workshop singen wir einfache Lieder und Nigunim - traditionelle Lieder ohne Text -, über die Aspekte der jüdischen Praxis und Geschichte vermittelt werden können. Wir werden ohne geschriebene Noten arbeiten, wer die Melodien mit nach Hause nehmen möchte, kann ein Aufnahmegerät mitbringen.

Referentin: Sarah Egger

Ort: Christl.-jüdisches Informationszentrum, Bibliothek, 1020 Wien, Tandelmarktgasse 5, Gassenlokal

Infos & Anmeldung: Tel.: 01/4797376, www.christenundjuden.org

In Kooperation mit der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien-Krems

 


Donnerstag, 8. November, 19.30 Uhr

"Christen und Juden: zwei unverwechselbare Berufungen"

Eine jüdisch-orthodoxe Antwort auf das Dokument "Nostra Aetate"

Vortrag

Anlässlich des 50. Jubiläums von Nostra Aetate unterzeichneten die Konferenz Europäischer Rabbiner, der Amerikanische Rabbinerverband und das Oberrabbinat des Staates Israel eine gemeinsame Erklärung, die von einer internationalen orthodoxen rabbinischen Kommission verfasst wurde.

Referent: Univ.Prof. ret. Dr. Martin Jäggle

Ort: Gemeindezentrum der Pfarre Gersthof, 1180 Wien, Bastiengasse 18

Infos & Anmeldung: Tel. 01/4792292, www.pfarregersthof.at

 


Freitag, 9. November, 19 Uhr

MECHAYE HAMETIM - DER DIE TOTEN AUFERWECKT

Ökumenischer Gedenkgottesdienst

am 80. Jahrestag der Novemberpogrome 1938

Mit Kardinal Christoph Schönborn, dem lutherischen Bischof Michael Bünker

und dem griech.-orthodoxen Metropoliten Arsenios Kardamakis.

Ort: Ruprechtskirche, 1010 Wien

anschließend Schweigegang zum Mahnmal auf dem Judenplatz

Infos: Tel.: 01/5356003, www.ruprechtskirche.at

 


Freitag, 9. November, 21.30 Uhr - Samstag, 10. November, früh

MECHAYE HAMETIM - DER DIE TOTEN AUFERWECKT

Nacht der Erinnerung

Vom 9. auf den 10. November 1938 wurden in Wien - bis auf eine - alle Synagogen und jüdischen Gebetshäuser zerstört. 80 Jahre später soll die ganze Nacht dieser Ereignisse in Erinnerung und Gebet gedacht werden.

Ort: Ruprechtskirche, 1010 Wien

Infos: Tel.: 01/5356003, www.ruprechtskirche.at

 


Montag, 12. November, 20 Uhr

"Murer - Anatomie eines Prozesses"

Filmmontag

Christian Froschs Rekonstruktion des Justizskandals um den NS-Täter Franz Murer rückt das dunkle Kapitel des Umgangs mit den Verbrechen der Schoa im Nachkriegsösterreich in den Blick: Der als "Schlächter von Wilna" in die Geschichte eingegangene Murer wurde trotz eindeutiger Zeugenaussagen in einem Geschworenenprozess 1963 freigesprochen. Am Tag des 100-Jahr-Jubiläums der Gründung der Republik Österreich stellt der Film ein bitteres Zeugnis dar.

Einführung: Otto Friedrich/DIE FURCHE; Christian Rathner, Dokumentarfilmer und Religionsjournalist beim ORF

Im Anschluss an den Film findet eine Diskussion mit Experten statt.

Ort: Votivkino, 1090 Wien, Währinger Straße 12

Infos: Tel.: 01/51552 - 5100, www.kav-wien.at

Tickets: € 7,60 bzw. € 9,60

 


Dienstag, 13. November, 20 Uhr

Schule als Erinnerungsort

Vertreibungsschicksale und der Umgang mit Erinnerung an die Vertreibungen der jüdischen Lehrer und Schüler 1938 an Wiener Gymnasien

Vortrag

Die Referentin geht der Frage nach, wie Schulen, die 1938 unter der nationalsozialistischen Herrschaft Orte der Vertreibungen ihrer Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler waren, sich dieser Vertreibungen, der Schicksale und der Opfer des Zivilisationsbruches Auschwitz (Dan Diner) erinnern.

Referentin: Renate Mercsanits

Ort: Institutsgebäude der Universität Wien, 1010 Wien, Schenkenstraße 8 - 10

Infos & Anmeldung: Tel.: 01/4277 - 31902, www.lebenswerteschule.at

Tel.: 01/4797376, www.christenundjuden.org

 


Mittwoch, 14. November, 19.45 Uhr

"Die wirklichen Zeugen"

Projektvorstellung und Buchpräsentation

Lebensspuren deportierter und ermordeter jüdischer Menschen aus dem 18. Gemeindebezirk mit Schwerpunkt Weinhaus. Das Team der "Spurensucher"berichtet über die Anfänge, die detektivische Suche, die Fortschritte und Rückschläge sowie über die Ergebnisse seiner Arbeit, die zum Buch und zur Ausstellung im Bezirksmuseum Währing führten.

Festvortrag: Univ.Prof. ret. Dr. Martin Jäggle

Ort: Josefsaal der Pfarre Weinhaus, 1180 Wien, Gentzgasse 140

Infos und Anmeldung: office@der-verlag.at

Tel.: 0664/2020275 bei Birgit Snizek

 


Mittwoch, 21. November, 19 Uhr

Das Novemberpogrom in Wien

Vortrag

Referent: Martin Krist, Historiker

Ort: Bezirksmuseum Josefstadt, 1080 Wien, Schmidgasse 18

Infos: Tel.: 01/4000 - 08114, www.mickel.at

 


Eine gemeinsame Veranstaltungreihe von:

Ökumenischer Rat der Kirchen in Österreich, Gemeinde St. Ruprecht, Bezirksvorstehung Josefstadt, Evangelische Akademie Wien, Evangelische Hochschulgemeinde Wien, Wochenzeitung Die Furche, VHS-Jüdisches Institut für Erwachsenenbildung, Forum Zeit und Glaube - Katholischer Akademiker/inneverband der Erzdiözese Wien, Kardinal König-Haus Wien, Katholische Aktion Österreich, Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit. In Koopration mit der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien-Krems.


Herzlich willkommen in St. Ruprecht! P. Alois Riedlsperger SJ ist neuer Rektor.

Nachdem wir in den letzten Wochen unseren Rektor, P.Hans Brandl, und P.Hans Tschiggerl, im Rahmen unserer Gemeindegottesdienste verabschiedet und ihnen für die anstehenden neuen Herausforderungen den Segen Gottes mitgegeben haben, wurde im Sinne der Kontinuität P.Alois Riedlsperger als neuer Rektor willkommen geheissen. Mit der symbolischen Übergabe des Kirchenschlüssels übernahm er seine neue Funktion in unserer Gemeinde.

 

P. Riedlsperger wurde 1945 in Salzburg geboren. Nach Studien der Sozialwissenschaften und der Theologie langjährige Mitarbeit in der politisch-sozialen Erwachsenenbildung an der Katholischen Sozialakademie Österreichs, deren Leitung er mit einer kurzen Unterbrechung von 1983 bis 2013 innehatte. Derzeit ist er Provinzökonom der Jesuiten und in der Begleitung von Projekten der Organisationsentwicklung von Ordensgemeinschaften tätig.

 

In seiner ersten Predigt wies P.Riedlsperger auf die Notwendigkeit des richtigen Hin-hörens hin, das erst ein (vernünftiges) Gespräch ermöglicht. Wir sind gespannt und freuen uns darauf, was aus dem gemeinsamen und gegenseitigen Hin-hören an vielleicht Neuem für und in St.Ruprecht möglich wird. Die Spiritualiät der Jesuiten ist u.a. geprägt von Dankbarkeit Gott und den Menschen gegenüber. Sie ist weltfreundlich und nicht pessismistisch. Und es ist eine Spiritualität der Freiheit. Aus und in Freiheit sollen wir Menschen fähig sein Entscheidungen zu treffen. Der Verfasser dieser Zeilen wünscht sich und der ganzen Gemeinde, dass all das in den kommenden Jahren spürbar und erfahrbar wird und St.Ruprecht weiterhin prägt. Wer sich vom Geist der Freiheit und Offenheit anstecken lassen will, ist sehr herzlich Willkommen - jeden Samstag beim Gemeindegottesdienst und darüber hinaus bei zahlreichen Aktivitäten.

 

Harald Schiffl


„federn“ Kunstinstallation zur Fastenzeit – Installation, 2016, Baumwolle, Garn

Kunstinstallation in der Fastenzeit, zu sehen in der Ruprechtskirche.

Die Feder als Symbol für das Wort „Wahrheit“ war der Ausgangspunkt für diese Installation.

Die Installation entwickelte ich ursprünglich für eine Ausstellung in der Martin Luther Kirche in Linz. Für einige Wochen zog ich mich in mein Wohnatelier im „Haus der Frau“, wo ich von September bis Dezember 2016 als Artist in Residence wohnte zurück und habe mich nur auf die Produktion der „federn“ konzentriert. Jede Feder ist ein Unikat und entstand während eines höchst kontemplativen Prozesses.

„Sende dein Licht und deine Wahrheit, dass sie mich leiten“ (Psalm 43/3) steht über der Apsis der Martin Luther Kirche. Während der Ideenfindung für eine ortsbezogene Installation in der Kirche, blieben meine Gedanken immer wieder bei dem Wort „Wahrheit“ hängen. Im Zuge meiner Recherche stieß ich auf die Feder als Symbol für die Wahrheit und auf die Altägyptische Göttin Maat.

„Die Feder der Maat hat besonders für einen Toten große Bedeutung, der sich vor dem Gericht der Götter (dem Osiris vorsteht) für sein Leben rechtfertigen muss. Bei diesem Totengericht wird das Herz des Verstorbenen gegen die Feder der Maat gewogen, welche Wahrheit und Ordnung symbolisiert. Nur ein Mensch, der vollständig das negative Schuldbekenntnis bestand, konnte in die Duat übertreten.“ (Wikipedia) Schon während der Recherche ging ich ins Material, das geht bei mir meistens sehr schnell, und so entstand die erste Feder.

Seit meinem Studienabschluss 2010 konzentriere ich mich vorwiegend auf ortsbezogene Rauminstallationen. Mich interessiert der Raum, seine Architektur, seine Geschichte, die Materialien die in ihm vorhanden sind und was ich empfinde, wenn ich mich im Raum aufhalte. Für jede Ausstellung versuche ich eine ortsbezogene Arbeit zu entwickeln und diese, bestenfalls, auch vor Ort zu produzieren. Ich beginne damit, mich in dem Raum aufzuhalten, Zeit in und mit dem Raum zu verbringen, oder, wenn das nicht möglich ist, mir Fotos des Raumes in meinem Atelier aufzuhängen und anzuschauen. Nach einiger Zeit taucht in meinem Kopf eine Form oder ein Material auf mit dem ich anfange zu experimentieren. Dabei kristallisiert sich heraus wie die Installation am Ende ausschauen wird. Ich arbeite mit weichen, flexiblen Materialien, meist Textil. Mich fasziniert es, aus einem flachen zweidimensionalen Ausgangsmaterial in einfachen Schritten, z.B. mit ein paar Nähten, etwas Dreidimensionales zu machen. Es gibt eine Grundform, die endgütige Form gibt das Material vor.

Meistens hängen meine Objekte von der Decke, jeder Luftzug bringt die Installation in Bewegung. Ausserdem ist es mir wichtig, dass der Betrachter/die Betrachterin durch meine Installationen gehen kann und die Möglichkeit hat, die Objekte zu berühren.

Zur Person:

Elisabeth Altenburg lebt als freischaffende Künstlerin in Linz und Asperding.

Studium an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz (Bildhauerei, transmedialer Raum) sowie an der Estnischen Kunstakademie Tallinn.

Diverse Auszeichnungen, Stipendien und Arbeitsaufenthalte im In- und Ausland sowie Teilnahme an zahlreichen Ausstellungen in Österreich und Deutschland.

Arbeiten in öffentlichem und privatem Besitz.

www.elisabethaltenburg.blogspot.com


Ruprechtskirche (Hl. Ruprecht)
Ruprechtskirche (Hl. Ruprecht)
Ruprechtspl. 1
1010 Wien

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