
Wir sind eingeladen
Am Gründonnerstag gedenken wir des letzten Abendmahles Jesu mit seinen Jüngern.
Die große Tafel in der Mitte der Kirche machte uns bewusst, worum es eigentlich bei jeder Eucharistiefeier geht: Wir sind versammelt zu einer großen festlichen Tischgemeinschaft.
Wesentlich ist die Gemeinschaft, die Begegnung - sowohl mit dem Gastgeber Jesus Christus, als auch untereinander. Trotz der Größe der Tafel, ist es nur eine Andeutung, ein Symbol. Denn der Tisch, zu dem wir eingeladen sind, ist weltumspannend: Er verbindet die Christen aller Erdteile zu einer großen Familie, die sich um Jesus versammelt und sich von ihm beschenken lässt.

Wir sind erlöst
Am Karfreitag gedenken wir des Leidens und Sterbens Jesu von Nazareth. Die Leidensgeschichte wurde stimmungsvoll durch passende Lieder verstärkt. Nach den Großen Fürbitten haben wir das Kreuz verehrt. Das Kreuz ist für uns Christen ein Siegeszeichen - es ist Symbol für die Auferstehung; und nur deshalb verehren wir es: als Zeichen einer Liebe, die stärker ist als der Tod. Jede Person hatte die Möglichkeit einen persönlichen „Schuldschein“ an das Kreuz zu heften als Dank, das Jesus jeden einzelnen von uns durch sein Kreuz erlöst hat.

Wir feiern ein Fest der Auferstehung
Zum Beginn der Osternachtfeier (Ostersonntag, 5 Uhr) lud Pater Siegfried M. Kettner SDB alle Mitfeiernden ein, zur Segnung des Osterfeuers auf den Sportplatz hinter der Kirche zu kommen. Danach gingen alle in die dunkle Kirche und erwarteten das Licht der Osterkerze. Mit dem dreimaligen „Lumen Christi“ (Licht Christi) wurde die Osterkerze in den Altarraum getragen und die Kerzen nach und nach entzündet. Nach dem feierlichen, dreistimmigen „Exultet“ (Frohlocket) folgten vier Lesungen aus dem „Ersten Testament“ ergänzt mit Liedern, die ein gemischter Chor gemeinsam mit der Gemeinde sang.
Epistel (Lesung aus dem Neuen Testament) und Evangelium verkündeten die Frohe Botschaft von der Auferstehung Jesu. In der Predigt leitete Pater Siegi Kettner zur Segnung des Taufwassers über.
Langsam erhellte die aufgehende Sonne den Kirchenraum durch die bunten Glasfenster vom Tabernakel über die Osterkerze bis zum Altar.
Am Ende der Feier wurden die Osterbrote gesegnet, an den Kirchenausgängen verteilt und teilweise beim gemeinsamen, liebevoll vorbereitetem, Frühstück zusammen mit Osterschinken und Ostereiern verzehrt.
Brigitte und Gerhard Jagenbrein