Chronik der Kirche Gramatneusiedl
1400
Am 1. Mai wurde die Kapelle den Heiligen Petrus und Paulus geweiht. Zuständig war die Pfarre im benachbarten Moosbrunn.
1405
Beginn regelmäßiger Gottesdienste in der Kapelle zu Gramatneusiedl durch die Pfarrherren von Moosbrunn.
1529
Die Kapelle wurde anlässlich der ersten Türkenbelagerung Wiens von türkischen Truppen ausgeraubt und fast vollständig niedergebrannt.
1544
Der Bericht einer bischöflichen Pfarrvisitation zeigt, dass die Reformation im weitgehend entvölkerten Gramatneusiedl zunächst nicht Fuß fasste und dass die von Türken zerstörte Kapelle noch nicht wieder aufgebaut war.
1560
Höhepunkt der Reformation in Gramatneusiedl, die bis etwa 1680 anhielt; die Bevölkerung war mehrheitlich evangelisch.
1621
Beginn des erst 1668 abgeschlossenen Wiederaufbaus der Kapelle, welche dabei zu einer Kirche vergrößert wurde.
Um 1650 Errichtung des Kirchturms.
1696
Die Kirche erhielt die von Matthias Glaser (1655–1694) in Wien aus erbeuteten Türkenkanonen gegossene Glocke, welche heute noch vorhanden ist und unter Denkmalschutz steht.
1700
Erneuerung der Kirche im barocken Stil; der älteste Teil der Kirche, der Chor, blieb mit seinem gotischen Gepräge erhalten.
1751
Errichtung des Hochaltars mit barockem Altargemälde und Ausbrechen des Fensters neben dem Hochaltar, um das Kircheninnere zu erhellen, wobei das rückwärtige gotische Fenster zugemauert wurde (bei der Renovierung 1967 wieder freigelegt).
1758
Gemäß dem »Gramatneusiedler Temperament« (rechtlicher Vergleich) vom 3. November war der Pfarrherr von Moosbrunn angehalten, einen zweiten Kooperator einzustellen, der für die Betreuung Gramatneusiedls zuständig war.
1847
Ersetzung des barocken Altargemäldes durch das Gemälde der Heiligen Petrus und Paulus von Johann Ziegler, das noch heute dort vorhanden ist.
1867
Installierung der heute noch vorhandenen Orgel von Josef Seyberth.
1949
Neuerliche Erhöhung des Glockenturms um fast vier Meter; das Kirchenschiff wurde um fünf Meter verlängert und eine kleine Eingangshalle angebaut.
1949
Am 26. Juni wurde die bisherige Filialkirche Gramatneusiedl als Pfarrkirche eingeweiht und mit 28. Dezember 1949 Gramatneusiedl zur eigenständigen Pfarrgemeinde St. Peter und Paul.
1950
Mit 1. Januar wurde Georg Grausam (1911–1977) der erste Pfarrer der neuen Pfarre Gramatneusiedl.
1999
Beginn einer generellen Renovierung der Kirche.
2000
Abschluss der Renovierungsarbeiten an der Kirche durch die am 7. Mai erfolgte Altarweihe.
Mit 31.12.2021 wurde die Pfarre aufgelöst und das Gebiet in die Pfarre Zu den Heiligen Schutzengeln eingegliedert.







