Geschichte der Pfarre
1325
Weikhard von Toppel, Pfarrer von Waltersdorf (heute Unterwaltersdorf), stimmt am 11. November 1325 der Errichtung einer Seelsorgestation im Pfarrsprengel Waltersdorf zu. Otto von Hausbach, Inhaber zumindest eines größeren Teils der Herrschaft Mitterndorf, schenkt zu diesem Zweck ein Grundstück (eine halbe Hofstatt), auf welchem die Kapelle in Mitterndorf a. d. Fischa (ist heute der Standort der Pfarrkirche) errichtet wird: »gestift in sant Johans ewangelist und der heiligen junchvrowen sand Katreyn« (gestiftet dem Sankt Johannes Evangelist und der heiligen Jungfrau Sankt Katharina). In dieser Kapelle dürfen nur Seelenmessen abgehalten und Ehen geschlossen werden. Begräbnisse jedoch weiterhin in Waltersdorf statt.
Wann die Seelsorgestation in Mitterndorf a. d. Fischa zu einer Pfarre erhoben wird, ist unbekannt, vermutlich noch im 14. Jahrhundert, spätestens jedoch 1407.
Ob der Bau 1326 oder ein paar Jahre später war, lässt sich heute nicht mehr mit Sicherheit feststellen. Die meisten Mauern der heutigen Kirche sind noch aus dieser Zeit – einzig die Wand, wo heute der Altar steht und das Bild der Heiligen Katharina hängt, sowie die Sakristei sind aus 1774. Bis dahin wurde die Kirche auch von der Rückseite (also heute der Seite, wo das Bild hängt) betreten. Der Altar stand früher unter dem Turm, also dort, wo heute der Eingang ist. Um die Kirche lag der Friedhof und die Leute mussten durch den Friedhof zum Eingang der Kirche gehen, Dies wurde im Jahr 1774/1775 verändert und die Ausrichtung der Kirche um 180 Grad gedreht, in die Ausrichtung, die sie heute hat.
Die Kirche ist der Hl. Katharina geweiht und war zwischen 1500 und 1773 wieder Filiale von Unterwaltersdorf. Als sie danach erneut Eigenpfarre wurde, renovierte man die Kirche gründlich in den Jahren 1774 & 1775 und verlieh ihr das heutige Aussehen.
Während des Ersten Weltkrieges wurde im Sommer 1915 westlich der Fischa ein Lager für bis zu 13.000 Evakuierte aus dem Raum Trentino errichtet. Rund 40 Monate später kehrten die Überlebenden in ihre Heimat zurück und wurden italienische Staatsbürger. 1988 und 1998 errichtete man zwei Gedenkstätten am 1856 angelegten Friedhof und am ehemaligen Lagerfriedhof in der Trentinostraße.
Mit 31.12.2021 wurde die Pfarre aufgelöst und das Gebiet in die Pfarre Zu den Heiligen Schutzengeln eingegliedert.







