Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien. Im Rahmen eines Festgottesdienstes im Stephansdom legte Kardinal Christoph Schönborn seinem Nachfolger an der Spitze der Erzdiözese Wien die Hände auf und weihte ihn zum Bischof. Nachdem dies auch alle anderen anwesenden 28 katholischen Bischöfe getan hatten, erhielt Grünwidl seine bischöflichen Insignien (Mitra, Ring und Bischofsstab) und wurde zu seinem Bischofssitz (Kathedra) geführt, wo er Platz nahm und damit für alle sichtbar die Leitung der Erzdiözese übernahm. Das war um 15.38 Uhr. Die Mitfeiernden quittierten es mit minutenlangem Applaus.
Als "Zeichen der Freude über die Amtseinführung" läuteten schon vor der Weiheliturgie von 13.45 bis 13.55 Uhr die Glocken in der gesamten Erzdiözese Wien. Begleitet von rund 60 Jugendlichen kam der neue Erzbischof am Stephansplatz an und wurde von Blasmusikern aus Perchtoldsdorf empfangen. Zum Schlagen der Pummerin betrat Grünwidl kurz vor 14 Uhr den Dom und wurde vom Domkapitel begrüßt. Nach einem Gebet vor der Ikone von Maria Pocs begann der Gottesdienst in der Vierung des Domes, wo Kardinal Schönborn als Weihespender den neuen Erzbischof erwartete und wo die Tauferinnerung stattfand. Während sich Grünwidl noch inmitten der Gläubigen beim Taufbecken befand, wurde auch von einer Seelsorgerin aus dem Weinviertel das päpstliche Ernennungsschreiben verlesen.