Rund 34 Radwallfahrerinnen und Radwallfahrer aus unserem Pfarrverband machten sich auf den gemeinsamen Weg. Nach den einzelnen Treffpunkten versammelten sich alle Gruppen bei der Pfarrkirche Asparn/Zaya, wo Pater Nicholas Thenammakkal den Reisesegen spendete und die Pilgerinnen und Pilger auf ihren Weg aussandte.
Die abwechslungsreiche Route führte über Hörersdorf, Frättingsdorf und Ameis zur Wallfahrtskirche Maria Bründl. Dort schlossen sich zahlreiche weitere Gläubige an, sodass rund 100 Wallfahrerinnen und Wallfahrer gemeinsam den festlichen Wallfahrtsgottesdienst feierten. Zelebriert wurde die Heilige Messe von Pater Nicholas Thenammakkal und Pater Ionuţ Coceanga, die musikalische Gestaltung übernahm die Singgemeinschaft Gnadendorf.
In seiner Predigt stellte Pater Nicholas den Gedanken des gemeinsamen Unterwegsseins in den Mittelpunkt. Er erinnerte daran, dass jeder Mensch im Leben an Grenzen stößt und Situationen erlebt, in denen er Hilfe braucht. Es brauche Demut, sich die eigenen Schwächen einzugestehen und Unterstützung anzunehmen – sowohl von Mitmenschen als auch von Gott.
Maria sei dabei eine besondere Begleiterin. Wie bei der Hochzeit zu Kana erkenne sie die Sorgen und Nöte der Menschen und führe sie zu Jesus. Deshalb dürften sich Gläubige vertrauensvoll mit ihren Anliegen an die Gottesmutter wenden. Sie zeige den Weg zu Christus, der uns auf unserem Lebensweg begleitet und stärkt. So sei auch eine Wallfahrt weit mehr als das Erreichen eines Zielortes: Sie mache sichtbar, dass wir gemeinsam als Glaubensgemeinschaft unterwegs sind und Gott uns auf unserem Weg begleitet.
Nach dem Gottesdienst waren alle Wallfahrerinnen und Wallfahrer zu einer gemeinsamen Stärkung eingeladen. Die Zeit bot Gelegenheit für viele persönliche Gespräche und Begegnungen über die Pfarrgrenzen hinweg und unterstrich einmal mehr den gemeinschaftlichen Charakter der Pfarrverbandswallfahrt.
Die Rückfahrt führte über das Zwentendorfer Kreuz, wo die Pilgerinnen und Pilger das traditionelle Gelöbnisgebet der Pfarre Wenzersdorf beteten. Gleichzeitig wurde all jenen gedankt, die sich über viele Jahre um die Pflege des Wegkreuzes bemüht haben. Ein herzliches Vergelt's Gott galt besonders Josef Schulz sowie allen weiteren Helferinnen und Helfern für ihren langjährigen Einsatz. Ebenso wurde der Familie Breuer herzlich für die Übernahme der künftigen Pflege des Wegkreuzes gedankt. Dieses Zeichen der Verbundenheit und Verantwortung trägt dazu bei, dass das Wegkreuz auch in Zukunft ein Ort des Gebetes und der Besinnung bleibt.
Einen kleinen Schreckmoment gab es schließlich auf der Heimfahrt: Pater Nicholas Thenammakkal kam mit dem Fahrrad zu Sturz und musste ärztlich versorgt werden. Glücklicherweise verlief der Unfall glimpflich. Nach der medizinischen Behandlung konnte er sich rasch erholen und ist bereits wieder im priesterlichen Einsatz in unserem Pfarrverband. Dafür sind wir sehr dankbar und wünschen ihm weiterhin Gottes Segen und Gesundheit.
Mit vielen schönen Eindrücken, guten Gesprächen und gestärkt im Glauben kehrten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schließlich nach Hause zurück. Die gemeinsame Wallfahrt zeigte einmal mehr, dass der Pfarrverband nicht nur organisatorisch verbunden ist, sondern auch im Glauben gemeinsam unterwegs ist – ganz nach dem Motto: „Viele Wege – ein Ziel.“