Neben Pater Nicholas Thenammakkal und Pfarrer Johannes Cornaro feierten zahlreiche Konzelebranten den Gottesdienst mit. Die Festmesse wurde von zahlreichen Sängerinnen und Sängern sowie einer Musikgruppe festlich musikalisch umrahmt.
In seiner Festpredigt stellte Pfarrer Johannes Cornaro besonders die Begegnung des Heiligen Franziskus mit Jesus Christus in den Mittelpunkt. Er erzählte dabei auch von seiner eigenen Lebensgeschichte und davon, wie ihn die Beschäftigung mit Franziskus als junger Mann zur persönlichen Begegnung mit Christus und schließlich zum Glauben geführt hatte. Für Franziskus selbst sei Jesus der Mittelpunkt seines Denkens, Handelns und Redens gewesen.
Eine zweite wichtige Botschaft der Predigt war Franziskus als Erneuerer der Kirche. Franziskus verstand den Ruf Jesu, die Kirche neu aufzubauen, nicht nur im übertragenen Sinn. Durch sein einfaches Leben, sein tiefes Vertrauen auf Gott und seine konsequente Orientierung am Evangelium wurde er zu einem Menschen, durch den die Kirche seiner Zeit neue Impulse erhielt. Die Vision von Papst Innozenz III., in der ein Mann in brauner Kutte die einstürzende Kirche stützt, wurde dabei als eindrucksvolles Bild für diese Erneuerung aufgegriffen.
Nach der Eucharistiefeier folgte ein Vortrag von Dr. Georg Geiger mit dem Titel „Franz von Assisi – der erste Grüne“. Dabei wurde der Frage nachgegangen, welche Bedeutung der Heilige Franziskus für die Menschen von heute und morgen hat – ausgehend von seinem Lebensweg vom Sohn eines reichen Tuchhändlers zum Ordensbruder und Kirchenreformer.
Zum Abschluss waren alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einer gemeinsamen Agape eingeladen. In geselliger Runde klang dieser besondere Festtag aus.
Das 800-Jahr-Jubiläum erinnert damit nicht nur an eine bedeutende Gestalt der Kirchengeschichte, sondern lädt dazu ein, sich neu auf die zentralen Anliegen des Franziskus zu besinnen: Jesus Christus als Mittelpunkt des Lebens, ein einfaches und vertrauensvolles Leben aus dem Evangelium und der Einsatz für die Erneuerung der Kirche.