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04.07.2016 · Andersspr.Gem. · Ökumene

Irakischer Erzbischof: „Wir sind Menschen zweiter Klasse!“

Irakischer Erzbischof: „Wir sind Menschen zweiter Klasse!“

Erzbischof Saliba im Gespräch mit dem österreichischen Oikocredit- Repräsentanten Helmut Berg.

Der in den Libanon geflohene syrisch-orthodoxe Erzbischof Theophilus George Saliba berichtet über die Gräueltaten an  den Christen seiner Heimat und wie schwer es Christen haben, auch im Libanon ein Leben zu fristen und von der UNO in ihrem Leid gewürdigt zu werden.

Wir Christen werden unbarmherzig verfolgt“, sagt Erzbischof Theophilus George Saliba von der syrisch-orthodoxen Kirche.

 

„Kämpfer des radikal-islamistischen IS rauben, morden und verschleppen Christinnen und Christen. Das ist gezielt organisierter Terror“, so der Erzbischof in einem Gespräch am Rande der Generalversammlung der ökumenischen Entwicklungsgenossenschaft Oikokredit Mitte Juni in Noordweijkerhout in den Niederlanden.

2000 Jahre Christentum

Die zwei Jahrtausende alten christlichen Gemeinden in Syrien und im Irak zählen ungefähr zwei Millionen Mitglieder. Nach den ägyptischen Kopten bilden sie die größte Kirche im Nahen Osten. „Heute stehen wir vor der Auslöschung und nicht nur das. In dieser Katastrophe des Krieges werden wir Christen von Behörden und internationalen Hilfsorganisationen als Menschen zweiter Klasse behandelt“, kritisiert Erzbischof Saliba.  


Der Terror habe 2014 in der nordirakischen Stadt Mossul begonnen: „Ich war dabei, als die IS-Guerilla über uns hergefallen ist. Alle Nicht-Muslime mussten ihre Häuser verlassen und durften nichts mitnehmen. Nicht einmal die Ringe an ihren Fingern. Mütter wurden gehindert, ihren Babys Milch zu geben. Manchen nahmen sie die Kinder weg.“


Saliba kritisiert die mangelnde Berichterstattung über die Verbrechen an den Christen.

 

„Wenige wissen, dass uns Christen im Irak und Syrien alles geraubt wurde und vielen nur das nackte Leben geblieben ist. Zuerst haben die IS Truppen alle Grundstücke der Christen an sich genommen, dann fingen sie an, die Kirchen und kirchlichen Organisationen zu zerstören. Was auch immer sie gesehen haben, zerstörten sie. Unser Kloster wurde ausgeraubt und zerstört. Wer nicht getötet wurde, musste fliehen. Frauen wurden vergewaltigt und verkauft.“

„Maßlose Ungerechtigkeit“

Inwiefern werden geflüchtete Christen benachteiligt? „Kriegsflüchtling ist nicht Kriegsflüchtling“, sagt der Erzbischof. „Die UN kümmert sich nicht um Christen, weder aus Syrien noch aus dem Irak. Ich habe die UN-Abgeordneten im Libanon kontaktiert und sie gefragt, warum sie Muslime aufnehmen, aber keine Christen. Sie haben mir gesagt, dass Christen dem Assad-Regime in Syrien nahestehen und dieses sich um sie kümmern solle. Doch erstens stimmt das nicht. Und zweitens ist diese Antwort eine maßlose Ungerechtigkeit. Dann habe ich ihnen konkrete Beispiele genannt. Ich habe ihnen gezeigt, dass 57 Familien von der UN akzeptiert wurden,  2 christliche und 55 muslimische und beim nächsten Mal 307 Familien: 302 Moslems, 5 Christen.“


Auch jene Christen, die es – wie der Erzbischof selber – in den Libanon geschafft haben, stünden vor großen Problemen. Saliba: „Geflohene Christen erhalten im Libanon kaum die Erlaubnis zu arbeiten. Es ist sehr schwer im Libanon zu leben. Obwohl der Präsident Christ ist, ist die Regierung noch nicht bereit, den christlichen Flüchtlingen zu ermöglichen, eine wirtschaftliche Basis zu bilden.“

Selbst in Schweden bedroht

Die Verfolgung der Christen reiche bis nach Europa, sagt der Erzbischof. Er berichtet, dass in Schweden Moslems aus Syrien oder dem Irak den Christen, die sie aus ihrem Dorf kennen, Zettel mit Drohungen an ihre Türen kleben: „Entweder du wirst Moslem oder…“


Salina abschließend: „Alle wollen zurück. Auch ich. Aber ich bin ein gutes Beispiel. Mein Haus ist zerstört, mein Eigentum gestohlen, zwei Familienmitglieder ermordet. Wann gehe ich zurück? Das weiß Gott alleine. Wir brauchen Frieden in der gesamten Region. Aber das ist in den Händen von Amerika und Russland. Mein Eindruck ist, man will den Konflikt am Kochen halten.“

erstellt von: Der SONNTAG / Helmut Berg
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