Weihbischof Stephan Turnovszky Kolumne „Brückenbauer“, Der Sonntag, 2026-04
Frage an den Brückenbauer:
Bei Lukas, Markus und Matthäus wird auf den Spruch Jesus verwiesen, dass man täglich sein Kreuz auf sich nehmen soll. Nun war zum Zeitpunkt dieser Aussagen von einer Kreuzigung Jesus ja noch gar keine Rede. Wie sollten dies die Jünger verstehen? Übersetzungsfehler? „Das Joch auf sich nehmen“ würde besser passen.
Und etwas Zweites: Bei Markus 9,1 heißt es doch eindeutig aus dem Munde Jesu: „Von denen, die hier stehen, werden einige den Tod nicht schmecken, bis sie gesehen haben, dass das Reich Gottes in Macht gekommen ist.“ Irrtum?
„Wir kommen zur Heiligen Messe. Diese zelebriert ein indischer Priester. Wieso? Weil aus unseren Pfarrgemeinden niemand den Priesterberuf wählt, weil dieser nicht attraktiv ist? Eine brennende Sorge?“
„Ich bin diese Woche an einem Bettler, der mich angesprochen hat, vorbeigegangen – wieder einmal. Ich spende regelmäßig in der Kirche und auch an einige Organisationen. Wie soll ich mit meinem schlechten Gewissen umgehen?“
„Ist es nicht besser in der Kirche statt von „Veränderung“ von „Entwicklung“, „Entfaltung“, „Anpassung“ oder „Aufblühen“ zu sprechen? Beim Wort Veränderung erlebe ich oft abweisende Reaktionen. Warum?“
„Ich beobachte immer wieder asoziales Verhalten im Alltag – sei es beim Vordrängen oder Missachten von Verkehrsregeln. Wie ist die eigene innerliche angemessene christliche Haltung? Wie kann ich gelassener damit umgehen, wenn ich mich über Mitmenschen ärgere?“