
Johannes Lenius begann 1985 am Referat für Kirchenmusik zunächst als Leiter des Sekretariats. Jahrzehntelang übte er seine Haupttätigkeit als Vikariatskantor bzw. Kirchenmusikreferent für das Nordvikariat aus. Zusätzlich war er als Lehrer am Diözesankonservatorium tätig. Viele der derzeit im Weinviertel tätigen Organist/innen gingen durch seine Schule. Einige Jahre übte er auch die Funktion als Sekretär der Österreichischen Kirchenmusik- kommission aus. Als ausübender Kirchenmusiker tätig war er in Hollabrunn, an der Wiener Votivkirche und zuletzt in Stockerau. Eines seiner Hauptanliegen war immer die Entwicklung des Gemeindegesanges und das kreative und wohlüberlegte Zusammenwirken von Musik und Liturgie.
Seinen Abschied feierte Johannes am 30. Jänner an seinem 65. Geburtstag und seinem letzten Arbeitstag im Rahmen eines musikalisch liebevoll gestalteten ökumenischen Gottesdienstes in der Pfarrkirche Stockerau mit dem evangelischen Pfarrer Christian Brost und dem katholischen Pfarrer (und zukünftigen Generalvikar) Andreas Kaiser. Einen kleinen Eindruck von diesem Gottesdienst bekommen Sie in diesem Video bzw. in diesem Bericht.
Herzlichen Dank für den jahrzehntelangen treuen Dienst für so viele Menschen in der Erzdiözese! Ad multos annos!
(Persönliche Gedanken und Abschiedsworte von Johannes Lenius)
Für den Bereich Kirchenmusik führt die Pensionierung von Johannes Lenius zu einer internen personellen Umstrukturierung, da seine Stelle durch den diözesanen Prozess „Priorisieren und Finanzieren“ nicht direkt nachbesetzt wird.

Kirchenmusikreferent und damit Hauptansprechperson für kirchenmusikalische Belange im Nordvikariat ist seit 1. Februar Nikolaus Pesl.
Inhaltlich zuständig ist Nikolaus Pesl für seine Schwerpunkte Neues Geistliches Lied / Christliche Popularmusik sowie alle vokalen Belange (Chöre, Vokalensembles, Scholen, Kantor/innen).
Nikolaus Pesl über Johannes Lenius und seine eigene neue Funktion:
„Mit Johannes Lenius verabschieden wir einen gewissenhaften Kollegen und lebhaften Gestalter und Visionär des Gemeindegesangs sowie der Kirchenmusik der Vielfalt in den (Un-)Ruhestand. Mit zahlreichen Chorprojekten und Kursprogrammen hat er viele Menschen musikalisch begleitet und inspiriert.
Dieses Erbe darf nun eine Fortführung und gleichzeitig einen Neubeginn finden, in das ich einsteigen darf.
Durch meine persönlichen Schwerpunkte, speziell auch in populären Kirchenmusikformen und meiner Erfahrung mit Bands, werde ich in einigen Bereichen auch neue Impulse zu setzen versuchen und mich dennoch bemühen, bestehende Wünsche und Bedarf aus der bisherigen Arbeit mit Johannes bestmöglich weiter zu betreuen und fortzuführen.“
Die weiteren Agenden werden auf mehrere Personen aufgeteilt:

Die Funktion des Orgelreferenten und damit die fachliche Begleitung und Betreuung von Orgelprojekten übernimmt Charles-Ferdinand Collon. Er hat den Beruf des Orgelbauers erlernt und ist bereits seit einigen Jahren im Stadtvikariat tätig.

Schulungen und Kurse für Organistinnen und Organisten werden von Daniel Mair, Leiter des Bereichs Kirchenmusik, übernommen.

Die Funktion des Glockenreferenten und damit die fachliche Begleitung und Betreuung von Glockenprojekten übernimmt Christian Sperker, Assistent im Bereich Kirchenmusik, der derzeit seine Ausbildung zum Glockensachverständigen absolviert.
Wir sind zuversichtlich, die verschiedenen Aufgabenbereiche im Nordvikariat, für die bisher eine einzige Person zuständig war, auch im Zukunft im Team bestmöglich betreuen zu können.