Saturday 5. December 2020

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§ 1 Ziele und Aufgaben:


Kategoriale Seelsorge (KtS) ist die Organisationsform der besonderen Seelsorge der Erzdiözese Wien und Handlungsweise der Verwirklichung von Pastoral im Sinn des Zweiten Vatikanums: Pastoral ist hier ein qualifiziertes Geschehen, nämlich die „kreative und handlungsbezogene Konfrontation von Evangelium und Existenz heute“ sowohl individueller wie auch sozial- politischer Existenz. Dieser Pastoralbegriff ist Beschreibungsbegriff für das, was Kirche zu tun hat.

 

KtS ist - in Ergänzung zur territorial strukturierten katholischen Kirche auch im Kontext einer spezifischen Gruppe - die nicht territorial sondern überpfarrlich organisierte Pastoral für Menschen in besonderen Lebenssituationen, wenn sie offiziell vom Bischof zur Erfüllung des Missionsauftrages, mit einem Auftrag ausgestattet ein bestimmtes pastorales Ziel zu erreichen, an einem bestimmten Ort errichtet und dafür mit einer eigenen, nicht allein pfarrlichen Struktur, Autorität, Kompetenz und Zuständigkeit ausgestattet wird. Dafür werden Personen ernannt oder beauftragt, die zusätzlich zu der für die „allgemeine Seelsorge“ in der Pfarre benötigten Ausbildung eine spezielle Qualifizierung haben. Für die Erfüllung dieses Auftrages sind die Ressourcen und ein eigenes Budget vorhanden.

 

KtS ist missionarisch und spricht oft Menschen an, die nicht in Pfarren beheimatet sind. Sie ist an „spirituellen Orten“ präsent, wo bei Menschen aufgrund besonderer Lebensumstände die Gottesfrage aufbricht. Hier schafft Seelsorge Raum und Zeit für Gotteserahnung bzw. – erfahrung.

 

In der KtS beginnen Gemeindebildungen, weil bestimmte Menschen in besonderen Lebenssituationen nicht oder nur schwer von einer Pfarre betreut werden können. Mit den Veränderungen der Pfarrgrenzen ergibt sich die Chance, neue Gemeindebildungen zu forcieren und zu beauftragen.

 

KtS ermöglicht auf ihre spezifische Art die Wahrnehmung von Verantwortung durch viele Christinnen und Christen.

 

§ 2 Einrichtungen der Kategorialen Seelsorge:


Die Kategoriale Seelsorge - als Dienststelle und/oder Bischofsvikariat - besteht aus der Geschäftsführung, zwei Stabstellen, zwei Lehreinrichtungen und sieben Abteilungen, die in weitere Untergliederungen aufgeteilt sein können.

 

§ 2.1. Den Stabstellen sind die nachstehenden Aufgaben zugeordnet. Durch die Stabsstellen wird in diesen Aufgabengebieten die interne Koordination in der Kategorialen Seelsorge zur Umsetzung von diözesanen Vorgaben und Abläufen wahrgenommen.

 

§ 2.1.1. Stabsstelle Ressourcen- & Projektsteuerung: Abstimmung mit den zuständigen diözesanen Dienststellen für Personal- und Finanzverwaltung, Anschaffungen, Bauwesen und EDV sowie Projektmanagement.

 

§ 2.1.2. Stabsstelle Kommunikation und Netzwerke: Abstimmung mit den zuständigen diözesanen Dienststellen für interne und externe Kommunikation sowie für die Erstellung und Produktion von Drucksorten und sonstigen Medien.

 

§ 2.2. Für folgende Lehreinrichtungen, die in der Trägerschaft der Erzdiözese Wien stehen, nimmt die Kategoriale Seelsorge Leitungsaufgaben wahr:

 

§ 2.2.1. Lehranstalt Psychotherapeutisches Propädeutikum für Berufstätige (betrieben durch den Verein für Psychosoziale und Psychotherapeutische Aus-, Fort- und Weiterbildung /VPA).

 

§ 2.2.2. Lehranstalt für systemische Familientherapie.

 

§ 2.3. Den Abteilungen sind folgende seelsorgliche Aufgabenstellungen zugeordnet:

 

§ 2.3.1. Abteilung Seelsorge für Menschen im Gesundheitswesen und für beeinträchtigte Menschen: Krankenhaus- und Pflegeheimseelsorge, Seelsorge für Menschen mit intellektueller und mehrfacher Behinderung, Blindenapostolat, Gehörlosenseelsorge.

 

§ 2.3.2. Abteilung Seelsorge für Menschen in besonderen Situationen: Gefangenen-, Haftentlassenen-, Polizeianhaltezentren- und MigrantInnenseelsorge.

 

§ 2.3.3. Abteilung Krisenseelsorge Telefonseelsorge, Notfallseelsorge, Polizei- und Feuerwehrseelsorge.

 

§ 2.3.4. Abteilung City- und Passanten-Seelsorge Seelsorge im öffentlichen Verkehr (Flughafen, Bahnhöfe), „Offene Tür“-Einrichtungen (Gesprächsinsel, Räume der Stille), Pilgerbetreuung, Tourismusseelsorge (inklusive Schifffahrt, Schausteller, Gastgewerbe und Hotellerie), Seelsorge für den SK Rapid.

 

§ 2.3.5. Abteilung Seelsorge für Beziehungen, Ehen und Familien Betreuung von AlleinerzieherInnen, Ehe-, Familien- und Lebensberatung, Ehevorbereitung und -begleitung, Seelsorge in familiären Lebenssituationen, Seelsorge für Geschiedene und Wiederverheiratete in der Kirche, Seniorenpastoral.

 

§ 2.3.6. Abteilung Seelsorge an Universitäten und Fachhochschulen Universitäts- (inkl. Lehrende) und Studierendenseelsorge (inkl. Heimseelsorge).

 

§ 2.3.7. Abteilung Wirtschaft und Kirche Unternehmens- und Betriebsseelsorge.

 

§ 2.4. Die Errichtung von neuen oder die Auflösung von bestehenden Stabstellen, Lehreinrichtungen, Abteilungen und deren Untergliederungen hat keine Auswirkung auf die Gültigkeit der Statuten.

 

§ 3 Organe der Kategorialen Seelsorge:


Ist der Kategorialen Seelsorge ein Bischofsvikar zugeordnet, erhält sie die Bezeichnung „Bischofsvikariat“. In diesem Fall trägt der Bischofsvikar die Gesamtverantwortung im Sinne einer Richtlinienkompetenz für die Kategoriale Seelsorge, unbeschadet der Aufgaben der Dienststellenleitung.

 

§ 3.1. Geschäftsführung

 

Die Kategoriale Seelsorge hat eine/n oder mehrere Geschäftsführer/innen, der/die über Vorschlag des Generalvikars – und falls ein Bischofsvikar ernannt ist, in Absprache mit diesem - vom Erzbischof ernannt wird/werden. Der/die Geschäftsführer/innen ist/sind Dienststellenleiter im Sinne der Dienst- und Besoldungsordnung und Rechnungs- und Kassaordnung der Erzdiözese Wien.

 

§ 3.2. Aufgaben der Geschäftsführung

 

Der/die Geschäftsführer/innen führen die laufenden Geschäfte und sorgen für die Verwirklichung der Ziele und Aufgaben (vgl. § 1), insbesondere durch:

  • Koordination und Verantwortung für die inhaltlichen Planungen der Kategorialen Seelsorge,
  • Errichtung und Auflösung von Stabsstellen, Abteilungen und deren Untergliederungen,
  • finanzielle, personelle und infrastrukturelle Vorsorge,
  • Vertretung der Kategorialen Seelsorge der Erzdiözese Wien nach innen und nach außen.

Ist die Kategoriale Seelsorge Teil eines Bischofsvikariats, sind diese Agenden mit dem Bischofsvikar abzuklären.

 

§ 3.3. Geschäftsordnung

 

Die Vertretungsbefugnis und die Geschäftsverteilung innerhalb der Kategorialen Seelsorge werden in einer vom/von den Geschäftsführer/innen – und in Absprache mit dem Bischofsvikar, falls ein solcher ernannt ist, - unter Einbeziehung der entsprechenden Abteilungen zu erstellenden Geschäftsordnung geregelt, die dem Generalvikar zur Genehmigung vorzulegen ist. Die Geschäftsordnungen umfassen auch die organisatorische und inhaltliche Zuordnung von Stabstellen, Lehreinrichtungen und Abteilungen zueinander und zwischen den jeweiligen Leitungen. Die einzelnen Lehranstalten und Abteilungen können Statuten / Geschäftsordnungen erstellen, die zu ihrer Rechtswirksamkeit der Zustimmung der Geschäftsführer/innen bedürfen. Die Geschäftsordnungen sind im Diözesanblatt zu veröffentlichen.

 

§ 4 Auflösung:


Im Falle der Auflösung der Kategorialen Seelsorge durch den Erzbischof von Wien entscheidet dieser über die Zukunft der einzelnen Teilorganisationen.

 

Mit In-Kraft-Setzung dieses Statuts treten vorherige Bestimmungen außer Kraft.

 

Wien, am 30. Sept. 2019

 

Unser Statut (Wiener Diözesanblatt, Oktober 2019) zum Download (PDF)

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Kategoriale Seelsorge der ED. Wien
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