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28. März 2023

Worte unseres Pfarrers

Gedanken von Pater Nicholas Thenammakkal im Osterpfarrbrief unseres Pfarrverbandes.

Liebe Schwestern und Brüder im Herrn!

 

OSTERN IST HOFFNUNG

 

Der Frühling ist ein starkes und stimmiges Symbol für Ostern. Es verzaubert einen, vor allem in der zu Ende gehenden Winterzeit und im Frühling, wie die Natur zum neuen Leben erwacht. Die Bäume und Pflanzen beginnen die Blüten zu bilden. Man kann jeden Tag dabei zusehen, wie die Knospen sich ein bisschen weiter öffnen. Inmitten der schrecklichen Nachrichten aus aller Welt über Katastrophen und Kriege ist die Erneuerung der Natur ein Zeichen der Hoffnung. Sie wird aber manchmal getrübt durch den plötzlichen Frost. Er erfriert die Blüten und macht die Knospen tot am Baum hängend. 

 

 

Das mag einen an Jesus Leben erinnern. Wie die Frische des Frühlings hat er sein öffentliches Leben begonnen, für alle ein Hoffnungszeichen. Was er sagte und tat, war staunenswert. Ein neues Bild von Gott hat er  ermittelt. Plötzlich spürt man eine innige Beziehung zu Gott, wie zu den Eltern. Gott ist Abba, Vater! Er verlässt sich ganz auf Gott. Er wünscht sich, dass auch seine Freunde genauso handeln. Nun scheint dieses Hoffnungszeichen zu erlöschen, wie die Blüten im Frost erfriert und, wie die Knospen tot am Baum hängen. Jesus stirbt am Kreuz.  Das ist eine Herausforderung für den Glauben an Gott, den Vater. Derjenige, der sich ganz auf Gott verlässt, wird am Ende vom Tod nicht verschont. Ist Gott nicht dafür da, dass er Leid, Kreuz und Tod von uns fernhält?

 

Natürlich fragt man dann: Welchen  Sinn hat ein Leben nach dem Glauben, wenn alles so endet? Macht es Sinn zu leiden? Das menschliche Leben ist gekennzeichnet durch tragische Momente, Einsamkeit, Schicksale, in denen Gott scheinbar abwesend ist. Manchmal gehen wir durch die Passion, wie Jesus. In solchen Momenten lohnt es sich auf Jesus zu schauen, wie er im Vertrauen auf seinen Abba nicht vom Kreuz ausgewichen ist, sondern aus Liebe und Gehorsam zu IHM durchgestanden hat. Könnte das auch unser Weg sein, wenn dieser zur „Passion“ führt? Oder wir können jeden Tag damit hadern, es bedauern, es versuchen abzuschütteln, oder loszuwerden und in diesem Kampf unsere Kräfte verlieren. Der Lebensweg Jesu endete nicht am Karfreitag, sondern führte durch den Karfreitag hindurch zum Ostersieg. Der Ostersieg Jesu öffnet uns den  Weg in das ewige Leben, das keinen Tod kennt, wo wir von unserem Kreuz befreit werden. Wir werden mit Gott, dem Vater vereint, von ihm getröstet und geheilt.

 

Der erfrorene Baum beginnt wieder Blüten zu bilden und Knospen zu treiben. Die Zeichen der Auferstehung und des Lebens lassen sich nicht aufhalten! Die Osterhoffnung dringt durch alle festgefahrenen Situationen, denn Christus ist aus dem Tod erstanden. 

 

Möge der Segen des Auferstandenen euch begleiten! Ein frohes Osterfest wünschen euch die Pfarrgemeinde- und Vemögensverwaltungsräte sowie die Patres!

 

Euer Pfarrer Mag. Nicholas Thenammakkal

 


 

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