Liebe Schwestern und Brüder im Pfarrverband!
Die Coronapandemie hält uns noch fest im Griff. Wir befinden uns immer noch im Lockdown. Deswegen erscheint auch dieses Mal der Pfarrbrief in „Mini-Form“. Anders als zu Ostern dürfen wir aber, wenn auch mit harten Beschränkungen, die Gottesdienste gemeinsam feiern. Das ist eine echte Erleichterung und echter Segen für uns.
Ich hoffe, wir haben mehr als die Hälfte der Krise überstanden. Als glaubende und vernunftbegabte Menschen sollen wir natürlich darüber nachsinnen, was die Krise uns lehren will. Wir können ja aus allen Erfahrungen etwas lernen. Will die Krise uns eine Antwort auf unsere oft festgelegten Einstellungen geben? Oft waren wir der Meinung: Wir können auf nichts verzichten; die Mobilität, die Geschäftigkeit ist ein Heiligtum in der modernen Zeit. Die erste und unmittelbare Konsequenz der Krise ist, dass wir wieder Verzicht gelernt haben. Mit weniger Mobilität und Geschäftigkeit lässt sich das Leben gestalten. Wir verbringen mehr Zeit mit der Familie. (Übrigens: das alles tut der Umwelt gut!) Die Pandemie hat unsere Gewohnheiten ein wenig durcheinandergewirbelt. Wir entdecken neue Prioritäten im Leben. Wir reden und träumen von der Wiederkehr der Normalität. Hoffentlich wird sie nicht die alte Normalität sein. Eine neue Normalität ist von Nöten, eine Normalität, die die neu entdeckten Prioritäten im Blick behält.
Im Namen der Klostergemeinschaft und der Pfarrgemeinden wünsche ich Ihnen und ihren Familien trotz der Corona-Krise ein gesegnetes und frohes Weihnachtsfest und ein gutes, gesundes neues Jahr 2021!
Euer Pater Nicholas (0664/6216835)