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Diakon hält eine Taufe
Erzdiözese Wien/ Schönlaub, Stephan Schönlaub / Diakon hält eine Taufe
01.12.2025

Der Diakon

Der Dienst des Diakons ist ein sichtbarer Ausdruck der tätigen Nächstenliebe und ein grundlegender Bestandteil des Lebens der Kirche.

Für angehende Priester bildet die Diakonenweihe die erste Stufe des Weihesakraments. Sie ist ein notwendiger Schritt auf dem Weg zur Priesterweihe und zugleich eine Zeit der Einübung in den geistlichen Dienst. In dieser Phase lernen die Kandidaten, sich ganz in den Dienst der Menschen zu stellen und sich innerlich mit Christus zu verbinden.  

 

Ständige Diakone

Neben dem Diakonatt, das auf die Priesterweihe vorbereitet, gibt es auch den sogenannten ständigen Diakonat. Männer, die sich für diesen Weg entscheiden, leben dauerhaft in dieser Berufung. Viele von ihnen sind verheiratet und stehen mitten im Leben. Sie bringen die Botschaft des Evangeliums in ihre Familien, Berufe und Gemeinden und sind Brückenbauer zwischen Kirche und Gesellschaft. Der ständige Diakonat zeigt, dass der Dienst am Nächsten nicht an eine spätere Priesterweihe gebunden ist, sondern eine eigene, vollwertige Berufung darstellt.

 

Unverheiratete Weihekandidaten übernehmen in beiden Fällen mit den Diakonenweihe die Verpflichtung zum zölibatären Leben und zur Verrichtung des täglichen Stundengebetes (Für verheiratete Priester gilt diese Verpflichtung in einem geringeren Umfang).

 

Aufgaben eines Diakons

Der Diakon ist zwar kein Priester, doch sein Dienst umfasst auch wichtige Aufgaben in der Liturgie und in der Seelsorge.

Er verkündet das Evangelium in der Messfeier, predigt und assistiert am Altar. Er darf das Sakrament der Taufe spenden und bei der Eheschließung assistieren. Auch die Feier von Begräbnissen und Wortgottesdiensten gehört zu seinem Aufgabenbereich. Besonders aber ist der Diakon berufen, den leidenden Menschen beizustehen, ihnen zuzuhören und ihnen Mut zuzusprechen. Sein Dienst ist ein Dienst der Hoffnung, der Zuwendung und der Nähe zu den Ausgegrenzten und Bedürftigen.

 

Zeit des Diakonats

Die Zeit des Diakonats – ob als Übergangsphase oder als dauerhafte Lebensform – ist eine Schule der Hingabe. Die Diakone lernen, sich selbst zurückzunehmen, um Christus Raum zu geben. Sie werden zu Dienern der Freude, der Versöhnung und der Nähe. Ihr Dienst erinnert daran, dass Kirche dort lebendig ist, wo Menschen einander in Liebe begegnen und sich gegenseitig tragen.

 

In der Liturgie trägt der Diakon die Stola quer über der Albe und ggf. auch die Dalmatik als liturgisches Gewand. Sie ist meist aus edlem Stoff gefertigt, reicht bis zu den Knöcheln und hat weite Ärmel. Charakteristisch sind zwei senkrechte Streifen, die vorne und hinten verlaufen und an die dienende Haltung des Diakons erinnern. Als Zeichen seines Dienstes am Altar und am Nächsten unterscheidet sie sich deutlich von der Kasel des Priesters.