Sonntag 23. September 2018
Evangelium von heute Mk 9,30-37 In jener Zeit zogen Jesus und seine Jünger durch Galiläa....
Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören.
Mk. 9, 7
Namenstage Hl. Basin von Trier, Hl. Linus, Hl. Rotrud, Hl. Thekla von Ikonium, Zacharias...
In Jesus von Nazareth ist die Barmherzigkeit des Vaters lebendig und sichtbar geworden und hat ihren Höhepunkt gefunden.
(Papst Franziskus)
Florian Kuntner

Kuntnerfeier in der Mionoritenkirche: "Stimme der Ungehörten"

Wien, am 23.März 2018. Mit einem Gottesdienst und der Enthüllung einer Gedenktafel erinnerte das Referat für Weltkirche an das Wirken des "Weltkirchebischofs". Preisträger des Florian Kuntner-Preises der letzten 10 Jahre präsentierten die Früchte ihres Einsatzes für eine solidarische Weltkirche.

Das "Fest für Florian Kuntner und eine solidarische Weltkirche" begann mit einem Rückblick auf 10 Jahre Florian Kuntner-Preis. "Die Zahl und beeindruckende Vielfalt an Einreichungen sind ein Zeichen, dass die 'Saat', die Florian Kuntner zeit seines Lebens ausgestreut hat, vielfach aufgeht", so Kuntner-Wegbegleiter Franz Ferstl, der den Preis zur Würdigung von beispielhaften Pfarrpartnerschaften mit den Kirchen des Südens als seinerzeitiger Leiter des diözesanen Referats für Weltkirche ins Leben gerufen hatte. Kuntner-Preisträger der letzten 10 Jahre präsentierten die Früchte ihres Engagements, unter ihnen die Pfarre Machstraße, die den Preis 2007 als eine der ersten Pfarren für ihre nunmehr bereits 39 Jahre währende Partnerschaft mit der Gemeinde Jenda in Burundi erhalten hatte. Christian Zettl, Leiter des Referats für Weltkirche, dankte allen Mitwirkenden für ihr beispielgebendes Engagement: "So wie die Mitglieder der Pfarren und Initiativen, werden wir weiterhin Mut, Vertrauen und Ausdauer brauchen, um den Herausforderungen einer polarisierten, konfliktreichen Welt mit unserem Beitrag zum Aufbau einer solidarischen Weltkirche begegnen zu können."

 

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Im Anschluss daran enthüllte Generalvikar Nikolaus Krasa eine Kuntner-Gedenktafel auf dem Minoritenplatz. Die Tafel, in symbolträchtiger Nachbarschaft zur Statue des Hl. Franz von Assisi, zitiert einen Ausspruch des ersten Bischofsvikars für Mission und Entwicklungshilfe der Erzdiözese Wien sowie ersten "Weltkirchebischof" auf Österreich-Ebene: "Die Saat geht auf".

 

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In ihrer Festansprache erinnerte Publizistin Ingeborg Schödl, dass Kuntner von der Mystik des Franz von Assisi angezogen war und sich von dieser Spiritualität prägen ließ, und gleichzeitig sehr politisch war. Schödl erwähnte Kuntners Südafrika-Engagement und den Auftritt beim Lichtermeer gegen Ausländerfeindlichkeit. "Er machte sich damit nicht nur Freunde, im Gegenteil. Auch die Bezeichnung 'Bischof der Linken' zu sein, konnte ihn nicht davon abhalten, weiter seine Stimme für all jene zu erheben, deren Stimme ungehört blieb", sagte die Kuntner-Biographin. Immer sei für ihn Solidarität mit allen Verfolgten, Ausgebeuteten und Unterdrückten im Mittelpunkt gestanden.

 

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Den anschließenden Gedenkgottesdienst zum 24.Todestag Kuntners in der Minoritenkirche leitete Militärbischof Werner Freistetter, der auch Nachfolger Kuntners als Referatsbischof für Weltkirche in der österreichischen Bischofskonferenz ist. Konzelebranten waren u.a. Generalvikar Nikolaus Krasa, Bischofsvikar Dariusz Schutzki und Bischofsvikar Petrus Hübner. Bischof Freistetter erinnerte in seiner Ansprache an den Tagesheiligen Bischof Toribio de Mogrovejo (1538-1606), den dritten Erzbischof von Lima in Peru, der von den Einheimischen als "Beschützer der Indios" verehrt wird. Toribio habe den Biographien zufolge alles, was er besaß, mit den Armen geteilt und er sei 15 Jahre lang auf beschwerlichen Reisen im Diözesangebiet unterwegs gewesen. "Finden sich da nicht viele Parallelen zu Bischof Kuntner?"

 

Text: Christian Zettl, kathpress

Fotos: kathbild.at/Franz Josef Rupprecht

Pastoralamt der ED. Wien Referat Weltkirche und Entwicklungszusammenarbeit
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