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SEGEN - Segnen – Segen sein

Menschen freuen sich zunehmend über den Zuspruch der Begleitung Gottes auf ihrem Lebensweg.

Nachstehend ein paar generelle Bemerkungen zu Segensfeiern und explizite Vorschläge für das Pfarrleben, wobei in dieser Rubrik hauptsächlich Segensfeiern angeführt sind, die zum einen auch von Laien gut geleitet werden können bzw. die nicht ohnehin schon im Benediktionale zu finden sind.

Segen kommt vom lateinischen „benedicere“, was „gut zusprechen“ bedeutet.

Segen soll heilen, trösten, stärken und gelassen machen. Er kann durch Worte („Gott segne dich“), Handauflegung, Kreuzzeichen oder durch Taten wie Umarmungen und Wohlwollen im Alltag geschehen. In der Bibel ist Segen Gottes Beistand in Höhen und Tiefen. Mit einem Segen verbinden wir einen Zuspruch Gottes, der uns Schutz und Mut zum Leben gibt.

Segnen ist also ein Ritual, bei dem man einem anderen Menschen etwas Gutes wünscht und ihn unter den Segen Gottes stellt. Segensrituale bestehen oft aus einem guten Wunsch, zum Beispiel „Viel Glück! Sei behütet! Gott segne dich! Alles Gute“ und einer Geste, z.B.: umarmen, Daumen drücken, einen Kuss geben, eine Hand auf die Schulter legen.

Jeder Mensch kann segnen! Erwachsene und Kinder, egal, welchen Glauben sie haben. Gesegnet werden kann im Alltag oder in besonderen Momenten des Lebens. Ein guter Wunsch, ein Zeichen, das Hoffnung gibt, ein Zuspruch Gottes, ein Ritual in der Familie, ein ermutigendes Wort, eine Absicherung gegen Unglück, eine geheimnisvolle Handlung – all das kann Segen sein.

Jeder Mensch kann durch sein Denken, Fühlen und Handeln für andere zum Segen werden. Oft genügt ein Wort, ein Zeichen oder ein Blick, um einem anderen Menschen Trost, Hoffnung oder Frieden zu schenken.

„Ich werde dich segnen, und ein Segen sollst du sein.“ (Gen 12,2)

Auch außerhalb der Religion wird das Wort benutzt. Dann meint es etwas, das sehr hilfreich oder wohltuend ist, zum Beispiel: „Der Regen war ein Segen für die Pflanzen.“

Beispiele fürs Segnen:

Segnen ist, wenn ich dem Kind zum Abschied ein Kreuzzeichen auf die Stirn zeichne, oder ich dem Kind vor einer Prüfung alles Gute wünsche, oder wenn ich den Kindern vor dem Einschlafen einen Gutenachtkuss gebe, wenn ich dem Kind/Teenager sage, dass er/sie eine tolle Tochter/ ein toller Sohn ist, oder wenn ich dem Anderen sage: „Ich schätze dich“ oder „Ich hab dich lieb.“

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