Das christliche Mittelalter, die Renaissance und der Barock waren von Gewürzen begeistert - aus medizinischen, kulinarischen und spirituellen Gründen.
Der Garten Eden der Heiligen Schrift ist kein Ort auf Erden, sondern bezeichnet den Vollendungszustand des Menschen. Einem Europäer musste es im Mittelalter allerdings so vorkommen, als ob die Länder des Ostens bei der Vertreibung dem Paradies ein wenig näher geblieben waren. Hat doch das Abendland Knoblauch, Fenchel und Kümmel; das Morgenland
hingegen paradiesischen Zimt, Ingwer und Muskatnuss. Welch ein Unterschied!
Diese Deutung des Paradieses mag uns fremd vorkommen, und dennoch ist es der modernen biochemischen Forschung gelungen, "paradiesische" Dimensionen von Gewürzen ans Tageslicht zu bringen: Gewürze beeinflussen Verdauung und Stoffwechsel positiv.
Sie sind pflanzliche Antibiotika, tragen zur Gesunderhaltung bei und haben einen stärkenden Einfluss auf das Immunsystem. Mit Hilfe von Gewürzen lässt sich ein überhöhter Salzkonsum auf das gesunde Maß zurückführen.
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