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kathbild.at/Rupprecht
20.01.2015

Der Strahl der Wahrheit Gottes, der alle erleuchtet

Vom Respekt der Religionen voreinander

Zunächst muss man sagen: Gott hat uns Menschen als sein Ebenbild geschaffen, fähig ihn zu erkennen, seine Liebe zu erfahren und seine Gegenwart in der ganzen Schöpfung zu spüren.


Viele Religionen sind aus diesem Gespür heraus entstanden. Sie wissen: die Sonne und der Mond, die Sterne, die Bäume und das Wasser sind Hinweise auf Gottes Gegenwart. Immer wieder haben besondere Menschen Gottes Gegenwart spüren dürfen.  Buddha wurde Erleuchtung geschenkt, Mohammed wurde zum Propheten.


„Die katholische Kirche lehnt nichts von alledem ab, was in diesen Religionen wahr und Heilig ist.“ sagt das 2. Vatikanische Konzil in seiner Erklärung Nostra Aetate über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen. Das heißt: wir müssen allen Menschen, die einer anderen Religion angehören mit Respekt begegnen, weil auch sie göttliche Wahrheit erkennen, weil es einen Strahl der Wahrheit Gottes gibt, der alle Menschen erleuchtet. Im besonderen Maß gilt dies für die Juden mit denen Gott einen unauflöslichen Bund geschlossen hat, die unsere besonderen Geschwister sind.


Die Erfüllung für uns Christinnen und Christen aber kommt aus der Selbstoffenbarung Gottes, die er uns in Jesus Christus geschenkt hat. Unablässig müssen wir daher, so stellt es das Konzil ebenfalls fest, Christus verkündigen, der „der Weg, die Wahrheit und das Leben“ ist.