Der Advent ist eine dichte Zeit „besonderer Gewohnheiten“ – Häuser und Räume werden geschmückt, Geschenke ausgesucht, Weihnachtsmärkte besucht,…
Ob es sich um Bräuche oder Rituale handelt, hängt wohl von der inneren Einstellung ab.
Rituale haben aber nicht nur eine Bedeutung für den einzelnen Menschen, sie begründen auch Gemeinschaft – sie werden zu einer Sprache für alle Sinne. Wertvoll sind also Rituale dann, wenn sie in ihrem Kern mit Sinn erfüllt sind. Wenn sie zu einer leeren Hülle geworden sind, dürfen sie verändert oder verabschiedet werden. So kann Neues entstehen – hier sind gerade Familien oft sehr kreativ.
Häufig bildet gemeinsam verbrachte Zeit ein wesentliches Element – es gibt Großfamilien, die sich zum gemeinsamen Schreiben der Weihnachtspost treffen, die alle Jahre wieder Ideen in die Gestaltung eines Familienfotos investieren, die den Schenkstress durch „Wichteln“ reduzieren und lieber gemeinsame Spiele-oder Musikabende verbringen.
Wichtig ist: Rituale und Bräuche sollten sich an den Bedürfnissen orientieren; sollten kein ‚Müssen weil es dazugehört‘ sondern ein ‚Wollen weil es Freude bereitet‘ sein .