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20.01.2015

„Hausübung ist total langweilig!“

Und welchen Sinn haben Hausübungen überhaupt?

Wenn Kinder keine Lust auf Hausübung haben, kann das verschiedene Ursachen haben:

  • Überforderung: Der Lehrstoff wurde in der Schule zu rasch oder zu kompliziert vermittelt und das Kind hat sich nicht getraut Fragen zu stellen, weil es Angst hat, vor den anderen als dumm zu gelten, weil es zur Lehrperson keine gute Beziehung hat, etc. Wichtig ist hier, mit liebevoller Zuwendung, die wirkliche Ursache zu ergründen und dann die passende Unterstützung zu geben – in Form von Lernhilfe, aber immer auch mit viel Selbstwert-Stärkung durch Lob und Anerkennung.
  • Unterforderung: Der Schulunterricht hat genügt, das Wesentliche zu erfassen – es wurde aber keine Neugier geweckt, die das Kind motiviert, sich noch ausführlicher mit den Themen zu beschäftigen. Hier wird es eher darum gehen, durch zusätzlich Angebote die Lust am Lernen wach zu halten. Gerade in den ersten Schuljahren reicht es für begabte Kinder oft, wenn sie einfach in der Schule aufpassen. Da ist es dann wichtig, dass sie trotzdem rechtzeitig „Lernen lernen“ – denn irgendwann kommt für jede/n die Herausforderung, sich Wissen eigenständig und selbstverantwortlich anzueignen.
  • Soziale Probleme: Wenn Kinder in der Klasse in eine Außenseiterrolle geraten sind, so kann dies auch zu einer Schul- und damit Hausübungsverweigerung führen. Es ist wichtig, die Probleme ernst zu nehmen, durch viel Lob und Anerkennung den Selbstwert zu stärken und auch mit den PädagogInnen das Problem anzusprechen, um den Konflikt in der Klassengemeinschaft möglichst rasch zu lösen.