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Ehe und Bibel
EchterVerlag / Interview-Buch „Die Hoffnung der Familie“
16.06.2015

Was Ehe und Familie ausmacht

Kardinal Müller über die Eckdaten der kirchlichen Lehre.

Schon im Juni 2014, also vor der Außerordentlichen Bischofssynode im Oktober 2014, führte der Direktor des Madrider Verlags „Biblioteca de Autores Cristianos“, Carlos Granados, ein Gespräch mit dem Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Müller.

 

In diesem 2015 auf Deutsch im Echter-Verlag erschienenen Interview-Buch „Die Hoffnung der Familie“ erläutert Müller die Eckdaten der kirchlichen Lehre zu Ehe und Familie.

 

Dabei habe die langfristige Ehevorbereitung „allerhöchste Priorität“. Für Müller sind „die Person, die Gemeinschaft, die Fruchtbarkeit, die Verantwortung und die Bildung“ die Grundlagen für ein umfassendes Verständnis der Ehe.


„Liebe“ ist für Müller „Selbstverwirklichung durch Selbsthingabe“. Das wichtigste Ziel der Synode sei es, dafür zu sorgen, „dass die sakramentale Vorstellung von Ehe und Familie wieder klarer zutage tritt“.

 

Die vom Zweiten Vatikanum empfohlene „Hauskirche“ sei die Basis der Erneuerung. Nicht „Kindermessen“, sondern „Familienmessen“ sollten gefeiert werden, denn die „Familienmesse“ sei für alle da: Großeltern, Eltern, Kinder.


Im Hinblick auf die Scheidung betont Müller: Die absolute Unauflöslichkeit einer gültigen und vollzogenen sakramentalen Ehe sei „ein göttliches und somit der Kirche vorgegebenes Dogma, d. h. eine in der Offenbarung sicher enthaltene und damit verbindliche Lehre“.

 

Trotzdem müsse „über das Problem der Gültigkeit vieler Ehen“ – angesichts vieler „ungläubiger Getaufter“ – gesprochen werden.

 

Das Band der sakramentalen Ehe werde nur durch den Tod eines der Ehegatten gelöst.

 

Müller spricht bei der Ehe – ähnlich wie bei Taufe, Firmung und Priesterweihe – von einem „quasi-untilgbaren“ Merkmal bzw. Charakter.