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Buchcover (Ausschnitt)
Herder / Keine Christen zweiter Klasse
27.07.2015

„Keine Christen zweiter Klasse“

7. Buch zur Bischofssynode: (über "Wiederverheirateten") Hermann Häring geht weit über Kaspers Anliegen hinaus.

Manchen gingen schon die Ausführungen von Kardinal Walter Kasper, die er im Februar 2014 vor den versammelten Kardinälen in Rom unter dem Titel „Das Evangelium von der Familie“ gehalten hat, zu weit.

 

Seine weit ausholende Rede enthält zur Frage der Familie fünf Kapitel, nur das fünfte Kapitel ist ausdrücklich dem Problem der wiederverheirateten Geschiedenen gewidmet. Und genau dieses fünfte Kapitel erhielt und erhält noch immer die größte Aufmerksamkeit.

 


Der Theologe Hermann Häring führt in seinem Buch „Keine Christen zweiter Klasse. Wiederverheiratete Geschiedene – ein theologischer Zwischenruf“ (Herder-Verlag) die Gedanken Kaspers weiter.

 

Ausgehend vom Schlüsselwort der Barmherzigkeit beleuchtet Häring das breite Themenfeld von Ehe, Familie, Sexualität und ihre Gefährdungen.

 

Kasper habe vier Antworten genannt.

  • In Sachen Sexualität, Ehe und Familie müsse erstens die Kirche wieder sprachfähig werden.
  • Zweitens müsse das ganze Leben des Christen wieder als eine Buße, d. h. als ein Umdenken und eine Umorientierung begriffen werden.
  • Drittens müsse eine christliche Gemeinde die zivil Wiederverheirateten in ihrer Situation nicht allein lassen, sondern sie spirituell und pastoral begleiten.
  • Und viertens gehe es um den „Akt der Buße“.


Häring selbst geht in seinen eigenen Folgerungen weit über Kasper hinaus, indem er etwa formuliert:

 

  • „Es liegt nicht in der Hand der Menschen, dass Gott bisweilen wieder trennt, was er verbunden hat.“

Woher weiß Häring das?

 

  • Wenn Häring fordert, „dem Maßstab der Schrift zu trauen“, ist ihm zuzustimmen.

Wer aber legt den Maßstab fest?

 

Wem Kardinal Kaspers Ausführungen nicht weit genug gehen, der wird bei Häring fündig...