Dienstag 24. Februar 2026

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14.09.2015

Dringende Suche nach Notquartieren

Derzeit befinden sich Tausende in Österreich, deren reibungslose Weiterreise im Moment nicht möglich ist.

Rainald Tippow, der Diözesankoordinator sucht für die Tausenden Flüchtlinge, die gerade in Wien ankommen und nicht weiter reisen können, für diese und die folgenden Nächte zusätzliche Notunterkünfte.

 

Der Flüchtlingskoordinator dankt allen Pfarren und Gemeinschaften "für all das, was sie in den letzten Tagen und Wochen im Zusammenhang mit der derzeit sehr bedrückenden und menschlich erschütternden Fluchtsituation geleistet haben."

 

Weiterreise derzeit nicht möglich

"Derzeit befinden sich tausende Notreisende in Österreich oder auf dem Weg", so Tippow: "Da eine reibungslose Weiterreise im Moment nicht möglich ist, brauchen diese Menschen dringend Notschlafplätze, die sie nutzen können um zu rasten, schlafen, essen usw."

 

Die Flüchtlingshilfe der Erzdiözese Wien sucht daher ganz akut größere Räumlichkeiten, die kurzfristig als Notunterkunft für Notreisende zur Verfügung gestellt werden können. 

 

Bereits seit einigen Tagen werden Notreisende in einigen Pfarren Wiens beherbergt. "Aufgrund der aktuellen Notlage suchen wir aber dringend weitere Pfarren, die bereit und in der Lage sind Flüchtlinge aufzunehmen", so Tippow.

 

Die Flüchtlingshilfe sucht:

  • Notquartiere, die mind. 50 Personen fassen (Unterbringung erfolgt in 50iger Gruppen, da die Menschen großteils mit Bussen, die 50 Personen fassen, in die Notunterkünfte gebracht werden).
     
  • Eine Ansprechperson, die gut erreichbar ist und kurzfristig das Notquartier öffnet, sowie ehrenamtliche HelferInnen organisiert.
     
  • Betreuung der Menschen durch ehrenamtliche Personen.
     
  • Verpflegung der Menschen mit dem Nötigsten (Essen, Kleidung, usw.).
     
  • Sanitäre Einrichtungen (WC und Waschbecken) - Duschmöglichkeiten ev. in der Umgebung, die genutzt werden könnten.

 

Worum die Pfarre gebeten werden:

  • Bereitstellung der Räumlichkeiten am besten ab sofort und die Zusage für Notunterbringung.
     
  • Verständnis für etwaige kurzfristige Änderungen.
     
  • Kontaktperson, die rund um die Uhr am Mobiltelefon erreichbar ist.
     
  • Spontane und unkonventionelle Hilfe.

 

"Aufgrund der ärgerlichen Kommunikation von ungarischer Seite, aber auch aufgrund ständig schwankender Transportkapazitäten sind Auskünfte bezüglich der tatsächlichen Zugriffe auf die Quartiere leider nur kurzfristig möglich," entschuldigt sich der diözesane Koordinator für die geforderte Spontaneität der Pfarrgemeinden.