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Ehepaar beim gemeinsamen Tagewerk
Herder / Theologie der Liebe
19.10.2015

Liebe ist mehr als ein Gefühl

Zwölftes Buch zur Bischofssynode: „Theologie der Liebe". Zur aktuellen Debatte

Ausgangspunkt des  von P. Hans Langendörfer SJ u.  a. herausgegebenen Buches „Theologie der Liebe. Zur aktuellen Debatte um Ehe und Familie“ (Herder-Verlag) ist ein Studientag, der auf Einladung der Französischen, Deutschen und Schweizer Bischofskonferenz am 25. Mai in Rom stattgefunden hat.

 


Die Überlegungen zu einer Bibelauslegung im Licht der Worte Jesu zu Ehe und Ehescheidung, zu einer Theologie der Liebe und zu einer Theologie der Biographie bieten Ansätze zu einer vertieften Klärung der Lehre über Sexualität, Ehe und Familie.

 

Zwei Beiträge seien hervorgehoben: Der Bochumer Neutestamentler Thomas Söding skizziert unter dem Thema „Ehebund in Gottes Hand“ neutestamentliche Kernsätze zu Ehe und Ehescheidung und weist dabei u. a. nach, dass die neutestamentlichen Aussagen zur Ehe profiliert und signifikant sind, die nach einer Aktualisierung rufen.

 

Einer der Kernsätze: „Das Verbot der Ehescheidung spiegelt den Wert und dient dem Schutz der Ehe.“ Gerade weil das jesuanische Votum für die Ehe und gegen die Scheidung so klar sei, „ist es auch offen“.

 

Es verlange „keine rigoristische, sondern eine barmherzige Auslegung“, ist Söding überzeugt.


Der Freiburger Moraltheologe Eberhard Schockenhoff wiederum warnt in seinem Beitrag über eine „Theologie der Liebe“ davor, Liebe „mit bloßen Gefühlen füreinander zu verwechseln“. Einen anderen zu lieben sei auch „eine Entscheidung, ein Versprechen“.

 

Das Buch beinhaltet auch das im Juni 2015 erschienene  „Instrumentum laboris“, das aus dem Schluss-Dokument der Außerordentlichen Bischofssynode 2014 und aus Ergänzungen auf der Grundlage einer Umfrage in der Weltkirche im Winter 2014/2015 besteht.