Vertreter von Pfarren und Gemeinden oder auch Einzelpersonen, die Flüchtlinge bei sich aufgenommen haben oder über eine Aufnahme nachdenken, dürfen sich einen Termin vormerken:
Samstag, 5. Dezember
Kardinal König Haus in Wien-Lainz.
Dort findet der erste Integrationstag der Erzdiözese Wien statt.
„Wir haben in sehr vielen Gesprächen gehört, dass Menschen etwas tun wollen und nicht genau wissen wie. Um diesen Menschen in unseren Pfarren und Gemeinden Mut zu machen und auch Sicherheit zu geben, machen wir diesen Integrationstag“, sagt Carl Rauch, Geschäftsführer des Medienhauses der Erzdiözese Wien.
"Mut anhand von positiven Beispielen, wie es in anderen Pfarren und Gemeinden geht, und Sicherheit, in dem wir die Fachleute einladen, die wissen, wie es konkret wirklich funktioniert, wenn es zum Beispiel um Mietvertrag oder Sprachkurse geht." Als vorrangiges Zielpublikum sieht Carl Rauch pfarrlich engagierte Menschen, die mehr für Flüchtlinge machen wollen. "Alle diese Ideen, die wir gerade ausführen, sind in der Not im Sommer entstanden. Wir haben gesehen, da muss etwas geschehen. Die Integration hört nicht mit der Erstunterbringung auf, sondern wird uns noch viele Jahre begleiten. Bei Bedarf wird es auch in Zukunft weitere Angebote zu diesem Themenbereich geben", so Rauch.
Der Tag wird aus drei verschiedenen Ebenen bestehen:
Es gibt Plenumsvorträge: So wird der Universitätsprofessor Heinz Faßmann, Experte für Migration, einen Überblick über die aktuelle Lage in Österreich geben, Stefan Maier, Nahost-Koordinator der Caritas Österreich, berichtet über die Situation im Nahen Osten.
Außerdem kommen in einer Diskussionsrunde Betroffene zu Wort und sprechen über ihre Flucht nach Österreich.
Vier Workshops, die von den Teilnehmern rollierend besucht werden können, beleuchten das Thema von verschiedenen Blickwinkeln:
Zum feierlichen Abschluss des Integrationstages geben die Wiener Symphoniker im Stephansdom ein Benefizkonzert.
Mit diesem möchte man ein klares Zeichen an die österreichische Gesellschaft setzen: Viele Tausende Menschen, die nach Europa flüchten, brauchen Unterstützung.
Der Reinerlös kommt der Caritas Flüchtlingshilfe zugute, die eine Vorreiterrolle in der Krisenbewältigung übernimmt.
Um spendenfreudigen und musikinteressierten Konzertbesuchern ein attraktives Programm bieten zu können, wurden besondere Werke von Anton Bruckner ausgewählt:
Die Wiener Symphoniker lassen die 4. Symphonie in Es-Dur „Die Romantische“ in der 2. Fassung aus dem Jahre 1878/80 unter der Leitung des deutschen Dirigenten Sebastian Weigle erklingen.
Der Chor der Dommusik St. Stephan gibt unter der Leitung von Domkapellmeister Markus Landerer Motetten von Bruckner zum Besten.