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4 Kerzen am Adventkranz
Der Sonntag
16.12.2015

Was tut mir wirklich gut?

„Weniger ist mehr“ – auch und vor allem im Advent. von Dr. iur. Brigitte Ettl

Ein ruhiges, fröhliches, harmonisches… – also dem Sinn von Weihnachten entsprechendes – Fest klappt sicherlich dann, wenn wir rechtzeitig Abschied nehmen.

 

Abschied von idealisierten Ansprüchen an uns selbst, an unsere Mitmenschen und in diesem Fall vor allem auch an die „materiellen Rahmenbedingungen“.

 

Schon im Advent darf die Devise nämlich lauten: „Weniger ist mehr“. Es müssen nicht alle Christkindlmärkte absolviert werden, nicht Säcke von Mehl und Nüssen zu Keksen verarbeitet werden und nicht für jedes Mitglied der lieben, großen Familie Geschenke besorgt werden.

 

Immer mehr Familien „wichteln“, das heißt jede Person wird nur von einer anderen beschenkt und das meist mit einer Kleinigkeit, die dafür aber dann tatsächlich mit viel Liebe und Einfühlungsvermögen ausgesucht wird.

 

Auch der belastende Weihnachtsputz ist nach den Feiertagen sinnvoller – und das Christkind freut sich sicherlich mehr über entspannte Menschen, die noch die Energie haben, die Freude des Heiligen Abends wirklich zu spüren, als über staubfreie Böden und Fenster.


Und auch wenn es im Advent besonders schön ist, sich mit Freunden zu einer gemütlichen Plauderstunde zu treffen – diese Möglichkeit gibt es auch nach den Feiertagen, dann vielleicht sogar entspannter.

 

Die Frage „Sehen wir uns noch vor Weihnachten?“ darf also im privaten und natürlich auch im beruflichen Bereich durchaus mit einem „Nein, aber sehr gerne danach!“ beantwortet werden.


Es geht also jetzt um Entscheidungen: Welche Rituale und Bräuche sind mir wirklich wichtig, tun mir und den Meinen gut?

 

Und wovon kann ich mich ohne Werteverlust verabschieden?

 

Das Wesentliche wird bleiben – und Weihnachten zu einem leuchtenden Fest machen.