Als Sucht muss ein Verhalten dann eingestuft werden, wenn es als schädlich erkannt, aber trotzdem fortgesetzt wird.
Der Übergang von einer sinnvollen Nutzung von Smartphones zu einem süchtigen Verhalten ist fließend.

Zur Sucht wird es dann, wenn folgende Kriterien zutreffen:
- Ein Gefühl der Unruhe, wenn das Handy nicht in Reichweite ist.
- Nachrichten werden mehr als 60-mal täglich gecheckt und sofort beantwortet.
- Die Nutzung bereitet ein schlechtes Gewissen, die Konzentrationsfähigkeit lässt nach, schulische bzw. berufliche Leistungen werden schlechter, Müdigkeit ist Dauerzustand.
- Längerfristig entwickeln sich durch die körperliche Fehlhaltung Schmerzen im Bewegungsapparat.
- Und vor allem entsteht ein paradoxes Phänomen: Auch wenn wir miteinander in Kontakt sind, führt die intensive Nutzung von Facebook, Twitter und Co. zu einem sozialen Rückzug.
Der Weg zu einer sinnvollen Smartphone-Nutzung braucht als ersten Schritt Einsicht und Entscheidung – hier können etwa für die Fastenzeit getroffene Vorsätze eine wertvolle Unterstützung sein.
Dann gilt es Regeln aufzustellen und handyfreie (Zeit-)Räume zu schaffen:
- nicht im Auto,
- im Bad,
- eine Stunde vor dem Einschlafen – dies ist besonders wichtig, da die Lichtstrahlung der Geräte dem Gehirn Wachheit signalisiert und damit die Schlafqualität beeinflusst.
- Auch bei Treffen mit Freunden, in der Schule, bei Besprechungen sollten die Geräte auf „Flugmodus“ geschaltet werden.
Es gibt auch eigene Apps, die den Zugriff auf soziale Netzwerke blockieren – damit die ersten Schritte leichter fallen, wieder die Herrschaft über das Gerät zu bekommen und sich nicht von ihm versklaven zu lassen.