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Glaube ist wie  ein Samenkorn
Der Sonntag
31.03.2016

Glaube ist wie ein Samenkorn

„Warum nur glaubt mein Papa nicht an Gott?“  von Dr. Michael Scharf

Diese wichtige Frage hat kürzlich ein Kind gestellt, das sich auf die Erstkommunion vorbereitet. Ich kann diese bedrängende Frage gut nachvollziehen.

 

Das Kind hat für sich etwas Schönes entdeckt: Freundschaft mit Jesus, Glaube an Gott. 

 

 

Nun drängt die Frage: Warum können nicht alle sehen, wie toll das ist? Warum kann das mein Papa nicht sehen.

 

Ich würde drei Antwortrichtungen versuchen.
Einmal, dass wir bei Freundschaften wählerisch sind. Ich bin nicht mit allen in der Klasse befreundet. Ein, zwei Kinder sind vielleicht meine besten Freunde und Freundinnen, andere nicht.

 

  • Ich wähle aus. So ist das auch bei der Freundschaft mit Jesus. Manche wählen ihn zum Freund, andere nicht. Das sagt überhaupt nichts aus, ob jemand ein guter Mensch ist oder nicht.


Zweitens funktioniert Glaube nicht wie ein Lichtschalter. Wenn ich den drücke, wird es sofort strahlend hell. Es gibt nur entweder Licht oder Dunkel, nichts
dazwischen.


Glauben geht anders, eher wie ein Samenkorn, das sich zu einer Pflanze entwickelt. Da passiert ganz viel verborgen unter der Erde und irgendwann kommt dann die Pflanze zum Vorschein.

 

  • Niemand weiß, was im Herzen eines Menschen vorgeht, was unter der Oberfläche, für uns unsichtbar, geschieht, wieviel Glaube schon da ist, ohne dass wir etwas merken.


Schließlich kann man die Frage auch umdrehen.
Wenn Dein Papa wirklich nicht an Gott glaubt – Gott hört niemals auf an deinen Papa zu glauben, niemals.

 

  • Gott hört niemals auf an mich zu glauben.