Auf die Frage eines Journalisten bei der „fliegenden Pressekonferenz“ auf dem Flug von Lesbos nach Rom, ob das jüngste päpstliche Apostolische Schreiben „Amoris laetitia“ zum Thema Ehe und Familie „neue Möglichkeiten für wiederverheiratete Geschiedene“ eröffnete, sagte der Papst: „Ich könnte schon sagen: Ja. Aber das wäre eine zu kurze Antwort.
Wenn Sie die Einführung von Kardinal Schönborn, der ein großer Theologe ist, zu dem Text lesen, dann haben Sie die Antwort.“
In dem neuen Herder-Buch „Papst Franziskus, Amoris laetitia, Freude der Liebe“ ist zum vollständigen Papst-Dokument mit Stichwortverzeichnis auch diese richtungsweisende Einführung von Kardinal Christoph Schönborn enthalten, die der Erzbischof am 8. April in Rom gehalten hat.
Als ein „wirkliches Geschenk für die Eheleute, die Familien und alle Gläubigen in der Kirche“, bezeichnen die deutschen Synodenteilnehmer Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof Heiner Koch und Bischof Franz-Josef Bode das päpstliche Schreiben in ihrer Würdigung.
Der Text bündle „einen gesamtkirchlichen Reflexionsprozess zu Ehe und Familie“, der mit der Einberufung einer Außerordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode im Herbst 2014 begonnen hatte. Diese Versammlung diente der Vorbereitung einer Ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode im Herbst 2015.
„Der dabei entstandene Text ist in erster Linie eine herzliche, gleichermaßen tiefgehende wie lebenspraktische Einladung zur Lebensform von Ehe und Familie, die ihre Inspiration aus den Quellen des christlichen Glaubens erfährt“, schreiben die drei deutschen Bischöfe.