In seinem Schreiben „Amoris laetitia“ geht Papst Franziskus auch auf das Muttersein und die Mütterlichkeit ein.
Jede Mutter ist Mitschöpferin an neuem Leben. Natürlich geht das nicht ohne Vater, aber die große Nähe des Heranwachsens eines Kindes im Mutterleib ist einzigartig (168,169). Mutter und Kind sind eine Einheit. Mit der Zeit müssen sie sich zu einer Zweiheit auseinanderentwickeln.
Dies macht manchen Ablösungsprozess schwierig. Das Kind ist schon vor seiner Zeugung von Gott angenommen: „Noch ehe ich Dich im Mutterleib formte“… so heißt es im Alten Testament, „habe ich dich ausersehen, noch ehe du aus dem Mutterleib hervorkamst, habe ich dich geheiligt“ (Jer 1,5).
So ist jedes Kind bedingungslos angenommen und geliebt. Letztlich hat es von hier seine Menschenwürde.
Eltern dürfen mitwirken an dieser „Neuschöpfung“. Sie sollen das Kind auf seinem Lebensweg mit Gott begleiten. Daher sollen sie es auch nicht zu eigenen Plänen verzwecken, sondern Mitwirken am Wirken Gottes.
Das Kind ist ein „Menschenwesen mit einem unermesslichen Wert und darf nicht für den eigenen Vorteil gebraucht werden“ (170).
Der Papst bittet darum, dass jede schwangere Frau sich die Freude an der Mutterschaft nicht durch all die Ängste und Sorgen, die in ihr und um sie herum entstehen können, nehmen lässt.
Die Würde des Kindes erfordert es, dass es ein Recht auf Vater und Mutter hat (172). Wegen der besonderen Rolle muss das Muttersein vom Staat besonders geschützt werden (173).