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12.05.2016

Willkommen im Prüfungs-Endspurt

Wie und wo man in den letzten Wochen des Schuljahres noch Motivation herbekommt... von Dr. iur. Brigitte Ettl

Motivation hat für mich drei Aspekte:

  1. Die Rahmenbedingungen müssen stimmen,
  2. die Fähigkeiten für die konkreten Anforderung sollten grundsätzlich vorhanden sein, und
  3. das Ziel soll der Persönlichkeit entsprechen.


Konkret bedeutet das, dass das Kind einen guten „Stundenplan“ braucht – mit Zeiten zum Lernen, aber auch mit „Spielräumen“.

 

Selbst wenn eine Nachprüfung droht, nützt es nichts, das Kind zum Lernen in einer Endlosschleife zu verdonnern. Auch Lernen braucht „Verdauungszeiten“, in denen nichts Neues dazu kommt.

 

Statt dessen ist es gut, wenn der Stress durch körperliche Aktivitäten – etwa bei einem sonntäglichen Radausflug – regelmäßig abgebaut wird.


Leider müssen in der Schule auch jene Fächer bewältigt werden, für die das Kind nicht so begabt ist.

 

Generell geht es ja darum Stärken zu stärken, doch gerade bei schwierigem Lernstoff gilt es zu überprüfen, ob die Lerntechnik passt:

 

  • Es gibt Kinder, die müssen sich alles aufschreiben,
  • andere brauchen Bilder
  • oder lernen durch Zuhören.

 

Und: Wenn man das Kind unterstützt, den Lernstoff in überschaubare Portionen einzuteilen, bekommt es das Gefühl, die nächsten Schritte schaffen zu können.


Kinder sind neugierig – Eltern können das Interesse fördern durch das Aufzeigen von Zusammenhängen.

 

Wenn Kinder erkennen können, wofür sie manches lernen müssen und welche neuen Lebensräume ihnen dadurch eröffnet werden und wenn sie erleben, dass auch die Eltern Lernende bleiben, werden sie leichter zu motivieren sein.

 

  • Und sie dürfen sich auch überlegen, wie sie sich selber belohnen können, wenn sie eine schwierige Hürde übersprungen haben.