Alles Gesagte reicht nicht aus, um das Evangelium von Ehe und Familie zum Ausdruck zu bringen, wenn wir nicht eigens darauf eingehen, von der Liebe zu sprechen.
Denn wir können nicht zu einem Weg der Treue und der gegenseitigen Hingabe ermutigen, wenn wir nicht zum Wachstum, zur Festigung und zur Vertiefung der ehelichen und familiären Liebe anregen.
Tatsächlich ist die Gnade des Ehesakramentes vor allem dazu bestimmt, ,die Liebe der Gatten zu vervollkommnen’.
Doch das Wort ,Liebe‘, eines der meist gebrauchten, erscheint oft entstellt.“
(Aus: „Amoris laetitia“, Nr. 89)
,Die Liebe ist langmütig,
die Liebe ist gütig.
Sie ereifert sich nicht,
sie prahlt nicht,
sie bläht sich nicht auf.
Sie handelt nicht ungehörig,
sucht nicht ihren Vorteil,
lässt sich nicht zum Zorn reizen,
trägt das Böse nicht nach.
Sie freut sich nicht über das Unrecht,
sondern freut sich an der Wahrheit.
Sie erträgt alles,
glaubt alles,
hofft alles,
hält allem stand.’ (1 Kor 13,4-7)
Das wird mitten im Leben gelebt und gepflegt, in dem Leben, das die Eheleute untereinander und mit ihren Kindern Tag für Tag teilen.
Darum lohnt es sich, dabei zu verweilen, den Sinn der Begriffe dieses Textes genauer zu bestimmen, um eine Anwendung auf das konkrete Leben jeder Familie zu versuchen.“
(Aus: „Amoris laetitia“, Nr. 90)