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23.06.2016

Amoris laetitia-Praxis - Es ist nicht gut, dass das Paar allein bleibt

Die jungen Ehepaare sollen erleben können, wie kostbar und wertvoll ihre Berufung ist.

Die ersten Ehejahre sind doch eine wunderschöne Zeit! Warum dann die vielen Krisen und die hohen Scheidungszahlen schon nach wenigen Ehejahren?

 

Wir als Kirche können diesen Hilfeschrei nicht unbeantwortet lassen. Es reicht jedoch nicht, rezepthafte Lösungen für einzelne Alltagsprobleme anzubieten.  


„Amoris laetitia“ lehrt uns tiefer hinzuschauen und zur Wurzel vorzudringen.

 

Ein erstes Problem ist die Einsamkeit, die auch in der Ehe immer öfter voll Bitterkeit erlebt wird. Die Liebe kann dort nicht wachsen, wo ich sie für mich suche.

 

Jedes Ehepaar ist gerufen, die tiefe Freude der Liebe im gegenseitigen Miteinander als Gemeinschaft von Personen zu finden, wo einer für den anderen da ist, sich dem anderen in Freiheit hingibt und schenkt, und den anderen ohne Vorbehalt annimmt. Dann wächst das Glück, nach dem sich jedes Paar so innig sehnt. Dann werden unsere Familien lebendiger Abglanz von Gottes dreieiniger Liebesgemeinschaft.


Wo und wie „lernt“ man das? Durch das ansteckende Vorbild von anderen Ehepaaren und Familien, von Menschen, die ihr Leben auf Jesus den Fels gebaut haben.


In unseren um Christus versammelten Gemeinschaften sind wir aufgerufen, den Paaren durch regelmäßige Treffen vertrauensvoll nahe zu sein, sie zu stärken und ihnen mit Hingabe zu dienen.


Ohne falsche Scham oder Misstrauen in die eigene Liebesfähigkeit können sie dann von einem Priester oder einem erfahrenen Ehepaar Hilfe erbitten.

 

Die jungen Ehepaare sollen erleben können, wie kostbar und wertvoll ihre Berufung vor Gott, für die Gesellschaft und die ganze Kirche ist.