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24.02.2017

Jugend: Nicht die Zukunft der Kirche

Die Jugend ist ist die Gegenwart der Kirche, sagt Jugendseelsorger Michael Scharf.

Wie oft muss ich hören und ertragen, dass Jugendliche als Zukunft der Kirche angesprochen werden. Klingt gut, ist trotzdem falsch. Wie so oft ist auch hier „gut gemeint“ das Gegenteil von „gut“.


Nein! Die Jugend ist nicht die Zukunft der Kirche - die Jugend ist die Gegenwart der Kirche. Sie sind ja jetzt hier, nicht erst morgen, übermorgen oder wann auch immer in einer nicht näher bestimmten Zukunft.


Nein! Die Jugend ist nicht die Zukunft der Kirche - die Jugend ist die Gegenwart der Kirche. Niemals dürfen wir junge Menschen aus unserer Gegenwart hinausschieben in eine ferne, unbestimmte Zukunft die wann eintritt? Wann würden sie von der Zukunft zur Gegenwart werden? Wer entscheidet das? Nach welchen Kriterien? Eine Kirche die Jugendliche in die Zukunft verbannt, ihnen Platz in der Gegenwart verwehrt, hat keine Zukunft.


Nein! Die Jugend ist nicht die Zukunft der Kirche – die Jugend ist die Gegenwart der Kirche. Wer vor 14, 15, 16, 18, 20, … Jahren geboren wurde, lebt jetzt als Jugendlicher, als junger Mensch, ist Gegenwart. Wir haben jetzt die Pflicht, jedem einzelnen zu geben, was Menschen brauchen, um gedeihen zu können: einen Platz, eine Aufgabe und wertschätzende Annahme.


Wenn junge Menschen einen Platz, eine Aufgabe und wertschätzende Annahme durch uns bekommen, werden sie gerne Teil unserer Gegenwart sein, werden gerne mit uns hier und heute Kirche sein und gestalten. Jugend geht uns an – jetzt, heute und hier!


Am 19. März findet in unseren Pfarren die Pfarrgemeinderatswahl statt. Eine gute Gelegenheit, junge Menschen an unserer Gegenwart zu beteiligen.