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08.03.2017

Mehr Freiheit geht nicht!

Marlen Haushofer: Brav sein ist schwer!

 

Ein Kraftwerk im Bach, der hinter dem Haus vorbeifließt, zu bauen. Oder ein Schwimmbecken für die Forellen ebendort zu gestalten. Mit dem Großvater auf die Alm gehen oder das entlaufene Lieblingsschweinchen im Wald suchen. Mit dem Hund Wix-Wax spielen und sich über die neugeborenen Kätzchen freuen.

 

Das alles und noch mehr wird sich für Fredi und Buz auch in diesem Sommer erfüllen, denn sie dürfen wieder zu den Großeltern aufs Land und dort – so scheint es jedenfalls den zwei „Lausbuben“ – ist eigentlich alles möglich. Dass  die Cousinen Mickey und Lise gleichzeitig aufs Land kommen, ist für die beiden Buben das Tüpfelchen auf dem i... und hält die liebenswerten Großeltern gehörig auf Trab.


Marlen Haushofers Geschichte stammt aus dem Jahr 1965 – einer Zeit, in der Kinder noch ohne Schutzhelm auf ein Klettergerüst gelassen wurden oder im Wasser spielen durften, ohne Schwimmflügerl verpasst zu bekommen.

 

Fredi, Buz, Mickey und Lise genießen heute nahezu ungekannte Freiheiten und erleben dadurch schon auch Abenteuer, die Eltern von heute die Gänsehaut aufziehen lassen – etwa wenn Lise in den Bach fällt und nur mit Mühe und in letzter Sekunde von Fredi und Mickey herausgezogen werden kann.

 

Trotzdem oder besser gesagt gerade deswegen ist „Brav sein ist schwer!“ ein wunderbares Vorlesebuch zum Träumen und – vielleicht an das heutige Sicherheitsbewusstsein angepasste – Pläne schmieden für die unbeschwerteste Zeit des Jahres: die großen Ferien.