Seine Streiche, mit denen er die Eingebildeten und die Eitlen an der Nase herumführt, sind im gesamten deutschen Sprachraum bekannt. Charmant und klug, mutig und unerschrocken hält er den Leuten den Spiegel vor.
Und dabei sind seine Geschichten so witzig, dass auch die Kinder von heute ihren Spaß daran haben – und die Erwachsenen beim Vorlesen Etwa wenn Till Eulenspiegel Eulen und Meerkatzen bäckt, weil er den Bäcker tatsächlich und ohne Umschweife beim Wort nimmt. Oder wenn Till Eulenspiegel eine Katze in ein Hasenfell einnäht, um die Kürschner zu narren. Oder wenn Till Eulenspiegel seelenruhig dabei zusieht, wie die Bäuerinnen sich um ihre Milch streiten. Oder wenn Till Eulenspiegel seinem Pferd goldene Hufeisen verpasst.
Bekannt sind die Geschichten des Till Eulenspiegels übrigens bereits seit dem 15. Jahrhundert. Wer die Geschichten verfasst hat, ist unbekannt.
Der Arena Verlag hat einige Abenteuer von Till Eulenspiegel vor einigen Jahren neu aufgelegt und mit einem Vorwort des deutschen Comedian und Kabarettisten Moritz Netenjakob versehen, der darin völlig zu Recht feststellt: „Erwachsene können den Wert einer Sache oft erst erkennen, wenn sie Geld kostet.
Euch Kindern aber sage ich: Quatsch machen ist nicht sinnlos, es macht Spaß. Es macht das Leben bunter. Es macht gesund. Es bringt euch auf gute Ideen. Es ist gut gegen Angst.“