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27.09.2017

Wenn Gott sich bei mir meldet

Wie kann ich Gottes Stimme erkennen und von anderen Stimmen unterscheiden? von Michael Scharf

Die Frage: Wie spricht Gott zu uns, führt uns – im ersten Moment – ein wenig auf eine verengte Spur. Beim Wort „sprechen“ denken wir an Worte, an hörbare und verstehbare Worte. Jemand sagt mir etwas. 

 

Beim Sprechen Gottes taucht dann rasch die Frage auf: Wenn ich keine Stimme höre? Wenn ich keine Worte höre? Wenn ich vielleicht gar nichts höre? Spricht Gott dann nicht mit mir? Müsste sich Gottes Sprechen nicht so anfühlen, wie wenn ein Mensch mit mir redet?


Deswegen würde ich den Gedanken gerne etwas erweitern, weiter denken: Statt „wie spricht Gott zu mir“ die Frage stellen, „wie macht sich Gott bemerkbar.“ Das klingt gleich ganz anders und da gibt es eine ganze Fülle an Antworten:

 

Gott macht sich in der ganzen Bibel bemerkbar. Hier spricht er auch zu uns. In der Bibelkönnen wir seine Worte zwar nicht hören, aber lesen.

 

Gott macht sich im Gottesdienst und bei den Sakramenten bemerkbar. Er macht sich aber auch in Erlebnissen und Erfahrungen bemerkbar, in Freundschaften und Beziehungen, in der Schöpfung und in der Natur, bei einem schönen Sonnenuntergang.


Gott macht sich auch in mir bemerkbar, durch ein Fühlen und Spüren, dass er da ist. Der Grashalm und der Käfer, der Bach und der Schnee, Sterne, Sonne und Mond, eine Umarmung und Berührung in alldem macht sich Gott für mich bemerkbar.