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Herder-Verlag
11.06.2019

Unser Glaube als Lebensexperiment

Tomas Halik lädt ein, zuzuhören, verstehen zu lernen und eine Antwort zu geben.

 

Er hat jene Menschen im Blick, die (noch) nicht glauben können und die doch irgendwie glauben wollen: der tschechische Priester Tomas Halik, Professor und Universitätsseelsorger an der Karls-Universität Prag, der mit seinen bei Herder auf Deutsch erschienenen Büchern vielen Menschen das Christentum auf eine sympathische, denkerische und einladende Art nahebringt.

 

Halik kennt die Spielarten des Atheismus wie auch des Agnostizismus aus eigener Erfahrung, er wurde zur Zeit des staatlich verordneten Kommunismus und damit auch Atheismus in Tschechien heimlich zum Priester geweiht.

 

Halik hat beispielsweise einen konkreten Ratschlag für seine ungläubigen Freunde: „Vergeuden Sie nicht die Zeit mit Lesen von Büchern, die die Existenz Gottes beweisen oder widerlegen. Lesen Sie lieber ein Buch, das von etwas völlig anderem handelt: die Bibel.“

 

Halik schreibt besonders für jene, die die Frage nach Gott nicht ganz zur Seite stellen und die trotzdem wahrscheinlich nie ganz in unseren Kirchenbänken heimisch werden, die aber trotzdem mit uns Christen ein Stück des Weges gehen gemeinsam können.

 

Es sind auch jene, die Jesus so beschreibt: Wer nicht gegen uns ist, der ist für uns. (Mk 9,40)

 

Auch dieses jüngste Buch von Halik ist in Summe ein Versuch, in den Fußstapfen dieser Großzügigkeit Jesu zu gehen.


Mein Fazit:
Ein Buch für Sinnsuchende, Agnostiker und Atheisten. Und natürlich auch für überzeugte Christen.

Sehr empfehlenswert.