Am 13. Oktober wird der – meines Erachtens – drittberühmteste Oratorianer nach Philipp Neri und Franz von Sales, der selige Kardinal John Henry Newman, einer der großen Theologen des 19. Jahrhunderts, heiliggesprochen.
Doch im Oratorium des heiligen Philipp Neri wirkten noch mehr heilige, selige und noch nicht selig gesprochene Priester und auch Laienbrüder.
Daran erinnern Markus Dusek und Paul Bernhard Wodrazka in ihrem Buch „Heilig werden im Oratorium. 22 Beispiele gelebter Frömmigkeit in der Schule des heiligen Philipp Neri“. Darunter finden sich Märtyrer und Kirchenlehrer, Bischöfe, Priester, Laienbrüder, wie auch Missionare, Gründergestalten und Bekenner.
Das Besondere dieser Biographien ist der gelungene Umstand, dass oft auf wenigen Seiten ein leuchtendes Porträt dieser Männer gezeichnet wird.
Besonders die Märtyrer des Spanischen Bürgerkriegs und des Nationalsozialismus sind zeitlich gar nicht so weit entfernt von unserer Gegenwart. Die meisten dieser Oratorianer sind – wie der große Philipp Neri – auf ihre Weise oft Apostel für die Jugend gewesen, sie sind meist eucharistisch und marianisch geprägt.
Für die Geschichte all dieser Männer gilt, was Papst Benedikt XVI. gesagt hat: „Erst wenn wir die Heiligen wieder entdecken, werden wir auch die Kirche wiederfinden.“
Mein Fazit:
Das Buch ist eine Einladung, sich anhand der Lebensbeschreibungen mit der Spiritualität dieser Oratorianer auseinanderzusetzen.
Sehr empfehlenswert.