Samstag 7. Februar 2026
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WJG 2026: Theologie des Diakonats 1
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WJG 2024: der Koran und seine biblischen...
Fr.., 13. Februar 2026 17:00
WJG 2026: Ehe und Weihe

Wir gedenken dankbar an...

unsere Verstorbenen Diakone der Erzdiözese Wien.

 

In diesem Licht lass sie schauen, was sie im Glauben bezeugt haben.

 

Evangelium von heute Mk 6, 30-34 "Sie fuhren also mit dem Boot in eine einsame Gegend, um allein zu sein"
Frauen der Diakone

Es ist ein Familienunternehmen

Das Interview mit Eva Paksanszki führte Ursula Schimpl

 

Zur Person:

  • Eva Paksanszki, 49 Jahre,
  • Kindergartenassistentin,
  • 3 Söhne (Kristóf 21 J, Márk 18 J, Pál 16 J)
  • Hobby: Singen
  • Heimatpfarre: Pfarre „Hildegard Burjan“, Teilgemeide Neufünfhaus

Vor fast zehn Jahren, 2016, wurde dein Mann geweiht. Was waren die schönsten Erlebnisse seit der Weihe?

Mein schönstes Erlebnis seit der Weihe war die Taufe eines Mädchens, das in unseren Kindergarten geht. Arpad hat das Mädchen getauft. Die Mutter des Kindes hat mich gebeten bei der Taufe Gitarre zu spielen und zu singen, weil sie mich aus dem Kindergarten gut kennt.

 

Dein Mann ist nicht nur Diakon, sondern schon länger auch Pastoralassistent in eurer Heimatpfarre. Hat die Weihe einen Unterschied gemacht?

Mein Mann arbeitete vor der Weihe bereits seit zwölf Jahren in unsere Pfarre hauptberuflich als Pastoralassistent und leitete die Teilgemeinde Neufünfhaus mit einem Leitungsteam gemeinsam. Deswegen machte die Weihe in unserem Leben nicht so großen Unterschied wie bei anderen Familien oder Paaren. Natürlich hat er als Diakon auch mehr Aufgaben wie Taufen oder Trauungen. Für mich war es immer wichtig und schön, wenn er bei der Messe nicht im Einsatz war, sondern mit mir in der Bank saß. Deswegen haben wir vor der Weihe ausgemacht, dass er weiterhin einmal im Monat nicht im Altarraum assistiert, sondern bei mir ist. Leider ist es uns in der letzten Zeit nicht so gut gelungen. Wir müssen daran arbeiten.

 

Du bist berufstätig, ihr habt drei Söhne, dein Mann ist doppelt in der Kirche engagiert. Was sind im Alltag die größten Herausforderungen?

Unsere größte Herausforderung ist, in intensiven Zeiten darauf zu achten, dass wir als Paar und Familie Zeit miteinander und füreinander haben. Manchmal muss er in seinem Kalender „Familie“ als Termin eintragen. Das ist wichtig, sonst haben wir als Familie Wochen lang keinen gemeinsamen Abend.

 

Wie hast du die Zeit der Ausbildung erlebt?

Die Zeit der Ausbildung habe ich einerseits als sehr belastend, andererseits intensiv und schön erlebt. Belastend war es, weil ich damals mit unseren Kindern sehr viel allein war. Mein Mann war ein- bis zweimal in der Woche am Abend in der Ausbildung und an anderen Abenden musste er die Besprechungen und Gruppenstunden unterbringen. Intensiv und schön war die Zeit, weil die Ausbildungsleitung auch uns Ehefrauen gesehen und ernstgenommen hat. Sie hat mich auch persönlich in meiner schwierigen Zeit maximal unterstützt.

 

Wie war das für dich, als dein Mann Diakon wurde und plötzlich in der Dalmatik am Altar stand?

Für mich war es schrecklich als mein Mann nach der Weihe in der Dalmatik am Altar stand. Warum? Ich komme aus Nordserbien, aus einem von der ungarischen Minderheit bewohntem Gebiet. Dort habe ich als Kind und Jugendliche einen einzigen Diakon erleben dürfen oder besser gesagt müssen. Er war Diakon, aber er hat nicht gedient! Sein Lebensstil und Agieren hatte mit christlichen Werten nichts gemeinsam. Das Bild von einem Mann in Dalmatik war mit diesem Gefühl verknüpft. Es hat lange gedauert, bis ich mich daran gewohnt habe. Dabei haben mir auch Diakone mit positiver Ausstrahlung in der ED Wien geholfen. Mein Mann ist Gott sei Dank kein Scheinheiliger und abgehoben geworden!!

 

Wie schafft ihr es, sein Wirken als Diakon mit der Familie zu vereinbaren?

Gott sei Dank sind unsere Kinder (durch Firmvorbereitung, Jungschar, Ministranten, Jugendchor) und ich auch in vollen Zügen aktiv in der Pfarre. So ist es Teil unseres Familienlebens geworden. Unser Kristof meint „Es ist ein Familienunternehmen“. ;-)

 

Was würdest du, wenn du könntest, in der Kirche ändern?

Sie an den Puls der Zeit anpassen. Ich wünsche mir, dass die Kirche mit den Menschen mehr auf Augenhöhe als von oben herab umgeht und eine Sprache spricht, die die Menschen verstehen. Sie soll „Das wunderbare Licht“ in uns hervorheben, statt zu betonen, wie sündig wir sind. Laien und Frauen soll sie enger miteinbeziehen und in unterschiedlichen Rollen mitwirken lassen.

 

Taten der Hoffnung

Notfallsseelsorge / Faszination Schöpfung / Ein Fest der Freude / Theologische Grundlagen / Weinleese / ...

Diöz. Institut für den Ständigen Diakonat
Boltzmanngasse 9
1090 Wien

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